Das Schlosshotel in Rockenhausen. (Foto: SWR)

Wenn ein Prinz von Thurn und Taxis anruft

Rockenhausen: Ordensritter wollen Schlosshotel kaufen

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Helen Roth
Helen Roth (Foto: SWR)

Die Stiftung des Prinzen von Thurn und Taxis will das Schlosshotel in Rockenhausen kaufen. Die Stadt prüft das Angebot nach eigenen Angaben gerade.

Ein Pflegehotel mit Gastronomie – das soll, wenn es nach Philipp Prinz von Thurn und Taxis geht, im Rockenhausener Schlosshotel entstehen. Ältere und pflegebedürfte Menschen sollen dort auf einem gehobenen Niveau gepflegt und medizinisch versorgt werden. Auch die Gastronomie soll hochwertig sein und mit regionalen Produkten arbeiten, erklärt die Stiftung aus Lichtenstein in ihrem Konzept an die Stadt. Sie trägt den klangvollen Namen "Ordensritter des salmonischen Tempels zu Jerusalem". Der Prinz ist ihr Geschäftsführer.

Neben dem Prinzen gibt es zwei weitere Interessenten

Neben der Stiftung des Prinzen gibt es laut dem Bürgermeister von Rockenhausen, Michael Vettermann (FDP), noch zwei weitere Interessenten. Anna Schreiber aus Katzenbach möchte eine gemeinnützige GmbH gründen und das Hotel-Restaurant als Gesellschafterin im Rahmen eines Inklusionsbetriebs führen. Kulturveranstalterin Lydia Thorn Wickert hat wiederum ein Konzept zur Gründung einer internationalen Musikakademie eingereicht. Sie möchte einen Mischbetrieb aus Hotel und Kultur im Schlosshotel realisieren.

Das Konzept der Stiftung wird als Favorit gehandelt

Obwohl die Stadt Rockenhausen eigentlich das Schloss nach Angaben von Vettermann lediglich verpachten und nicht verkaufen wollte, habe das Konzept der Stiftung gerade die Nase vorne. Das liege auch daran, dass Teile des Hotels und der Schlosspark weiter öffentlich genutzt werden könnten. So will die Stadt unter anderem weiterhin Konzerte im Schlosspark veranstalten. Auch der Trausaal soll für die Gemeinde weiterhin zur Verfügung stehen. Bisher habe sich der mögliche neue Eigentümer sehr kooperativ gezeigt, so der Stadtchef. Dennoch lässt die Stadt nach eigenen Angaben das Angebot des Prinzen gerade intern und extern prüfen.

Nach Pleiten will Rockenhausen eine sichere Lösung

Aktuell steht das Schlosshotel leer. Im Februar hatte sich die Stadt nach einem einjährigem Rechtsstreit von Prima Hotels getrennt. Das insolvente sächsische Unternehmens hatte sich lange gegen den Auszug gewährt. Das verwaiste Schloss koste die Stadt, laut Vettermann, jeden Tag Geld. Nimmt man als Ausgangspunkt die zuletzt gezahlte Pacht, sind es rund 200 Euro. Dennoch wolle die Stadt, das bekräftigt der Bürgermeister, nichts in Sachen Schlosshotel überstürzen. Am 12. Oktober will der Prinz das Konzept zum Pflegehotel in einer Stadtratssitzung öffentlich vorstellen.

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