STAND

Das war der Dienstag in Baden-Württemberg

Mehrere Schulen haben sich selbst Luftfilter besorgt

23:42 Uhr

Die Diskussion um Luftfilter an Schulen läuft - die Stadt Stuttgart will nach einer Studie nun welche für Klassenzimmer anschaffen, die schlecht gelüftet werden können. Das Land stellt den Schulen 60 Millionen Euro für Luftfilter zur Verfügung. Mehrere Schulen in Baden-Württemberg wollten nicht so lange warten. Sie haben bereits Fakten geschaffen - und entsprechende Geräte in Eigenregie angeschafft. So zum Beispiel eine Gemeinschaftsschule in Weil der Stadt (Landkreis Böblingen).

Video herunterladen (2,9 MB | MP4)

Personalnot in der Gastronomie steigt dramatisch

23:33 Uhr

In Hotels und Gastwirtschaften in den Kreisen Ravensburg, Biberach und im Bodenseekreis wird das Personal knapp. Während der Corona-Pandemie habe es eine dramatische Abwanderung von Fachkräften gegeben, heißt es von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten.

Ravensburg

Gewerkschaft kritisiert zu geringes Einkommen Gastronomie in Oberschwaben: Personalnot steigt dramatisch

In Hotels und Gastwirtschaften in den Kreisen Ravensburg, Biberach und im Bodenseekreis wird das Personal knapp. Die Gewerkschaft fordert deshalb bessere Arbeitsbedingungen.  mehr...

Mehr Risiken für Jugendliche im Netz während Pandemie

23:28 Uhr

Kinder und Jugendliche sind nach Einschätzung des Kompetenzzentrums Jugendschutz.net seit dem Ausbruch der Corona-Krise noch größeren Risiken im Internet ausgesetzt als zuvor. Aufgrund der Pandemie verbringen sie noch mehr Zeit mit Online-Spielen, sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten, wie es im Jahresbericht 2020 der in Mainz ansässigen Bund-Länder-Einrichtung heißt. Im Berichtsjahr beanstandete Jugendschutz.net über 5.000 jugendgefährdende Inhalte im Netz. Darstellungen sexualisierter Gewalt waren in 41 Prozent und damit mit Abstand am häufigsten Anlass für die Jugendschützer, aktiv zu werden. In 21 Prozent der Fälle gingen sie gegen extremistische Inhalte vor, in 14 Prozent gegen Pornografie. Zu beobachten sei, dass extremistische Kräfte vermehrt versuchten, über Online-Spiele Kontakte zu Jugendlichen zu knüpfen. Als neue Form jugendgefährdender Inhalte in Internet erwähnt der Bericht zudem sogenannte Coronavirus-Challenges. Darunter fielen Aufrufe, sich bewusst einem Infektionsrisiko auszusetzen: "Als eine Art Mutprobe sollten Gegenstände wie öffentliche Toiletten oder Griffe in U-Bahnen abgeleckt werden."

Studie: Stuttgart will Luftfilter für schlecht belüftbare Klassenzimmer

22:10 Uhr

Ein halbes Jahr lang hat die Uni Stuttgart an zehn Stuttgarter Schulen getestet, was mobile Luftfilter im Vergleich zu gründlichem Lüften bringen. Jetzt liegt die Studie der Stadt vor. Laut dem Institutsleiter Konstantinos Stergiaropoulos kann man bei keiner der Strategien (Lüften, Lüftunganlagen und Luftfiltern) ausschließen, dass jemand krank wird. Die Infektionswahrscheinlichkeit liege bei allen Strategien bei unter 10 Prozent. Als eine Konsequenz sollen nach Angaben der Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, Isabel Fezer, die Klassenzimmer mit Luftfiltern ausgerüstet werden, in denen das Lüften nur schlecht möglich ist. Langfristig sollen in den Schulen außerdem Lüftungssysteme eingebaut werden. Bis dahin setze man auf das Lüften und bei steigenden Infektionszahlen auch wieder auf die Maskenpflicht.

