Rote Äpfel liegen auf einer Streuobstwiese bei DettingenErms (Foto: SWR, Thomas Scholz)

Mehr Fallobst wegen Trockenheit

Apfelernte im Kreis Reutlingen beginnt früher

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Die Apfelernte im Kreis Reutlingen beginnt wegen der Trockenheit 14 Tage früher als üblich. Weil es viel Fallobst gibt, bietet das Landratsamt Tipps zur fachgerechten Entsorgung.

Die lange Trockenheit bringt die Apfel- und Birnbäume dazu, ihre Früchte wegen des Wassermangels fallen zu lassen. Die Ernte beginnt deshalb früher und es gibt deutlich mehr Fallobst als in regenreicheren Jahren. Viele Obstbäume leiden unter der trockenen Witterung und lassen die Früchte, die sie nicht mit Wasser versorgen könnten, fallen, so Mark Müller, Grünflächenberater des Landratsamtes Reutlingen. Außerdem sind die Früchte kleiner als in sonst.

Aus dem SWR-Studio Tübingen Reporterin Anne Schmidt:

Landratsamt empfiehlt, Kuchen zu backen

Kleine Früchte von Bäumen früher Sorten könne man beispielsweise für Kuchen verwenden, so Mark Müller. Für Saft und Most seien sie weniger geeignet. Fallobst könne man liegen lassen oder auf Grünschnittplätze bringen. Bis zu 100 Kilo Obst dürften pro Haushalt angeliefert werden. Kleinere Mengen könne man über den Biomüll entsorgen oder in den eigenen Komposthaufen einarbeiten, so Müller.

Stadt Metzingen hat Grube gegraben

In Dettingen im Ermstal (Kreis Reutlingen), so erläuterte Roland Heinkel vom Obst- und Gartenbauverein Dettingen, habe die Gemeinde dafür gesorgt, dass kleine Mengen Fallobst auf dem örtlichen Häckselplatz abgeliefert werden könnten - allerdings getrennt von Grünschnitt und Holz. Die Stadt Metzingen hat ihren Wertstoffhof aufgerüstet. Dort wurde extra eine Grube gegraben. Privatpersonen können bis zu 200 kg Obst abliefern, wenn sie in Metzingen, Neuhausen oder Glems wohnen.

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