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Als der ungarische Autor János Térey Anfang Juni 2019 starb, war er erst 48 Jahre alt, sein Buch "Budapester Überschreitungen" erschien auf Deutsch postum.

Die Erzählungen darin sind Langgedichte. Erkundungen einer Stadt, in deren Straßenbahnschleifen Liebesunfälle nisten, in der die Pornoindustrie floriert, Todesnachrichten zögernd überbracht werden, die Gespenster der deutschen Besatzer in verlassenen Villen hausen und der Verwesungsgeruch des realen Sozialismus noch nicht verflogen ist.

Die letzte Post eines europäischen Autors, suggestiv illustriert mit schwarz-weißen Amateurfotografien anonymer Stadtbewohner.

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