Stuttgart

Wie wirkungsvoll sind Luftfilter? Studie im Auftrag der Stadt Stuttgart: Luftfilter nicht wirksamer als Lüften

Welche Wirkung haben Luftfilter in Klassenzimmern? Die Stadt Stuttgart hat im Januar dazu eine Studie in Auftrag gegeben. Noch sind die Ergebnisse nicht öffentlich zugänglich.  mehr...

Kretschmann: Auch Kinder ab 12 Jahren impfen

19:55 Uhr

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) drängt angesichts der Verbreitung der ansteckenderen Delta-Variante des Corona-Virus weiter auf zügiges Impfen. Das sei das einzige Mittel, um die Pandemie in die Knie zu zwingen, sagte Kretschmann in Stuttgart. Gleichzeitig warb er dafür, auch Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zu impfen. Die negativen Folgen einer Erkrankung seien in dieser Altersgruppe weit schwerwiegender als mögliche Nebenwirkungen einer Impfung. Die Ständige Impfkommission hat bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe ausgesprochen. Es gebe noch nicht genügend Studienergebnisse.

Inzidenz im Vergleich zu Vorwoche weiter gesunken

17:50 Uhr


Das Landesgesundheitsamt hat heute 129 Corona-Neuinfektionen gemeldet (Stand 16 Uhr). Vor einer Woche lag die Zahl noch bei 135. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt wie gestern bei 5,2 - im Vergleich zu 6,6 vor einer Woche. Aktuell werden 64 mit Covid-19 infizierte Personen auf Intensivstationen behandelt - genauso viele wie gestern. In Verbindung mit Covid-19 wurden 4 neue Todesfälle gemeldet. In Baden-Württemberg haben bis gestern 56 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner eine Corona-Impfung erhalten, 38,8 Prozent sind vollständig geimpft.
Die Zahl der Erstgeimpften liegt aktuell bei 6.216.722 - das sind 27.663 mehr als gestern vermeldet. Die höchste Zahl an Neuinfektionen meldet derzeit Baden-Baden mit 16,3 je 100 000 Einwohner - Konstanz hat mit 0,3 je 100.000 Einwohner die niedrigste Zahl.

Ab 19. Juli können Termine zur Zweitimpfung in BW vorgezogen werden

15:50 Uhr

Vom 19. Juli an können Termine zur Zweitimpfung in BW vorgezogen werden. Termine für eine zweite Spritze mit den Impfstoffen von Astrazeneca, Biontech oder Moderna, die in der Zeit bis einschließlich 18. Juli liegen, können dagegen nicht umgebucht werden, teilte das Gesundheitsministerium mit. In manchen Zentren gebe es zukünftig Extraterminfenster oder spezielle Impftage für vorgezogene Zweittermine. Alle Impfzentren wollen in den kommenden Tagen über ihr Vorgehen informieren. Hintergrund ist die geänderte Impfkampagne: Gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission sollen Menschen, die zunächst mit dem Vakzin von Astrazeneca geimpft wurden, als zweite Dosis einen mRNA-Impfstoff von Biontech oder Moderna bekommen. Der zeitliche Abstand zwischen beiden Spritzen wurde seit dem Wochenende auf vier Wochen verkürzt.

Länder wollen Großveranstaltungen wieder erlauben

15:20 Uhr

Große Sportverstaltungen mit bis zu 25.000 Zuschauern sollen trotz der zunehmend grassierenden Delta-Variante des Coronavirus wieder möglich werden. Bei bestimmten Veranstaltungen sollen sogar mehr Teilnehmer erlaubt sein, wie aus einem Beschluss der Staatskanzleien hervorgeht. Das Papier liegt der ARD vor. Für länderübergreifende Sportveranstaltungen gilt dann: Bei mehr als 5.000 Zuschauern darf maximal die Hälfte der am Veranstaltungsort möglichen Zuschauer zugelassen sein - insgesamt aber maximal 25.000 Menschen. Zutritt sollen Getestete, Geimpfte und Genesene haben. Für Kulturverstaltungen mit mehr als 5.000 zeitgleich Anwesenden sollen auf Grundlage der jeweiligen Landesregelungen Vorgaben für Schutz- und Hygienekonzepte, Kontaktnachverfolgung, Einlassmanagement, Testerfordernisse und Abstands- und Maskenregelungen getroffen werden. Baden-Württemberg will große Sportveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter ab einer Sieben-Tage-Inzidenz über 50 verbieten. Außerdem ist bei den Veranstaltungen in BW ein komplettes Alkoholverbot vorgesehen.

