Unfallstelle im Tunnel Mainz-Hechtsheim (Foto: Pressestelle, Feuerwehr Mainz)

Fahrer wohl zu schnell unterwegs

Sechs Verletzte bei Unfall im Tunnel Mainz-Hechtsheim

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Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 60 im Tunnel Mainz-Hechtsheim sind am Freitagabend sechs Menschen verletzt worden. Der Tunnel war in Richtung Darmstadt für zweieinhalb Stunden gesperrt.

Nach Polizeiangaben war ein 34-jähriger Autofahrer mit stark überhöhter Geschwindigkeit in den Autobahntunnel gerast. Dort soll er laut Zeugen versucht haben, andere Fahrzeuge rechts zu überholen. Dabei nutzte er auch den Beschleunigungsstreifen einer Auffahrt im Tunnel. Dort wollte ein 64-Jähriger mit seinem Wagen gerade auf die A60 fahren. Beide Fahrzeuge kollidierten mit solcher Wucht, dass das Auto des 64-Jährigen gegen die Betonwand des Tunnels katapultiert wurde.

Der 64-Jährige, seine beiden Mitfahrerinnen und ein einjähriges Kind wurden verletzt. Der Wagen des Unfallverursachers überschlug sich und kam erst nach 75 Metern schwer beschädigt zum Stillstand. Der 34-Jährige und sein 10-jähriger Sohn zogen sich Verletzungen zu. Die insgesamt sechs Verletzten wurden alle ins Krankenhaus gebracht.

Unfallverursacher stand unter Alkoholeinfluss

Der 34-Jährige war nach Angaben der Polizei bereits zuvor durch seine Fahrweise aufgefallen. Am Autobahnkreuz Mainz/Süd überholte er nach Zeugenaussagen in einer Baustelle bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h andere Fahrzeuge auf dem rechten Fahrstreifen mit einer Geschwindigkeit von annähernd 150 km/h. Kurz darauf sei er dann mit deutlich zu hohem Tempo in den Tunnel gefahren. Der Mann stand der Polizei zufolge unter Alkoholeinfluss.

Feuerwehrleute werden von im Stau stehenden Autofahrern beschimpft

Während der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten musste die A60 in Richtung Darmstadt von etwa 20 Uhr bis 22:30 Uhr voll gesperrt werden. Dadurch kam es zu Verkehrsbehinderungen. Nach Angaben der Feuerwehr Mainz passte dies wohl einigen Autofahrern nicht. Es seien mehrere Feuerwehrleute an der Unfallstelle beschimpft und beleidigt worden.

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SWR