FAQ: So vermeiden Sie Fehler beim Solaranlagen-Bau

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Energie für unsere Zukunft – Energie von unseren Dächern. Wer hilft? Wem bringt's was? Zertifizierte Energieberater beantworten FAQs zu Technik und Vorschriften.

Jedes Haus, jedes Dach, jede Lage ist anders. Deswegen braucht man individuelle Lösungen und dafür professionelle Beratung. Genau diesen Job übernehmen Energieberater. Wenn sie zertifiziert sind, werden sie bezuschusst: praktisch, Verbraucher:innen müssen nur einen Teil selbst bezahlen!

Von der Erstberatung übernimmt der Staat bis zu 80% der Kosten, für die Beratung während der Bauphase sind es bis zu 50%. Wichtig: die Zuschüsse sind gestaffelt und vor allem gedeckelt - das richtet sich unter anderem nach "Wohneinheiten" und Sanierungs-Umfang.

»Wenn ich zum Beispiel ein kleines Haus mit zwei Wohneinheiten sanieren möchte, dann kann ich vom Staat für die Energieberatung über die Bauphase, die energetische Fachplanung und Baubegleitung bis zu 5.000 Euro an Zuschuss bekommen. Dazu gehören Dinge, die beim Bau helfen, die Prüfung von Angeboten, Rechnungen der Fachunternehmer, Feuchteschutz und Lüftungskonzept.«

Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen auch für Mietwohnungen

Solaranlagen lohnen sich nicht nur für Eigenheimbewohner. Energieberater Stephan Hartmann geht davon aus: auch  Mieter und Vermieter werden immer mehr profitieren. Wenn der Vermieter zum Beispiel in eine Photovoltaik-Anlage investiert, könnte er der Strom "intern" an die Mieter weiterverkaufen und so eine bessere Rendite erzielen - den Strom ins Netz zurückspeisen bringt momentan deutlich weniger.

Ausbau der Solarstromanlagen  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
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»Mietern empfehle ich: gerne im Haus nachfragen, wer denn noch Interesse an Solarenergie hätte und sich zusammenzutun. Für den Vermieter wird es insbesondere dann spannend, wenn er viele Stromabnehmer im Haus hat.«

Eine ganze klare Empfehlung hat Hartmann auch, wenn es an den konkreten Einkauf und Bau einer Solaranlage geht: Nicht nach einzelnen Teilen und den besten Angeboten im Netz suchen, sondern besser nach einem guten Unternehmen für die Installation. Nur dann ist die Anlage optimal abgestimmt und eingestellt. Und die Fachleute wissen dann auch, dass man den wichtigen Stromspeicher nicht für teures Geld überdimensionieren muss: eine Kapazität von 30% des durchschnittlichen Tagesverbrauchs an Strom genügen.

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Photovoltaik auf Dächern in BW vorgeschrieben

Ab 2023 gilt diese Vorschrift auch für Altbauten, bei denen das Dach umfänglich saniert wird. Aber nicht jedes Dach ist perfekt geeignet für eine Solaranlage - ein Dach in Richtung Norden beispielsweise fällt für Hartmann unter das Stichwort "wirtschaftliche Unzumutbarkeit". Will heißen: es gibt Spielraum bei der Durchsetzung der Regelungen.

Gegen Abzocke beim Solar-Boom

Verbraucher:innen sollten das Angebot des Energieberaters überprüfen, rät Hartmann. In den Förderrichtlinien sind die maximal förderfähigen Kosten für bestimmte Projekte gelistet - liegt der Energieberater mit seiner Kalkulation stark darüber: Vorsicht!

Energieberatung auch bei der Verbraucherzentrale

Gerade das Thema Photovoltaik wirft zur Zeit viele Fragen bei Verbraucher:innen auf. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg bietet in ihren Online-Seminaren eine breite Palette an Beratungsangeboten: von "Solarstrom von Balkon oder Terrasse" bis hin zu Basis-Seminaren wie "Photovoltaik für Einsteiger:innen".

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