Baden-Württemberg

Trotz Delta-Variante des Coronavirus Auch BW will Großveranstaltungen wieder erlauben

Anfeuern, mitfiebern, jubeln - das alles geht besser vor Ort. Für Sportfans in Baden-Württemberg rückt der nächste Stadionbesuch in greifbare Nähe. Auch für Kulturliebhaber ändern sich die Corona-Regeln.  mehr...

Gesundheitsminister beraten über Impfkampagne

14:50 Uhr

Die Gesundheitsminister der deutschen Bundesländer wollen ab 17 Uhr in einer Videoschalte über die Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus beraten. Bayerns Gesundheitsminister, Klaus Holetschek, der derzeit der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) ist, sagte dem BR: "Wir haben jetzt in den Alten- und Pflegeheimen erreicht, dass sich nur fünf Personen neu infiziert haben. Das sollten wir nicht verspielen, was wir erreicht haben." Es gehe nun darum zu überlegen, ob bereits jetzt Auffrischungsimpfungen nötig sind und wenn ja, mit welchem Impfstoff. Das müsse mit dem Stiko-Chef besprochen werden, so Holetschek. Weiteres Thema wird die Diskussion um das Impfen von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren sein.

Impftermine absagen - telefonisch oder online

14:40 Uhr

Nicht wahrgenommene Corona-Impftermine verursachen Kosten und Ärger in den Impfzentren und Praxen in Baden-Württemberg. Die Impfzentren betonen, es sei nicht schlimm, wenn Termine abgesagt werden. Die Probleme entstünden erst, wenn gebuchte Termine nicht storniert werden. Dabei ist es im Normalfall weder zeitaufwendig noch schwierig, einen Termin in einem Impfzentrum abzusagen:

Baden-Württemberg

Leertermine verursachen Kosten und Ärger Nicht benötigte Corona-Impftermine absagen - ganz einfach!

Immer mehr Corona-Impftermine werden nicht wahrgenommen. Das verursacht Kosten und Ärger in den Impfzentren und bei den Hausärzten in Baden-Württemberg. So einfach geht das Absagen.  mehr...

Kretschmann warnt vor endloser Pandemie

14:20 Uhr

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat das Erreichen der Herdenimmunität infrage gestellt - und vor bleibenden Einschränkungen für Impfverweigerer gewarnt. Aufgrund der Delta-Variante und der Tatsache, dass auch Geimpfte sich infizieren und wohl auch in geringerem Maße Infektionen weitertragen könnten, sei es fraglich, "ob wir überhaupt noch Herdenimmunität erreichen", sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart. Die Delta-Variante sei erheblich ansteckender als andere Varianten des Coronavirus. Es sei deshalb wichtig, dass sich alle impfen lassen. "Sonst können wir die Pandemie gar nicht mehr beenden", sagte Kretschmann. Testen sei aus Sicht von Kretschmann auch nicht zwangsläufig ein vollwertiger Ersatz fürs Impfen, da die Ergebnisse der Antigentests bei der Delta-Variante unsicherer würden. "Da muss jeder damit rechnen, wenn er nicht geimpft ist, dass er bestimmte Erleichterungen einfach nicht mehr wahrnehmen kann." Das prüfe man derzeit.

Ladenburger Altstadtfest erneut abgesagt

14:05 Uhr

Das Altstadtfest in Ladenburg (Rhein-Neckar-Kreis) wird auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Das hat die Stadt mitgeteilt. Trotz sinkender Corona-Zahlen und Fortschritten beim Impfen habe Bürgermeister Stefan Schmutz gemeinsam mit dem Gemeinderat diesen Entschluss gefasst. Es gebe keine Gewissheit, dass im September ein Volksfest in der Größenordnung des traditionellen Altstadtfests stattfinden dürfe, heißt es. Dabei verweist die Stadt auch auf die zunehmende Ausbreitung der Delta-Variante. Eine Planung ins Blaue hinein sei aber aufgrund der wirtschaftlichen Risiken für die Stadt und insbesondere für die Vereine nicht vertretbar. Das Ladenburger Altstadtfest zog vor Corona jedes Jahr Tausende von Besuchern an.

