Ausser Wein gibt es viele weitere Attraktionen auf dem Mainzer Weinmarkt. Vielerlei Speisen, Livemusik und natürlich jede Menge gutgelaunte Menschen (Foto: SWR, Antje Seemann)

Kein Wasser, kein Strom

Pannen beim Mainzer Weinmarkt

STAND

Nach zwei Jahren Corona-Pause hatten sich viele auf den Mainzer Weinmarkt gefreut. Ausgerechnet am Eröffnungstag gab es dann zu wenig Wasser und am Samstagabend fiel auch noch der Strom aus.

Ab 21 Uhr ging am Samstagabend wegen des Stromausfalls für zwei Stunden bei einem Teil der Stände nichts mehr. Die Winzer hatten Probleme mit der Kühlung ihrer Weine. Sie konnten ihre Flaschen nicht mehr kalt halten. Warmen Wein wollten sie nicht ausschenken.

Auch für die Imbissbuden war der Stromausfall ein Problem. Viele Betreiber mussten ihre Stände schließen, weil sie keine Bratwurst oder Pommes zubereiten konnten. Trotz langer Schlangen konnten sie ihre Kunden nicht mehr bedienen.

Standbetreiber verärgert über Stromausfall

Marco Sottile von der Interessengemeinschaft Mainzer Schausteller und Marktbeschicker schätzt, dass etwa ein Drittel aller Stände ohne Strom war.

"Der Stromausfall kam zu einer Uhrzeit, in der der Weinmarkt extrem stark besucht ist, für unseren Crêpe-Stand fast eine Katastrophe“.

Betroffen waren sowohl der Stadtpark als auch der Rosengarten. Sottile geht davon aus, dass sein Crêpe-Stand 40 Prozent weniger Tagesumsatz durch den Stromausfall gemacht hat.

Ähnlich sieht es bei Helmut Husar am Süßwarenstand aus. Dort konnten Mandeln nicht mehr gebrannt, Popcorn nicht mehr erhitzt werden. Auch die elektronischen Waagen gingen nicht mehr. Zum Glück, sagt Husar, werde an seinen anderen beiden Ständen Essen mit Gas zubereitet, so hätte man Champignons weiter verkaufen können, wenn auch ohne Licht am Stand.

Auch die Winzer hatten weniger Einnahmen. Teilweise konnten sie Kerzen aufstellen. Aber das Geschäft lief Samstagabend nicht gut. Viele Menschen kamen dann nicht mehr zu den dunklen Ständen, sagt Winzer Christian Lorch.

Ursache war Kurzschluss im Hauptverteilerkasten

Der Veranstalter, die mainzplus Citymarketing, bedauert die Pannen. Geschäftsführer Marc Andrè Glöckner teilte auf Anfrage mit, der Stromausfall sei durch einen Kurzschluss in einem Hauptverteilerkasten verursacht worden.

Techniker hätten daraufhin den Strom anders verteilen müssen. Das habe zu Ausfällen zwischen 21 und 0 Uhr geführt. Noch in der Nacht habe mainzplus eine Mail an die Standbetreiber verschickt. 

"Wir suchen nun das Gespräch mit Betroffenen, um herauszufinden, wie fatal der Stromausfall wirklich war.“

Zu wenig Wasser bei Eröffnung

Warum es am Eröffnungsabend auf dem Mainzer Weinmarkt vorübergehend zu wenig Wasser gab, erklärte Glöckner mit planerischen Problemen.

Als Toiletten und Weinstände plötzlich kein Wasser mehr hatten, habe der Veranstalter zusammen mit den Stadtwerken zusätzlich Wasser aus Hydranten bereitgestellt.

Pannen müssen künftig verhindert werden

Marco Sottile vom Interessenverband der Mainzer Schausteller und Marktbeschicker sagte, man werde darüber reden müssen, wie so etwas künftig verhindert werden kann. Er rechne nicht damit, dass die Einnahmeausfälle vom Veranstalter kompensiert werden.

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