Queere Demo vor dem Rathaus in Friedrichshafen (Foto: SWR)

Betroffene weisen auf Diskriminierungen hin

Kundgebung gegen Queerfeindlichkeit in Friedrichshafen

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Am internationalen Tag gegen Queerfeindlichkeit sprechen sich Menschen weltweit gegen die Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen aus. Auch in Friedrichshafen hat am Dienstag eine Kundgebung stattgefunden.

Vor dem Rathaus in Friedrichshafen haben sich am Dienstagabend Teilnehmer bei einer Demo gegen Queerfeindlichkeit versammelt. Einige hatten Fahnen oder Plakate mitgebracht.

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Auch am Rathaus weht am Dienstag erstmals die Regenbogenflagge - das Symbol für die Vielfalt der Lebensweise von Schwulen und Lesben.

Der Kulturverein Blaue Blume in Friedrichshafen weist in einer Pressemitteilung auf Diskriminierungen hin, die der queeren Gemeinschaft noch immer widerfahren, beispielsweise am Arbeitsplatz, auf der Straße, in der Schule, aber auch vom Staat, etwa bei der Gründung einer Familie.

Queere Demo in Friedrichshafen  (Foto: SWR)

Betroffene wünschen sich von Landkreisen mehr Beratungsangebote

Die Betroffenen fordern die Landkreise in der Region auf, gegen die Diskriminierung aktiv zu werden. So wünschen sie sich im Bodenseekreis und im Kreis Ravensburg unter anderem mehr Beratung. Außerdem fordern sie mehr Aufklärungs- und Weiterbildungsangebote zum Thema, etwa für Lehrkräfte, aber auch für Beschäftigte in der Verwaltung.

Regenbogenfahne vor dem Eingang des Rathauses in Friedrichshafen (Foto: SWR, Moritz Kluthe)
Eine Regenbogenfahne weht erstmals vor dem Rathaus in Friedrichshafen. Moritz Kluthe

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