Die Busse des Schienen-Ersatzverkehrs der Riedbahn

150 Ersatzbusse vorgestellt

Riedbahn-Vollsperrung: Vorbereitungen abgeschlossen

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Dagmar Kwiatkowski
Dagmar Kwiatkowski

Die Bahn hat die Busse für den Ersatzverkehr während der Riedbahnsperrung zwischen Mannheim und Frankfurt vorgestellt. 150 Busse stehen zur Verfügung - für rund 1.000 Fahrten pro Tag.

Am 15. Juli geht es los: Am Tag nach dem Fußball-WM-Finale wird die 70 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Mannheim und Frankfurt, die sogenannte Riedbahnstrecke, für fünf Monate komplett gesperrt. Grund ist die Generalsanierung der maroden Bahnstrecke. Am Mittwoch hat die Deutsche Bahn nun die Busse vorgestellt, die als Ersatzverkehr während der Vollsperrung im Einsatz sein werden.

Busse haben Sitzgurte und WLAN

Die Hälfte der auffällig purpurfarbenen und barrierefreien Ersatzbusse sind sogenannte Gelenkbusse, also längere Fahrzeuge, mit knapp 150 Plätzen. Bei der anderen Hälfte handelt es sich um Überlandbusse, sie bieten Platz für knapp 80 Fahrgäste und verfügen unter anderem über WLAN, USB-Anschluss, Sitzgurte, Gepäck-Stauraum und Toiletten.

Die Busse des Schienen-Ersatzverkehrs der Riedbahn
Die Busse des Ersatzverkehrs haben große Gepäckfächer für Reisegepäck.

400 Busfahrerinnen und Busfahrer eingestellt und geschult

Der Mangel an Busfahrerinnen und Busfahrern war noch groß gewesen zu Beginn des Jahres bei der dreiwöchigen Vollsperrung der Strecke für die vorbereitenden Arbeiten - einer Art Generalprobe. Für den nun anstehenden fünf-monatigen Ersatzverkehr mussten die 400 benötigten Fahrerinnen und Fahrer neu und damit zusätzlich eingestellt werden.

Das habe geklappt, betonte die Bahn bei der Vorstellung der Busse. Die Fahrerinnen und Fahrer kommen nicht nur aus dem gesamten Bundesgebiet, sondern auch aus 14 verschiedenen Ländern, die meisten von ihnen aus Polen, Spanien und Kroatien. Sie wurden nach Angaben der Deutschen Bahn umfangreich geschult - sprachlich, im Alltag und bei der Streckenführung. Darum gekümmert haben sich eigene Integrationsmanager. Die neuen Busfahrerinnen und Busfahrer sollen auch langfristig im Unternehmen gehalten werden, kündigte die Bahn an.

Strecken werden Anfang Juli mit leeren Bussen Probe gefahren

Für Anfang Juli hat die Bahn noch zwei zweitägige Probebetriebstage angekündigt, bei denen leere Busse die Ersatzstrecken abfahren. Danach sollen letzte Feinabstimmungen erfolgen, damit am 15. Juli auch alles klappt, so die Bahn. Und damit die Fahrgäste, so die große Hoffnung der Bahn-Verantwortlichen, weder kurz- noch mittelfristig aufs Auto umsteigen, sondern weiter die Bahn nutzen.

Die Sanierung der Riedbahnstrecke ist laut Bahn eine "Herkulesaufgabe". Eine derartige Sperrung ist den Angaben zufolge ein Novum in der Geschichte der Deutschen Bahn - und gleichzeitig der Auftakt einer noch umfangreicheren Sanierung des gesamten deutschen Bahnetzes.

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