Damit weiterhin genug Trinkwasser aus der Leitung sprudelt, soll das Wasswerk Eich mehr Wasser für Mainz fördern (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Spatenstich für Millionenprojekt

Wasserwerk Eich soll mehr Trinkwasser für heiße Tage liefern

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Wasser ist Leben. Und der Verbrauch steigt. Damit in Mainz und dem Umland vor allem an heißen Sommertagen genug zur Verfügung steht, bekommt das Wasserwerk in Eich zwei neue Brunnen.

3.800 Kubikmeter Wasser pro Stunde können die drei Wasserwerke der Mainzer Stadtwerke Hof Schönau bei Rüsselsheim, Eich und Petersaue aktuell maximal liefern. Doch das könnte bald zu wenig sein. Die Mainzer Stadtwerke wollen deshalb zur Sicherung der Trinkwasserversorgung in den nächsten Jahren insgesamt 90 Millionen Euro investieren.

Das Eicher Wasserwerk macht den Anfang. 1.250 Kubikmeter Trinkwasser werden dort bisher pro Stunde gefördert. Wenn Umbau und Erweiterung in vier Jahren fertig sind, sollen es 1.750 Kubikmeter sein. 13 Millionen Euro wird der Bau von zwei neuen Brunnen kosten, die aus dem Uferfiltrat des Rheins Trinkwasser fördern.

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Neue Wasserenthärtungsanlage in Eich geplant

Anschließend soll die Wasserenthärtungsanlage ersetzt werden. Die bestehende Anlage sei veraltet und schränke die Förderleistung in Eich ein. Mit neuen Filterstufen soll das Werk künftig die maximale Förderleistung bringen können.

Das Wasserwerk Eich wird für bessere Trinkwassergewinnung erweitert. (Foto: Pressestelle, Mainzer Stadtwerke)
Das Wasserwerk Eich wird für bessere Trinkwassergewinnung erweitert. Im Foto (v.l.n.r.): Michael Worch, Geschäftsführer der Mainzer Netze GmbH, der Technische Vorstand der Mainzer Stadtwerke AG, Dr. Tobias Brosze und Projektleiter Kai Schütz beim symbolischen Spatenstich. Pressestelle Mainzer Stadtwerke

Die Stadtwerke planen in den nächsten Jahren auch, die anderen beiden Wasserwerke auf Hof Schönau bei Rüsselsheim sowie auf der Petersaue zwischen Mainz und Wiesbaden zu modernisieren. Zudem soll die zehn Kilometer lange Rohrleitung von Hof Schönau bis Mainz erneuert werden.

Investiert werden soll auch in die Hochbehälter. Sie dienen bei extremer Trockenheit als Reserve zur Wasserversorgung der rund 265.000 Kundinnen und Kunden in Mainz, Teilen von Rheinhessen und im Landkreis Groß-Gerau (Hessen).

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