Sultana kommt aus den USA und hat ihre Liebe zum Roller Derby mit nach Kaiserslautern gebracht

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„Ich bin in der Pfalz geblieben, weil Roller Derby meine Familie ist.“

Der Rollschuhsport ist Sultana Rosarios große Leidenschaft. Dort geht es richtig zur Sache. Roller Derby ist ein Vollkontaktsport für (mehrheitlich) Frauen, den es schon seit 1935 gibt, aber erst Ende der 90er Jahre wie in der heutigen Form ausgeübt wird. Auch ansonsten steht Sultana mitten im Leben. Sie ist alleinerziehende Mutter und Logopädin mit eigenem Therapie-Zentrum in Ramstein. Ursprünglich kommt sie aus den USA, ist aber in der Pfalz heimisch geworden. In ihrer Freizeit steht sie auf Rollschuhe.

„Es ist ein toll, besonders wegen der Menschen, die dort mitmachen. Es geht um Gemeinschaft, Inklusion, um Spirit. Uns schweißt zusammen, dass wir sehr viel Zeit mit etwas verbringen, was vielleicht nicht so populär ist und auch nicht so unterstützt wird, wie zum Beispiel American Football.“

Mit ihrem Club, den ‚Roller Girls of the Apocalypse‘ aus Kaiserslautern, fährt sie durch ganz Europa und spielt gegen verschiedenste Vereine. Wenn es gerade kein Auswärtsspiel gibt, trainiert sie ihre Mädels mehrfach in der Woche. Für gefährlich halt Sultana, die beim Derby nur Saint Savage genannt wird, den Sport nicht.

„Er ist genauso gefährlich wie Football oder Rugby. Es ist ein Kontaktsport, aber wer seine Schützer trägt, fährt recht sicher.“

Generell ist es für jeden Menschen geeignet, da man nicht unbedingt auf dem Spielfeld sein muss, um im Team zu sein. Man kann die Frauen auf vielen Wegen unterstützen. Für Saint Savage gibt es nur aber einen Ort beim Roller Derby, an dem sie glücklich ist: direkt im Geschehen auf dem Feld.