Ein Transportschiff auf dem Rhein bei Niedrigwasser (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Klimazukunft 2050

So verändert der Klimawandel die Seen und Flüsse in Rheinland-Pfalz

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Axel Weiß, Stefanie Peyk, Rafaela Rübsamen

Wir schreiben das Jahr 2050. Für die Schifffahrt auf dem Rhein wird Niedrigwasser immer öfter zum Problem. Und die höheren Wassertemperaturen machen eine Abkühlung in den Badeseen von Rheinland-Pfalz immer schwieriger - ein Szenario in Schlaglichtern.

Niedrigwasser im Sommer hat das Transportaufkommen auf dem Rhein, der wichtigsten Wasserstraße Europas, um zehn Prozent sinken lassen. Die nachlassende Niederschlagsmenge wird 2050 aber noch teilweise durch vermehrt schmelzendes Gletscherwasser aus den Alpen ausgeglichen. Doch bis 2100 wird sich die Zahl der Niedrigwassertage etwa am Pegel Kaub sogar verdoppeln auf bis zu 50. Alle fünf bis 15 Jahre sind dann Niedrigwasser wie im Trockenjahr 2018 zu erwarten. Dann kann der Rhein ein Viertel weniger Güter transportieren als noch 2020. 

Die Atomkraftwerke am Rhein sind 2050 abgebaut, sie hätten wegen fehlenden Kühlwassers auch nicht mehr betrieben werden können.

Auch kleinere Gewässer leiden

Schon in den 2020er Jahren sind im Oberrheingraben im Sommer immer wieder kleinere Gewässer trockengefallen, beispielsweise der Otterbach in der Pfalz. Wegen des Klimawandels versiegen auch Quellen in Mittelgebirgen. Trockenheit ist aber nur eine Seite der Medaille. Auch Überflutungen haben zugenommen.

Mehr Überschwemmungen an Rhein und Nebenflüssen

Von wegen nur alle hundert Jahre: Alle 20 bis 50 Jahre ereignen sich inzwischen "Jahrhunderthochwasser". Dabei werden hunderte Kilometer Autobahn und zahlreiche Häuser mehr als doppelt so häufig überschwemmt wie früher. Auch Siedlungsgebiete hinter den Haupthochwasserdämmen des Rheins, die noch in den 2000ern als sicher galten, mussten inzwischen teilweise geräumt werden - etwa entlang der B9 zwischen Worms und Mainz. Die zum Schutz gegen extremes Hochwasser gebauten Rückhaltebecken entlang des gesamten Oberrheins kamen seit 2025 bereits mehrfach zum Einsatz. 

Giftige Bakterien verhindern das Baden in Seen

Noch 2021 waren die allermeisten Gewässer und Badeseen im Südwesten in einem guten Zustand. Durch die Erwärmung kam es aber immer häufiger zur Verbreitung von Blaualgen, die das Wasser mit giftigen Stoffen belasteten. Baden wurde so immer seltener möglich. Sauerstoffmangel sorgt auch für ein häufiges Umkippen von immer mehr Seen, die zudem oft schon im Frühsommer völlig mit Grünalgen zuwachsen.  

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