200 freie Impftermine mit Johnson & Johnson in Friedrichshafen

13:44 Uhr


Das Kreisimpfzentrum in Friedrichshafen bietet für Freitag kurzfristig 200 zusätzliche Impftermine mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson an. Das teilte das Landratsamt mit. Die Termine können über die Webseite des Bodenseekreises gebucht werden. Die Ständige Impfkommission empfiehlt den Impfstoff vorrangig für Menschen ab 60 Jahren.

Kretschmann: Impfschwänzer sind unverantwortlich

12:20 Uhr

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kritisiert, dass immer mehr Menschen in Baden-Württemberg nicht zu ihren vereinbarten Impfterminen erscheinen. "Das ist natürlich unsolidarisch und unverantwortlich," so Kretschmann in Stuttgart. Es werde geprüft, ob die Personen, die einen Termin im Impfzentrum ausfallen lassen, nicht für die Kosten aufkommen müssten. Der Ministerpräsident appellierte an alle Bürgerinnen und Bürger, sich impfen zu lassen. "Sonst können wir die Pandemie gar nicht mehr beenden," so Kretschmann. "Wir müssen damit rechnen, dass weitere Varianten kommen. Solange die Impfstoffe helfen, sind wir in einer guten Situation." Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) ergänzte, in den letzten drei Wochen seien nach ersten Schätzungen zwei bis fünf Prozent der Termine zur Zweitimpfung nicht wahrgenommen worden. Das Ziel seien null Prozent.

Baden-Württemberg

2-5 Prozent erscheinen nicht Baden-Württemberg prüft härteres Vorgehen gegen Impfschwänzer

Wer seinen zweiten Impftermin nicht wahrnimmt, ohne ihn abzusagen, könnte an den entstandenen Kosten beteiligt werden. Das will BW-Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) prüfen.  mehr...

Spontan-Impfaktion in Sindelfingen

12:15 Uhr

Wer sich spontan ohne Termin gegen das Coronavirus impfen lassen will, kann das heute Abend in Sindelfingen tun - im dortigen Impfzentrum ist ein sogenanntes "After-Work-Impfen" angesetzt worden. Impfwillige können zwischen 18:30 Uhr und 20:30 Uhr am Kreisimpfzentrum an der Messe Sindelfingen vorbeikommen, teilte das Landratsamt Böblingen mit. Dort könnten sie eine Impfung mit Astrazeneca erhalten. Die jeweils nötigen Zweittermine würden dabei gleich vor Ort vergeben. Laut Landratsamt stehen mehr als 200 Impfdosen zur Verfügung. Falls die Menge nicht ausreicht, können sich Interessierte auf eine Warteliste setzen lassen und einen Termin erhalten. Mitgebracht werden muss ein Personalausweis und, falls vorhanden, der Impfpass.

Viele Impfschwänzer in der Region Heilbronn-Unterfranken

11:45 Uhr

Im Kreisimpfzentrum des Hohenlohekreises in Öhringen sind am vergangenen Wochenende 300 gebuchte Termine nicht wahrgenommen worden. Wie der erste Landesbeamte des Hohenlohekreises, Gotthard Wirth, auf SWR-Anfrage mitteilte, hat das Kreisimpfzentrum 220 Termine aber noch kurzfristig nachbesetzen können. Dabei wurden Personen kontaktiert, die eigentlich später einen Impftermin gehabt hätten oder kurzerhand Begleitpersonen geimpft. Das vermehrt Impftermine, gerade für Zweitimpfungen, nicht wahrgenommen werden, führt Wirth auch auf den neuen erlaubten Impfstoff-Mix von Astrazeneca und Biontech zurück. Dadurch gebe es ein kürzeres Zeitintervall, als ursprünglich mit zwei Dosen Astrazeneca. Offenbar seien viele schon früher zum zweiten Mal mit Biontech geimpft worden. Auch im Zentralen Impfzentrum in Rot am See (Kreis Schwäbisch Hall) fallen pro Tag schwankend zwischen 50 und 150 gebuchte Termine aus.

