Das Schaufenster des neuen deutsch-ukrainischen Kulturzentrums bei Nacht. (Foto: SWR)

Workshops, Vorträge, Samstagsschule

Deutsch-Ukrainisches Kulturzentrum in Freiburg eröffnet

Stand
AUTOR/IN
Elisabeth Marx
Damian Correa Koufen

In der Freiburger Innenstadt ist am Samstagabend das Kulturzentrum der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft eröffnet worden. Auf dem Programm stehen Ausstellungen und Workshops.

Zu der Eröffnung des neuen Kulturzentrums der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft (DUG) kamen rund 50 Besucher. Der neue Begegnungsort liegt in der Freiburger Innenstadt, direkt beim Augustinermuseum.

Eröffnung des Deutsch-Ukrainischen Kulturzentrums Freiburg (Foto: SWR)
Ein ukraninischer Chor bei der Eröffnung des Kulturzentrums.

Foto-Ausstellung zur Eröffnung

Im Mittelpunkt stand bei der Eröffnung neben ukrainischer Chormusik und mehreren Reden die Foto-Ausstellung "Ukraine – Leben im Krieg" von Till Mayer. Auf den eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Bildern zeigt der Foto-Journalist den Alltag der Menschen in der Ukraine in den letzten zwei Jahren. Seit 2017 dokumentiert er den Krieg im Donbas, seit dem Ausbruch des Angriffs auf die gesamte Ukraine reist er jeden Monat in das Land.

Fotograf Till Mayer (links) und die Vorsitzende der deutsch-ukrainischen Gesellschaft Oksana Vyhovska (rechts) vor dem Foto eines Soldaten im Krieg. (Foto: SWR)
Fotograf Till Mayer (links) und die Vorsitzende der deutsch-ukrainischen Gesellschaft Oksana Vyhovska (rechts).

Deutsch-Ukrainische Gesellschaft suchte jahrelang nach Räumen

Die Vorsitzende des Vereins, Oksana Vyhovska, zeigte sich erleichtert. Die Idee mit dem Kulturzentrum habe der Verein schon seit Jahren, mit Beginn des Angriffskriegs sei das Anliegen noch dringlicher geworden. Der Verein fand jedoch zunächst keine Räumlichkeiten für das Projekt.

Kulturzentrum besonders für ukrainische Kinder wichtig

Das Zentrum sei besonders für Kinder wichtig, die dort fernab ihrer Heimat ihre Sprache und Kultur pflegen können, so Vyhovska. Die Veranstaltungen richten sich aber auch an Freiburgerinnen und Freiburger, die neugierig auf die ukrainische Kultur sind.


Dieses Zentrum ist wie ein zweites Zuhause für die Ukrainer, die in Deutschland Hilfe bekommen haben"

Buntes Programm in den nächsten Wochen

Auf dem Programm stehen beim Kulturzentrum in den nächsten Wochen verschiedene Workshops, Vorträge und psychologische Beratung für Geflüchtete. Mit Benefizkonzerten und Spendenaktionen unterstützt das Projekt notleidende Ukrainer.

Das Kulturzentrum organisiert einen Chor, jedes Wochenende gibt es eine ukrainische Samstagsschule. Genaue Öffnungszeiten gibt es nicht, das Zentrum soll aber an möglichst vielen Tagen geöffnet sein und zu einem regen Ort des kulturellen Austausches in der Region werden, sagt Vyhovska.

Stand
AUTOR/IN
Elisabeth Marx
Damian Correa Koufen