Jede Woche kommen 35 bis 40 weitere Menschen in Ulm an, die vor Krieg und Gewalt geflüchtet sind und hier Schutz suchen, berichtet die Stadt Ulm. (Symbolbild) (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Soeren Stache)

Kreise, Städte und Gemeinden suchen nach Unterbringungen

Zu wenig Unterkünfte für Geflüchtete in Mannheim, Heidelberg und Umgebung

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Sarah Hennings

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine suchen mehrere tausend geflüchtete Menschen in der Rhein-Neckar-Region Schutz. Probleme gibt es vor allem bei der Unterbringung.

In Mannheim sind nach Angaben eines Stadtsprechers rund 3.700 Geflüchtete aus der Ukraine mit einem Wohnsitz gemeldet (Stand: Dezember 2022). Weitere 800 Menschen aus anderen Regionen der Welt - darunter Syrien, Afghanistan und Indien - sind in kommunalen Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Damit sind nach Angaben der Stadt derzeit alle vorhandenen Unterkunftsmöglichkeiten erschöpft. Man suche ständig nach neuen Unterbringungen.

Heidelberg will mehr Platz für Geflüchtete schaffen

Ein ähnliches Bild zeigt sich in Heidelberg: Über 1.800 Geflüchtete sind laut Stadt in diesem Jahr dort angekommen – die meisten unter ihnen stammen aus der Ukraine. Viele leben privat bei Bekannten. Dennoch sucht die Stadt fortlaufend nach Unterkünften für Geflüchtete, auch um in den Gemeinschaftsunterkünften Platz für Neuankömmlinge zu schaffen.

Rhein-Neckar-Kreis hofft auf Platz in Hotels und Pensionen

Im Rhein-Neckar-Kreis sind in diesem Jahr nach eigenen Angaben über 6.000 Geflüchtete angekommen. Zahlreiche Menschen seien in Gemeinschaftsunterkünften untergekommen. Der Kreis sucht nun vor allem nach größeren Unterkünften wie Hotels und Pensionen.

"Wir bitten alle Menschen, die eine größere Immobilie zur Verfügung haben, um Mithilfe, damit wir Flüchtlingen Schutz und ein Stück Normalität bieten können."

Neckar-Odenwald-Kreis mietet unter anderem Wohnungen an

Auch der Neckar-Odenwald-Kreis verzeichnet für das Jahr 2022 mit fast 2.000 Geflüchteten einen hohen Zuwachs an Geflüchteten und Asylbewerbern. Der Großteil stammt nach Angaben des Kreises aus der Ukraine. Viele Ukrainerinnen und Ukrainer hätten in privaten Unterkünften Schutz gefunden. Der Kreis stellt nach eigenen Angaben aber auch vorläufige Unterbringungen in vom Kreis angemieteten Wohnungen oder Gemeinschaftsunterkünfte zur Verfügung. Durch die gestiegenen Anfragen, suche die Verwaltung insbesondere nach geeigneten Wohnungen oder größeren Objekten.

Suche nach freien Mietwohnungen und Häusern

Auch einzelne Gemeinden, darunter etwa Hirschberg (Rhein-Neckar-Kreis) und Seckach (Neckar-Odenwald-Kreis), rufen zur dringenden Suche nach Unterkünften für Geflüchtete auf. Gesucht werde vor allem Wohnraum für die kommunale Anschlussunterbringung. Dazu gehören Mietwohnungen oder Häuser, aber auch nicht benötigte Zimmer.

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