Viele Gastronomie-Fachkräfte im Land abgewandert

10:25 Uhr

In der baden-württembergischen Gastronomie hat im vergangenen Corona-Jahr jeder sechste Beschäftigte die Branche gewechselt. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hin. Insgesamt seien innerhalb von zwölf Monaten 34.000 Hotel- und Gastronomie-Fachkräfte abgewandert. In Stuttgart war es laut NGG sogar jeder Fünfte, der in einen anderen Bereich wechselte - insgesamt 3.800 Köche, Servicekräfte und Hotelangestellte. Hartmut Zacher, Geschäftsführer der NGG-Region Stuttgart, erklärte, viele Menschen würden jetzt wieder gerne essen gehen und reisen. "Aber ausgerechnet in der Sommersaison fehlt einem Großteil der Betriebe schlicht das Personal, um die Gäste bewirten zu können", so Zacher. Für die Lage macht der Gewerkschafter insbesondere die Einkommenseinbußen durch die Kurzarbeit verantwortlich: "Gastro- und Hotel-Beschäftigte arbeiten sowieso meist zu geringen Löhnen. Wenn es dann nur noch das deutlich niedrigere Kurzarbeitergeld gibt, wissen viele nicht, wie sie über die Runden kommen sollen." Die NGG fordert deshalb mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für die Fachkräfte.

Ringer Stäbler hofft auf Zuschauer bei Olympia

6:10 Uhr

Der dreimalige Ringer-Weltmeister Frank Stäbler aus Musberg (Kreis Böblingen) hält die Austragung der Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) für richtig und hofft, dass zumindest einheimische Zuschauer zu den Wettkämpfen in Japan zugelassen werden. "Ich habe als einer der ersten gesagt, dass die Athleten geimpft werden sollen und die Spiele stattfinden müssen. Und ich sehe es immer noch so", sagte der 32-Jährige. Olympische Spiele könnten ähnlich wie große Fußball-Events gerade in dieser Zeit viele Menschen berühren, mitnehmen und glücklich machen. "Und sei es nur am Fernseher zuhause im Wohnzimmer", so Stäbler. Bislang steht nur fest, dass keine ausländischen Fans für die Spiele einreisen dürfen.

Kommunen konnten mehr investieren

5:40 Uhr

Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg haben dank des historischen Hilfspakets von Bund und Land im Corona-Jahr 2020 ein Fünftel mehr investieren können als im Jahr 2019. Das besagen Daten des Kommunalen Finanzreports der Bertelsmann-Stiftung, der in Gütersloh veröffentlicht wurde. Im vergangenen Jahr hatten Bund und Land die Kommunen im Land mit 4,28 Milliarden Euro gestützt. Laut dem Finanzreport war die bedeutsamste Maßnahme die Erstattung der Ausfälle der Gewerbesteuer für das Jahr 2020. Auf die Kommunen in Baden-Württemberg seien dabei fast 1,9 Milliarden Euro entfallen, was nach Hessen und Bayern der höchste Betrag gewesen sei.

Deutschlandweite Inzidenz sinkt auf 4,9

4:29 Uhr

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat für Deutschland 440 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Das sind 36 Fälle mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 4,9 von 5,0 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 31 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 91.062. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus.

Scholz lehnt Bußgelder für Impfschwänzer ab

4:09 Uhr

SPD-Kanzlerkandidat und Bundesfinanzminister Olaf Scholz lehnt ein Bußgeld für sogenannte Impfschwänzer ab und fordert stattdessen den erneuten Einsatz von Impfmobilen in sozialen Brennpunkten. "Jetzt ist es entscheidend, dass wir alles versuchen, die Menschen zu erreichen, die wir bisher noch nicht für Impfungen gewinnen konnten", sagte Scholz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch Werbekampagnen könnten noch einmal eine Möglichkeit sein. Die Bundesregierung wolle die Menschen überzeugen, sich impfen zu lassen, so Scholz. Eine große Chance liege auch in den Impfungen in den Betrieben.

