Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) im Gespräch mit Ali Baltaci.

Stadt bietet Lösungsvorschläge an

Happy End für Heilbronner Ali Baltaci?

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AUTOR/IN
Raphael Moos

Im Streit zwischen dem "Heilbronner Ali" und dem Ordnungsamt hat die Stadt jetzt Lösungsvorschläge angeboten. Sein Fall hatte bei Facebook für viel Aufmerksamkeit gesorgt.

Seit 1992 verkauft Ali Baltaci seine gestickten Bilder in der Heilbronner Fußgängerzone. Bei Wind und Wetter sitzt der schwer körperlich beeinträchtigte 53-Jährige auf dem Boden vor dem Brunnen in der Fleiner Straße. Neben ihm immer eine Kanne Kaffee, da ihn die starken Medikamente müde machen, sagt er. Oft kam es in der Vergangenheit zu Konflikten mit dem Ordnungsamt. Zuletzt, weil er temporär ein Zelt aufstellen wollte, um seine kleinen Kunstwerke bei Regen zu schützen.

Facebook-Artikel über 1.500 Mal geteilt

Seine Nachbarin Jessica Aloui startete einen Aufruf zur Solidarisierung bei Facebook. Dieser wurde in kürzester Zeit über 1.500 Mal geteilt. Am Donnerstagnachmittag suchte dann Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) das Gespräch mit Baltaci, bot an, dass er sich bis Ende Dezember vor einem Haus am Kiliansplatz, welches der Stadt gehört, niederlassen könne. Danach könnte ein großer Schirm eine Alternative sein.

Herr Baltaci gehört zu Heilbronn, wir finden eine gemeinsame Lösung.

Am Kiliansplatz gehört ein Gebäude der Stadt, hier darf Ali bis Ende des Jahres sitzen.
Am Kiliansplatz gehört ein Gebäude der Stadt, hier darf Ali bis Ende des Jahres sitzen.

Baltaci will die Lösungsvorschläge annehmen

Balatci will die Vorschläge der Stadt annehmen. Denn er will seine Bilder unbedingt weiter verkaufen dürfen. Er ist Frührentner, hätte eigentlich Anspruch auf staatliche Unterstützung, doch die will er nicht. Er habe immer für seinen Unterhalt etwas tun wollen, sagt er. Außerdem fürchte er, dass er dann ständig Rechenschaft ablegen müsse.

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