Eine junge Frau kühlt sich bei hochsommerlichen Temperaturen unter der Dusche von einem Schwimmbad ab. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Hilal Özcan)

Besucherzahlen stagnieren vielerorts

Freibad-Saison geht zu Ende: Kein Jahr der Rekorde in Karlsruhe und Pforzheim

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Matthias Stauss
Ein Bild von Matthias Stauss (Foto: SWR)

Am 11. September schließen die Freibäder in Karlsruhe und Pforzheim. Anders als der Sommer knacken die Besucherzahlen keine Rekorde. Auch der Fachkräftemangel trübt die Stimmung.

Rund 450.000 – das ist die Anzahl der Badegäste, die in diesem Jahr bisher in die vier städtischen Freibäder in Karlsruhe gegangen sind. Für Bäderchef Oliver Sternagel Grund genug von einer "guten Saison" zu sprechen. Und dennoch muss er zugeben: Die Besucherzahlen stagnieren seit Jahren oder gehen sogar leicht zurück.

Auch in Pforzheim knacken die Besucherzahlen für 2022 keine Rekorde. Rund 105.000 Badegäste haben hier die zwei städtischen Freibäder besucht. Im Jahr 2019 waren es noch 135.000.

"Für so einen warmen und heißen Sommer war das eigentlich fast zu wenig."

In Bruchsal im Landkreis Karlsruhe wird zwar erst nach dem 11. September endgültig zusammengezählt. Aber auch hier gab es "schon bessere Jahre", so ein Verantwortlicher.

Lieber in den Urlaub, statt ins Freibad um die Ecke?

Gerade in der Ferienzeit sind nicht so viele Besucher gekommen, beobachtet Oliver Sternagel. Er vermutet, dass die Menschen wieder vermehrt in den Urlaub gefahren sind, statt ins Freibad um die Ecke.

Auch habe das Freibad nicht mehr den Stellenwert wie noch vor 20 Jahren. Am Wetter jedenfalls wird es kaum gelegen haben. Der Sommer 2022 hat an vielen Stellen für Rekorde und reichlich Freibadwetter gesorgt.

Bademeister-Mangel auch in Karlsruhe und Pforzheim

Einen negativen Einfluss auf die Besucherzahlen hatte auch der Fachkräftemangel. Vor allem Bademeisterinnen und Bademeister wurden und werden händeringend gesucht. Das Pforzheimer Nagoldfreibad musste seine Öffnungszeiten wegen Personalmangels um die Hälfte reduzieren.

In Karlsruhe hatten das Rheinstrandbad Rappenwört und das Freibad Rüppurr eingeschränkte Öffnungszeiten.

"Wir suchen immer noch Leute."

Keine Einschränkungen gab es dagegen in Bruchsal. Hier arbeiten die Stadtwerke mit einem Dienstleister zusammen, der Personal für die Freibad-Saison zur Verfügung stellt.

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