Handballer Martin Strobel nutzt seine Verletzungspause zur Selbstfindung

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Bei der Handball-WM hat sich Martin das Knie verletzt. Wie die Profikarriere des Rottweilers in Balingen weitergeht, ist ungewiss. Bald möchte er wieder auf dem Spielfeld stehen.

„Wenn ich das erste Mal wieder auf dem Spielfeld stehe, kann es sein, dass ich danach vor Glück mit den Tränen kämpfe.“

„Trotz der Verletzung bin ich bei jedem Heimspiel meines Vereins dabei, und wenn es nicht zu weit weg ist, natürlich auch bei den Auswärtsspielen. Im Moment genieße ich es, den Jungs zuzuschauen. Das funktioniert, weil ich weiß, dass ich noch viel zu weit davon weg bin, selbst aufs Spielfeld zu gehen. Je näher das kommt, desto größer wird die Ungeduld. Das wird sicher noch schwieriger für mich.

Martin bleibt optimistisch

Viele fragen mich, wie ich es schaffe, locker und optimistisch mit der Verletzung umzugehen. Ich kann mich nur mit den Dingen auseinandersetzen, die ich beeinflussen kann. Alles Weitere habe ich nicht in der Hand. Klar frag ich mich manchmal, warum ist das jetzt mir passiert, aber ich nagel mich nicht darauf fest. Dafür würde zu viel Zeit und Energie verloren gehen. Die brauche ich, um fit zu werden und mental zu wachsen.

„Wäre dieser Unfall vor zehn Jahren passiert, hätte ich anders reagiert. Aber mit den Erfahrungen bin ich gewachsen.“

Und um optimistisch zu bleiben: Die Tiefen in meinem Leben haben mir immer viel Raum für Selbstreflexion geboten. In solchen Zeiten muss man sich einfach viel mehr mit sich selbst auseinandersetzen. Das ist gut.“

Martin nutzt die Zwangspause, um sich weiterzuentwickeln. „Ich lese viel über Persönlichkeitsentwicklung, notiere wichtige Passagen, schreibe auf, was mich beschäftigt und was meine Etappenziele sind. Das ganze Wissen bringt nichts, wenn man es nicht in sein Leben integriert. Daran arbeite ich.“

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