Autos fahren in den neuen B33-Tunnel (Foto: SWR, Martin Hattenberger)

Wenige Wochen nach Eröffnung

Vier Fehlalarme im neuen B33-Tunnel bei Konstanz

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Nach mehreren Brand-Fehlalarmen im neuen Tunnel an der B33 bei Konstanz werden jetzt Maßnahmen ergriffen. So sollen unnötige Feuerwehreinsätze und eine stundenlange Sperrung des Tunnels künftig vermieden werden.

Vier Mal ist es seit der Tunneleröffnung Mitte Juli zu einem Fehl- bzw. Täuschungsalarm im neuen B33-Tunnel an der Waldsiedlung Reichenau (Kreis Konstanz) gekommen. Das soll künftig verhindert werden, heißt es vom zuständigen Regierungspräsidium Freiburg. Techniker sollen darum in den kommenden Tagen die Sensoren im Tunnel neu justieren. Die Sensoren hatten mehrfach einen falschen Alarm ausgelöst. Und zwar nicht, weil es brannte, sondern weil sie zum Beispiel auf Baustaub oder starken Regen reagierten. Was eigentlich eine Störungsmeldung war, wurde von der technischen Anlage als Brandmeldung an die Leitstelle weitergeleitet. In diesem Zusammenhang werde es Schulungen für die Integrierte Leitstelle in Radolfzell geben, die Zentrale für alle Einsätze der Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Landkreis Konstanz. Ziel ist es, mithilfe von Videobildern aus dem Tunnel zu erkennen, ob es sich tatsächlich um einen Brand oder nur um ein technische Störung handelt.

SWR-Reporterin Stefanie Baumann über die Fehlalarme im B33-Tunnel:

Feuerwehren: Im Zweifel alarmieren

Die Feuerwehrleute begrüßen die geplanten Maßnahmen. In dem Tunnel sei modernste Technik verbaut und bei neuen Anlagen müsse oft nachjustiert werden, sagt Thomas Baumgartner, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Reichenau. Trotzdem seien solche Fehleinsätze für alle Beteiligten unbefriedigend. Man müsse vielleicht etwas sensibler umgehen mit der Alarmierung der Feuerwehr, so Baumgartner.

Allerdings sei es eine schwierige Entscheidung, nicht die Feuerwehr zu alarmieren, sagt der Feuerwehrmann. Es gehe im Notfall darum, schnell vor Ort zu sein. Deshalb sollte im Zweifel die Feuerwehr gerufen werden, auch wenn sich der Einsatz am Ende als unnötig herausstellen sollte.

Tunnelbauer soll bei Anlagentechnik nachsteuern

Kreisbrandmeister Andreas Egger hofft, dass der Anlagenbauer des Tunnels technisch nachbessert. Es müsse dafür gesorgt werden, dass die Störungsmeldungen künftig auch nur als solche weitergeleitet werden - und nicht bei der Leitstelle unter der Kategorie "Brandmeldung" einlaufen.

Eröffnung des Tunnels Mitte Juli

Der Tunnel an der Waldsiedlung wurde vor gut einem Monat eröffnet. Er ist Teil des vierspurigen Neu- und Ausbaus der Bundesstraße zwischen Konstanz und Allensbach (Kreis Konstanz). Die Bauzeit betrug dreieinhalb Jahre. Der Bau des 750 Meter langen Tunnels hat rund 63 Millionen Euro gekostet.

SWR-Reporterin Esther Leuffen war bei der Eröffnung des Tunnels vor Ort:

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