RKI errechnet neue Impfquote

2:21 Uhr

Um eine vierte Corona-Welle in Deutschland zu verhindern, dürfte eine höhere Impfquote nötig sein als bisher gedacht. Wegen der ansteckenderen Delta-Variante müssten mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen vollständig geimpft sein, erklärte das Robert-Koch-Institut (RKI). Bei den über 60- Jährigen sollten es 90 Prozent sein. Bisher hatte das RKI angenommen, dass auch eine Impfquote von 80 Prozent eine vierte Welle verhindern kann.

Experten: Keine Herdenimmunität ohne Impfung von Kindern

1:09 Uhr

Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie geht davon aus, dass eine Herdenimmunität gegen das Coronavirus ohne die Impfung von Kindern und Jugendlichen nicht erreichbar ist. "Klassischerweise geht man von einer Herdenimmunität aus, wenn 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung gegen den Erreger geschützt sind. Das setzt aber voraus, dass sich der Erreger in diesen Personen nicht vermehren kann", sagte Vizepräsident Reinhold Förster den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bei Sars-Cov-2 sei dies aber anders: Menschen könnten das Virus übertragen, obwohl sie selbst nicht erkrankt seien, obwohl sie geimpft und vollkommen symptomfrei seien. Mit der Delta-Variante habe sich die Situation verschärft: "Sie ist deutlich ansteckender. Sie betrifft sehr stark Jugendliche und Kinder", sagte Förster. "Solange diese Gruppe gar nicht oder wenig geimpft ist, werden wir keine Herdenimmunität bekommen."

Drei Viertel aller Zweitimpftermine in Freiburg verfallen

0:18 Uhr

Am Zentralen Impfzentrum in Freiburg verfallen aktuell rund drei Viertel aller Zweitimpftermine. Diese dramatische Entwicklung sei seit einer Woche zu beobachten, so der Leiter des Impfzentrums, Daniel Strowitzki, gegenüber dem SWR. Am Montag seien zu 1.100 Terminen lediglich 400 Impflinge erschienen. Auch die Zahl der Erstimpfungen sinke deutlich. Insgesamt würden am Freiburger Impfzentrum täglich nur noch rund 1.500 Menschen geimpft. Vor drei Wochen seien es noch fast drei Mal so viel gewesen.

Baden-Württemberg

Debatte um Impfschwänzer Pro Tag verfallen tausende Corona-Impftermine in BW - ohne Absage

Endlich gibt es mehr Impfstoff. Doch ausgerechnet jetzt lässt das Interesse nach, überall im Land lassen Tausende ihre Impftermine einfach links liegen. Ist die Stimmung gekippt?  mehr...

Verbrauchermesse IBO startet in Friedrichshafen

0:09 Uhr

Nach der coronabedingten Messepause findet die Verbrauchermesse IBO ab Donnerstag auf dem Messegelände in Friedrichshafen statt. Bis Sonntag werden 280 Aussteller ihre Angebote in vier Hallen und im Freigelände präsentieren. Laut Veranstaltern entfällt die sogenannte 3-G-Regelung für die 9.500 Besucherinnen und Besuchern, die pro Tag auf der Messe zugelassen sind. Ihnen ist der Eintritt auch ohne Schnelltest, Impf- oder Genesungsnachweis möglich.

Friedrichshafen

Bundesweit erste größere Messe Verbrauchermesse IBO stellt Messekonzept in Friedrichshafen vor

Nach der coronabedingten Messepause findet die IBO ab Donnerstag auf dem Messegelände in Friedrichshafen statt. Bis Sonntag werden 280 Aussteller ihre Angebote in vier Hallen und im Freigelände präsentieren.  mehr...

Dienstag, 6. Juli 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.  mehr...

Südwesten

Wie schütze ich mich? Wie ist die Lage in meinem Heimatort? Coronavirus: Alles Wichtige für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Coronavirus: Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr? Wie kann ich mich schützen? Hier finden Sie alles Wichtige für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.  mehr...

STAND
AUTOR/IN