KSC-Mitgliderrat will Abwahl von Vizepräsident Müller (Foto: IMAGO, IMAGO / Carmele/tmc-fotografie.de)

Außerordentliche Mitgliederversammlung beschlossen

Mitgliederrat des Karlsruher SC will Abwahl von Vizepräsident Martin Müller

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Der Vize-Präsident des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC, Martin Müller, soll abgewählt werden. Der Mitgliederrat hat die Durchführung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen.

Der Vize-Präsident des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC, Martin Müller, soll auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung abgewählt werden. Der Mitgliederrat des Vereins hat die Durchführung der Versammlung beschlossen. Es ist bereits der zweite Versuch, Müller abzuwählen.

Mitgliederrat wirft Müller ungebührliches Verhalten vor

Grund für die Forderung nach Müllers Abwahl ist laut Mitgliederrat das, so wörtlich, ungebührliche Verhalten des Vizepräsidenten am Tag der Mitgliederversammlung Anfang Dezember und danach. Müller wurde bereits im Vorfeld vorgeworfen, gegen seine Verschwiegenheitspflicht als Mitglied des für wesentliche Entscheidungen beim KSC zuständigen Beirats verstoßen zu haben. Er soll interne Informationen weitergegeben haben. Zum Beirat gehört unter anderem auch KSC-Präsident Holger Siegmund-Schultze.

Das Verhältnis zwischen Herrn Martin Müller und den zuvor genannten Organmitgliedern ist derart gestört [...], dass eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit [...] nicht mehr möglich ist.

Konflikt im KSC-Beirat könnte Saisonplanung gefährden

Einer gemeinsamen Absichtserklärung, den Konflikt intern zu lösen, sei er nicht nachgekommen, so das Gremium. Um eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen, war auf der Mitgliederversammlung im Dezember unter anderem ein Abwahlantrag gegen Müller zurückgezogen worden. Der Vizepräsident schädige mit seinem Verhalten die Reputation des KSC, heißt es in der Erklärung des Mitgliederrats weiter. Wegen des Vertrauensverlusts im Beirat seien unter anderem auch die Planungen für die nächste Saison gefährdet.

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Martin Müller weist Forderung nach Abwahl zurück

Gegenüber dem SWR wies Vizepräsident Müller am Montagnachmittag die Forderung nach seiner Abwahl zurück. Man versuche, ihn los zu werden, so Müller. Zuletzt habe er sich gemeinsam mit dem Aufsichtsrat des KSC in konstruktiven Gesprächen befunden, um eine Lösung für den seit Wochen andauernden Konflikt herbeizuführen. Ein Rücktritt sei für ihn weiterhin kein Thema.

Ich habe keine Fehler zum Schaden des KSC gemacht!

Die Mitgliederversammlung zur Abwahl des Vize-Präsidenten soll online durchgeführt werden. Nach Angaben eines Vereinssprechers könne sie wegen des großen organisatorischen Aufwands frühestens Anfang März stattfinden.

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