Schülerinnen im Unterricht von hinten (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Felix Kästle/dpa)

69 verschiedene Standorte

Sommerschulen in Baden-Württemberg bieten Lernen in Kleingruppen und Erholung

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In den letzten beiden Wochen der Sommerferien in Baden-Württemberg finden auch in diesem Jahr die Sommerschulen statt. Lernen wird mit einem bunten Rahmenprogramm kombiniert.

Lernen für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch sowie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm - das bieten die Sommerschulen in Baden-Württemberg in den letzten zwei Wochen der Sommerferien. In der Regel beläuft sich das Programm auf eine Woche.

Insgesamt 69 Standorte - 64 allgemeinbildende Schulen und fünf Berufsschulen - nehmen in diesem Jahr an dem Projekt teil, um die Schülerinnen und Schüler auf das kommende Schuljahr vorzubereiten. So bietet unter anderem das Evangelische Jugendwerk in Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen) gemeinsam mit der Teck-Realschule Erlebnispädagogik an. Die Schwäbisch Hall Unicorns sorgen für Bewegung am Evangelischen Schulzentrum Michelbach.

Lernen und Erholung bei den Sommerschulen in BW

Es soll mit Schwung ins neue Schuljahr gehen, betonte Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) am Montag in einer Mitteilung. "Die Angebote der Sommerschulen bieten fachliche Angebote, aber auch ein Erholungsprogramm, sodass Schülerinnen und Schüler vor Schulbeginn gefordert, aber nicht überfordert werden", sagte Schopper. Ein großes Dankeschön ging außerdem an die engagierten Lehrkräfte, die diese Programme unterstützen.

Die Sommerschulen versuchen, die schulischen Lerninhalte zu ergänzen. Zusätzlich soll das Rahmenprogramm die interkulturellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler stärken. Dabei werden Themenschwerpunkte wie beispielsweise Nachhaltigkeit und Umwelt, Sprachförderung, berufliche Orientierung oder Bewegung gesetzt. Die Kinder und Jugendlichen werden in Kleingruppen unterrichtet, sodass die Lehrkräfte individuell auf die Bedürfnisse eingehen können. Die Lehrkräfte sprechen die Schülerinnen und Schüler meist selbst auf das Angebot an.

Aus der SWR-Redaktion Landespolitik, Astrid Meisoll:

Alternative Option "Lernen mit Rückenwind"

Wer bei diesem Angebot nicht fündig wird, kann sich auch beim Programm "Lernen mit Rückenwind" umschauen. Einige Kooperationspartner bieten ebenfalls fachliche und sozial-emotionale Förderungen an. Schülerinnen und Schüler haben außerdem die Möglichkeit, Bildungsgutscheine einzulösen. Im Fokus steht bei beiden Programmen die Vorbereitung auf das neue Schuljahr. Mit Unterstützung sollen Lernlücken, die beispielsweise in der Corona-Pandemie entstanden sind, geschlossen werden.

Im vergangenen Jahr nahmen rund 3.000 Kinder und Jugendliche an 81 Standorten an den Sommerschulen teil. Dieses Jahr werden die Sommerschulen mit 950.000 Euro vom Kultusministerium unterstützt.

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