Ein Mitarbeiter zerlegt Schweinekeulen in einem Schlachtbetrieb.  (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas)

Untreueprozess vor dem Landgericht Trier

Wittlicher Schlachthof-Mitarbeiter zu Geld- und Gefängnisstrafe verurteilt

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Das Landgericht Trier hat zwei ehemalige Mitarbeiter eines Wittlicher Schlachthofs wegen Untreue verurteilt. Das Gericht verhängte eine Gefängnis- sowie eine hohe Geldstrafe.

Der Hauptangeklagte hatte zu Beginn des Prozesses gestanden, von 2011 bis 2013 Schweine bei einem Viehhändler zu teuer eingekauft zu haben. Er habe unter hohem Druck gestanden, dem Schlachthof ausreichend Schweine zu beschaffen. Das Gericht verurteilte ihn zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis.

Simon-Fleisch in Wittlich ist der größte Schweineschlachthof in Rheinland-Pfalz.  (Foto: SWR)
Simon-Fleisch in Wittlich ist der größte Schweineschlachthof in Rheinland-Pfalz: Hier haben die beiden verurteilten Männer gearbeitet.

Geldstrafe für Komplizen

Sein Arbeitskollege gestand, er habe dabei geholfen, den mit einem Viehhändler ausgehandelten Aufpreis zu vertuschen. Das Gericht verhängte gegen ihn wegen Beihilfe zur Untreue eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro.

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Geständnis wirkt strafmildernd

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass dem Schlachthof durch das Handeln der beiden Angeklagten ein Schaden von mehr als 200.000 Euro entstanden sei. Das Gericht würdigte in seinem Urteil die Geständnisse der Angeklagten.

Hauptangeklagter: Keine Absicht, sich zu bereichern

"Die wollten immer mehr schlachten. Und ich sollte die Schweine beschaffen."

Der Hauptangeklagte sagte aus, er habe die Verträge mit dem Viehhändler nicht geschlossen, um sich zu bereichern. Er habe lediglich die Vorgaben seines Arbeitgebers erfüllen wollen, dem größten Schlachthof in Rheinland-Pfalz. Rund 22.000 Schweine schlachtet die Wittlicher Firma Simon Fleisch nach eigenen Angaben jede Woche.

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