Briefzentrum Trier (Foto: SWR)

Im Sommer wirds bunt

Briefzentrum in Trier ist Drehscheibe für Urlaubs-Postkarten

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Maximilian Storr

Vor allem in der Ferienzeit schicken tausende Urlauber Postkarten in ihre Heimat. Kommen sie aus dem Urlaubsland Nummer eins der Deutschen, landen sie zunächst allesamt in Trier.

Wenn Enkelin Lisa ihrer Oma Hilde eine Postkarte aus dem Mallorca-Urlaub nach Berlin schickt, haben Thomas Klein und sein Team die Hände im Spiel. Klein ist Schichtleiter und stellvertretender Bezirksleiter im Trierer Briefzentrum.

Das Zentrum ist die Drehscheibe für Postkarten, aber auch andere Briefe aus Frankreich, Luxemburg, Belgien und Spanien. Gerade in der Urlaubszeit werden jeden Tag tausende Karten aus Trier in die gesamte Bundesrepublik verteilt.

"Wir haben im Normalfall circa 20.000 bis 25.000 Postkarten wöchentlich, in der Urlaubszeit sind es fast 70.000, also weit mehr als das doppelte."

Für Thomas Klein und seine Mitarbeiterinnen wie Viktoria Schmidt ist das Routine. Die Postkarten werden im Zentrum maschinell geordnet. Was die Maschine nicht lesen kann, wird mit der Hand einsortiert.

Viktoria Schmidt arbeitet im Briefzentrum in Trier. Auch sie freut sich im Sommer über die vielen bunten Postkarten. (Foto: SWR)
Viktoria Schmidt arbeitet im Briefzentrum in Trier. Auch sie freut sich im Sommer über die vielen bunten Postkarten.

In der Sommerzeit kann das schon einmal jede dritte Karte sein. "Aber Stress ist das nur in den seltensten Fällen", erzählt Schmidt. Die Mehrarbeit können sie dank gesammelter Erfahrungen gut auffangen. Laut Klein muss im Briefzentrum kein Mitarbeiter auf seinen Sommerurlaub verzichten.

Wer während der Ferien dennoch arbeitet, darf täglich tausende bunte Postkarten bestaunen, die vor allem aus den spanischen Urlaubsregionen nach Trier kommen. Da sind laut Klein nicht selten kuriose Exemplare dabei.

Zum Beispiel Postkarten, die mit Sand gefüllt oder mit Bierdeckeln verziert sind. Vom Ballermann auf Mallorca käme hin und wieder auch die eine oder andere anstößige Karte.

„Wir sagen immer, dass wir eigentlich schon alles gesehen haben, aber es gibt immer wieder was Neues, was sich die Leute einfallen lassen. Das bringt uns dann häufig auch zum Schmunzeln.“

Dass dem einen oder anderen Urlauber auch mal das Lachen vergeht, wenn seine Postkarte erst zwei Wochen nach Urlaubsende ankommt, weiß auch Klein. Im Trierer Postzentrum aber würden die Karten immer direkt bearbeitet werden. "Man muss aber auch bedenken, dass die Postbearbeitung nicht in allen Ländern so ist, wie in Deutschland. Da bleiben die Karten auch gerne ein paar Tage liegen, bevor sie weitergeleitet werden", sagt Klein.

Er und sein Team freuen sich jedenfalls darüber, dass immer noch so viele Menschen ihre Urlaubsgrüße per Post versenden. Trotz Digitalisierung seien es in den letzten Jahren nicht weniger Karten geworden.

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"Gerade diese Urlaubserinnerungen, die will man natürlich auch festhalten auf einer Postkarte. Und wenn man ehrlich ist: Jeder freut sich, wenn er eine Postkarte bekommt und nicht immer nur E-Mails lesen muss."

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