Demonstranten halten in Überlingen Schilder gegen Rechts hoch. Auf einem steht "Nie wieder ist jetzt". (Foto: SWR, Bernhard Hentschel)

Kundgebung für Demokratie

1.500 Menschen demonstrieren in Überlingen gegen rechts

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Unter dem Motto "Nie wieder ist jetzt. Vereint für unsere Demokratie" haben am Samstag rund 1.500 Bürgerinnen und Bürger in Überlingen demonstriert. Aufgerufen hatte ein breites Bündnis gegen rechts.

Parteien, Umweltverbände und Landwirtschaftsvertreter aus der Region Bodensee-Oberschwaben haben am Samstag in Überlingen (Bodenseekreis) an einer Demonstration gegen Rechtsextremismus teilgenommen. Angemeldet waren 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, gekommen sind laut Veranstalter rund 1.500. Anlass für die Demo waren die Recherchen rund um ein Geheimtreffen von Rechtsextremen mit Vertretern der AfD, bei dem es um millionenfache Abschiebungen von Menschen ging. In ganz Baden-Württemberg sind an diesem Wochenende Demos gegen rechts geplant.

SWR Reporter Bernhard Hentschel war in Überlingen dabei:

"Nie wieder ist jetzt. Vereint für die Demokratie" – Um 11 Uhr begann die Kundgebung am Landungsplatz in Überlingen. Dazu aufgerufen hatten SPD, CDU, FDP, Grüne und Linke im Bodenseekreis, aber auch Organisationen wie die "Omas gegen Rechts", Umweltinitiativen und Gewerkschaften. Redner waren unter anderem Überlingens Oberbürgermeister Jan Zeitler (SPD) sowie der Landtagsabgeordnete Martin Hahn von den Grünen.

Auf einer Demonstration sind viele Menschen zu sehen. Darunter auch die Omas gegen Rechts. Sie halten Schilder hoch. (Foto: SWR, Bernhard Hentschel)
Laut Veranstalter kamen 1.500 Menschen zu der Demonstration nach Überlingen.

Vertreter der Landwirtschaft demonstrieren mit

Auch Landwirte beteiligen sich an dem Protest in Überlingen. Sie wollen zeigen, dass sie sich nicht von Rechtspopulisten vereinnahmen lassen. So wie es die AfD bei den Bauernprotesten in den vergangenen Wochen versucht habe, heißt es in der Mitteilung. Bei der Kundgebung reden will deshalb auch der Vize-Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes, Karl-Heinz Mayer. Man wolle zeigen, dass man in einer Demokratie auch anderer Meinung als die Regierung sein könne, ohne - wie die AfD - den Boden des Grundgesetzes zu verlassen.

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SWR