In Endingen dreht sich während der fünften Jahreszeit vieles um die Jokili, die Hauptfigur der Endinger Narrenzunft. Beim ersten "Fasnetssachenflohmärkt" waren neben Jokili-Utensilien auch andere bunte Kostüme und Accessoires gefragt. Die Organisatoren wollten mit dem Flohmarkt auch auf ihr Engagement aufmerksam machen.
SWR-Reporter Mario Schmidt war beim ersten Flohmarkt seiner Art in der südbadischen Fastnachtshochburg dabei:
Großer Ansturm bei der Premiere
Bereits vor der Eröffnung des Flohmarktes um 11:11 Uhr warteten rund 100 Menschen vor dem Endinger Bürgerhaus. Insgesamt 26 Händlerinnen und Händler waren gekommen, um ihre ausgedienten Kostüme in allen Farben und Größen zu verkaufen - auch neuwertige Kleidung und Jokili-Larven wurden angeboten.
Wir wollen dafür sorgen, dass die Leute nicht nur im Internet nach Kostümen suchen.
Zahlreiche Familien mit Kindern und viele ältere Endinger waren gekommen. Vier Wochen vor den närrischen Hochtagen wollen sie für sich das passende Kostüm finden. Auswahl gab es genug. "Wenn man in der Fastnacht aktiv ist, hat man jedes Jahr ein oder zwei Kostüme, die dazukommen", sagt Goran Novakovic vom Narrennest der Biehli Dörfler, der den Flohmarkt dazu nutzen will, "dass man die Schränke ausmistet."

Endinger Narrennester suchen Nachwuchs
Den Flohmarkt haben die Organisatoren der Endinger Narrennester schon länger geplant - die Idee dazu stammt aus dem Rheinland. "In Köln ist so ein Flohmarkt für gebrauchte Narrensachen in jedem Stadtteil", sagt Axel Hinz von den Jokilibrünnler, der vom Zuspruch begeistert ist: "Wir wussten nicht was kommt, aber der Ansturm ist gigantisch."
Die Narrennester sind fester Bestandteil der Endinger Fastnacht. Sie veranstalten Kappenabende und sind Teil des großen Umzugs durch die Altstadt an Rosenmontag. Von den ursprünglich 13 Narrennestern, die in den 1960er-Jahren gegründet wurden, sind heute aber nur noch sieben aktiv. Gemeinsame Veranstaltungen wie den "Fasnetssacheflohmärkt" soll es deshalb auch in Zukunft geben. Zusammen wolle man auf die Bedeutung der Narrennester aufmerksam machen und Interessierte zum Mitmachen bewegen, sagt Goran Novakovic.