Ärzte und Patient nach der ersten robotergestützten Operation eines Beckenringbruchs. (Foto: BG Klinik Tübingen)

Weltpremiere

BG Unfallklinik in Tübingen operiert erstmals Beckenringbruch mit Roboterhilfe

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Die BG Unfallklinik Tübingen hat als weltweit erste Klinik einen Patienten mit einer Beckenringfraktur robotergestützt operiert. Laut Klinik verlief die Operation erfolgreich.

Obwohl robotergestützte Operationen in der Medizin keine Seltenheit mehr sind, wurde diese Methode bislang noch nie bei einer solchen Verletzung eingesetzt, heißt es in einer Mitteilung der BG Unfallklinik. Das Team habe dafür mit dem Tübinger Universitätsklinikum zusammengearbeitet.

Mit Roboter nur minimaler Eingriff

Normalerweise müsse man für so eine Operation einen zehn Zentimeter langen Schnitt machen, der einem Kaiserschnitt ähnlich sei, so die BG Unfallklinik. Dabei müssten Bauchmuskeln durchtrennt und teilweise vom Knochen gelöst werden, um Platz für eine stabilisierende Stahlplatte zu schaffen. Mehrere Ärzte der BG Unfallklinik haben laut Mitteilung nun bei einem Patienten nur einen zwei Zentimeter langen Schnitt gebraucht. Mit Hilfe des Roboters habe man dann minimalinvasiv Platz für die Stahlplatte geschaffen.

Patient ist wohlauf

Dank des robotergestützten Eingriffs treten laut Klinik nach der Operation viel weniger Schmerzen auf. Außerdem werde die Mobilisation deutlich beschleunigt, sagen die Mediziner. Der 53-jährige Patient aus Weil der Stadt (Kreis Böblingen) konnte mit der neuen Operationsmethode gut versorgt werden, so die Klinik. Kurz nach der Operation konnte der Mann bereits aufstehen und fast schmerzfrei gehen. Die Verletzung hatte sich der 53-Jährige bei einem Unfall zugezogen.

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