Im Straßenbelag ist ein Loch. Im Hintergrund sieht man die rote Fassade des Wiesbadener Hauptbahnhofs.

Zu viel Verkehr war die Ursache

Reparatur nach Wasserrohrbruch am Hauptbahnhof Wiesbaden dauert länger

Stand
Autor/in
Lucretia Gather
Tjada Huchtkötter
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Sabine Steinbrecher
Sabine Steinbrecher ist Reporterin im SWR Studio Mainz

Nach dem Wasserrohrbruch am Wiesbadener Hauptbahnhof Ende Juni werden sich die Reparaturarbeiten wohl noch länger hinziehen. Denn mittlerweile ist klar: Auch die Rohrschachtanlage in Höhe des Bahnhofsvorplatzes wurde beschädigt.

Nach Angaben der Stadt Wiesbaden muss die Anlage komplett erneuert werden. Dafür müssten Leerrohre über eine Strecke von 600 Metern verlegt werden. Allein durch diese Maßnahme werde sich die Bauzeit um etwa eine weitere Woche verlängern.

Infos zur genauen Bauzeit eventuell nächste Woche

Im Moment wird die Rohrschachtanlage in Richtung Tankstelle auf Schäden untersucht und auch die Standsicherheit der Ampelanlagen muss vom Tiefbauamt geprüft werden. Parallel wird weiter untersucht, wie tief das Wasser in den Boden eingedrungen ist.

Dafür sind laut Stadt weitere sogenannte Suchschürfen notwendig. Die können mehrere Meter tief in den Boden vordringen. Ein Ortstermin am Montag soll endgültige Aussagen zur genauen Bauzeit möglich machen, so die Stadt.

Busverkehr zwischen Mainz und Wiesbaden betroffen

Da der Gustav-Stresemann-Ring am Hauptbahnhof in beiden Richtungen gesperrt bleibt, ist auch der Busverkehr zwischen Mainz und Wiesbaden eingeschränkt. Fahrgäste müssen sich auf Busausfälle einstellen. Nach Angaben des Energieversorgers ESWE könnte die Sperrung mehrere Wochen dauern.

Betroffen sind auch Buslinien zwischen Mainz und Wiesbaden. Die Busse würden zwar fahren, es könnten aber nicht alle Ziele in Wiesbaden angefahren werden. Die Linien 6, 28 und 33 fahren nach Angaben der Mainzer Mobilität nur bis zu den Haltestellen Mainzer Straße/1. Ring beziehungsweise bis zum Statistischen Bundesamt.

Sanierung von Fahrbahnen am Hauptbahnhof Wiesbaden wird vorgezogen

In der Zwischenzeit gehen die Arbeiten verstärkt weiter. Das Tiefbau- und Vermessungsamt nutzt die Gelegenheit und will weitere Bereiche, die direkt an die betroffene Stelle angrenzen, mitsanieren. Denn in den nächsten ein bis zwei Jahren wäre an der betroffenen Kreuzung ohnehin eine neue Fahrbahndecke notwendig geworden, die eine Großbaustelle bedeutet hätte. Das wird jetzt einfach vorgezogen. Die alte Fahrbahndecke wird abgefräst und eine neue eingebaut.

Kaputtes Rohrstück am Hauptbahnhof wurde ausgetauscht

Ende Juni war ein gusseisernes Rohr des Wasserversorgers Hessenwasser unter dem Asphalt der Friedrich-Ebert-Allee geplatzt. Dadurch war die Straße unterspült worden. Das kaputte Wasserrohr konnte zwar schnell erneuert worden. Bis der Untergrund auf weitere Hohlräume untersucht wurde, muss jedoch der 1. Ring in diesem Bereich weiter gesperrt bleiben.

Ursache für Wasserrohrbruch vermutlich zu hohe Verkehrsbelastung

Ein Sprecher von Hessenwasser vermutet, dass der zusätzliche Verkehr, der wegen der Sperrung der Salzbachtalbrücke durch die Innenstadt geleitet wurde, die Straße zu stark belastet hat und es deshalb zu dem Wasserrohrbruch gekommen ist.

Die Salzbachtalbrücke war zweieinhalb Jahre gesperrt. Der achtspurige Ring vor dem Wiesbadener Hauptbahnhof war eine der Ausweichstrecken, auch für den Schwerlastverkehr. Möglicherweise war das zu viel Druck für die Straßen.

Auch Trinkwasserversorgung war von Wasserrohrbruch betroffen

Während es zunächst hieß, es gebe keine Auswirkung auf die Wasserversorgung der privaten Haushalte in Wiesbaden, meldete die Stadt Eltville im Rheingau am Donnerstag Einschränkungen. Die sogenannte Wasserampel stand deswegen zeitweise auf "rot".

Der Wasserversorger hatte die Einwohner aufgefordert, Gärten nicht mehr zu bewässern, kein Trinkwasser zum Waschen von Autos zu nutzen und Pools nicht zu befüllen.

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