Vier Menschen stehen mit Anglerhosen im Bachbett (Foto: SWR)

Regelmäßige Kontrollen mit Experten

Gewässerschau für besseren Schutz bei Hochwasser in Freiburg

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AUTOR/IN
Matthias Schlott
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Laura Könsler

Um Gewässer vor Hochwasser besser zu schützen, kontrolliert die Stadt Freiburg ihre Fließgewässer regelmäßig auf mögliche Gefahrenstellen. Anrainer haben einiges zu beachten.

Alle fünf Jahre werden die Fließgewässer auf Freiburgs Gemarkung kontrolliert. Besonderes Augenmerk gilt dabei möglichem Treibgut oder Gefahrenstellen im Falle eines Hochwassers.

Schwemmgut möglichst vermeiden

Wenn Hochwasser alles mitreißt, was sich in Ufernähe befindet oder wenn sich Treibgut an Brücken oder Engstellen anstaut, dann wird das bei einem Hochwasser gefährlich. Solche Bilder sind vielen noch gut von der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 im Gedächtnis. Doch um das zu vermeiden, wird bei einer sogenannten Gewässerschau auch der Eschbach im Osten Freiburgs genauer untersucht.

Eine Frau zeigt etwas am Hang (Foto: SWR)
Christine Gruhler vom Freiburger Gartenamt trägt zusammen mit ihren Kolleginnen mögliche Hindernisse in eine digitale Karte ein. Auch Schwemmgut in Ufernähe muss beseitigt werden.

Problematische Stellen werden markiert

Hier halten Experten vom Garten- und Umweltamt nach möglichen Gefahrenstellen Ausschau. Das heute harmlos dahinplätschernde Gewässer mündet in etwa einem Kilometer in die Dreisam. Dort wo der Bach nahe an Häuser und Privatgrundstücke heranreicht, markieren die Experten die Stellen, die beim nächsten Hochwasser Probleme machen könnten.

"Ganz viele Komposthaufen sind oft das Problem. Oder auch Zäune, Treppen, irgendwie wilder Uferverbau. Auch Mauern, weil die Leute noch eine Terrasse am Gewässer haben möchten." 

Frau fotografiert Rohr (Foto: SWR)
Auch Rohre, die in das Gewässer einleiten, sind für die Experten von Interesse.

Gibt es sichtbare Uferabbrüche? Finden sich Hinweise auf möglicherweise illegale Einleitungen? Zu den weiteren Gefahrenpunkten zählen auch Bäume, deren Wurzeln schon unterspült sind. Auch das Gespräch mit neugierigen Anwohnern gehört dazu.

"Da machen sich viele gar keine Gedanken darüber, dass sie sich da eigentlich eine Gefahrenquelle für sich selber schaffen und sie dann nachher das Wasser aufgrund ihrer eigenen Ablagerungen dann im eigenen Garten und im eigenen Keller stehen haben."

Und damit das nicht passiert, werden in Freiburg rund 130 Kilometer Fließgewässer immer im Abstand von fünf Jahren kontrolliert.

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