Eine Frau hält Geldscheine in einer Geldbörse über einer Einkaufskiste mit Lebensmitteln. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt)

Inflation und Energiekrise

Landesfrauenrat in BW fordert Einrichtung eines Härtefallfonds

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Nach Angaben des Landesfrauenrats sind Frauen besonders stark betroffen von der Energiekrise und der steigenden Inflation. Der Rat fordert deshalb finanzielle Unterstützung vom Land.

Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg fordert vom Land einen staatlichen Härtefallfonds, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag. So sollen durch Inflation und Energiekosten in finanzielle Not geratene Familien unterstützt werden.

"Wir erwarten, dass die Politik in Baden-Württemberg dazu beiträgt, unsere Gesellschaft vor noch stärkeren sozialen Schieflagen zu bewahren", sagte Verena Hahn, Zweite Vorsitzende des Landesfrauenrates Baden-Württemberg.

Härtefallfonds für kurzfristige finanzielle Hilfe

Die Bundesregierung habe mit der Erhöhung des Kindergeldes und des Kinderzuschlags schon wichtige Schritte getan, nun müsse die Landesregierung nachziehen. Andere Bundesländer machten es bereits vor. In Niedersachsen sei beispielsweise ein Härtefallfonds eingerichtet worden, der Menschen unterstütze, die in der gegenwärtigen Krise kurzfristig finanzielle Hilfe benötigen, so Hahn. Diejenigen, die ihre Energierechnung nicht zahlen können, sollen demnach einen entsprechenden Antrag auf finanzielle Unterstützung stellen können.

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Landesfrauenrat BW: Frauen besonders von Krise betroffen

Die Erste Vorsitzende des Landesfrauenrates Baden-Württemberg, Ute Mackenstedt, sagte, die Entlastungspakete der Bundesregierung setzten inzwischen teils an den richtigen Stellen an - wohl auch als Lehre aus der Corona-Pandemie. "Dennoch muss noch viel mehr getan werden, um Frauen, Alleinerziehende und ärmere Familien mit Kindern vor Armut zu schützen und in den Fokus zu nehmen."

Von der voranschreitenden Inflation seien Frauen besonders stark betroffen. Alleinerziehende und Geringverdienende müssten einen immer größeren Anteil ihres Einkommens für Haushaltsenergie, Wohnen und Lebensunterhalt ausgeben. Gerade in diesen Bereichen seien die Preise nun massiv gestiegen, so der Landesfrauenrat.

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