Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Sonntag, 20. Juni 2021

STAND

Das war der Sonntag in Baden-Württemberg

Lockerungen im Schwarzwald-Baar-Kreis ab morgen

22:28 Uhr

Im Schwarzwald-Baar-Kreis gibt es von morgen an viele Lockerungen wegen der stabilen Inzidenz unter 35. Wer in den Biergarten oder auf die Außenterrasse eines Restaurants geht, muss keine Maske mehr tragen. Dies gilt auch bei Open-Air-Events und beim Sporttraining draußen. Außerdem dürfen Getestete, Geimpfte oder Genesene mit bis zu 50 Personen in einem Restaurant innen oder außen gemeinsam feiern. Kulturveranstaltungen im Freien können mit bis zu 750 Personen stattfinden.

Frankreich kein Corona-Risikogebiet mehr

21:16 Uhr

Seit Sonntag ist Frankreich laut Robert-Koch-Institut offiziell kein Corona-Risikogebiet mehr. Damit fallen auch für Urlauber viele Corona-Beschränkungen weg. So kann man ab sofort auch ohne triftigen Grund nach Frankreich einreisen, Reiserückkehrer brauchen zudem keinen negativen Corona-Test mehr. Und auch in der Grenzregion zum benachbarten Elsass wurden viele Regeln gelockert.

Handelsverband fordert Investitionsfonds für Innenstädte

20:20 Uhr

Angesichts schwindender Kundenzahlen und zunehmender Ladenschließungen in deutschen Städten ruft der Handelsverband Deutschland (HDE) nach staatlicher Hilfe. "Spätestens nach der Bundestagswahl brauchen wir eine konzertierte Aktion Innenstadt, in der Bund, Länder und Kommunen ihre Kräfte bündeln und eine Investitionsoffensive zur Revitalisierung von Innenstädten, Ortskernen und Stadtteilzentren starten", schreibt HDE-Präsident Josef Sanktjohanser in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Montagausgabe). Es gehe dabei um zusätzliche finanzielle Mittel. Nötig seien ein Innenstadtfonds sowie ein Digitalisierungsfonds. Vor allem Handel und Gastronomie müssten "massiv gestärkt" werden, forderte Sanktjohanser. Infolge der Corona-Krise seien über 100.000 Einzelhandelsgeschäfte in ihrer Existenz bedroht.

Kultusminister-Chefin: Nicht zu früh auf Maßnahmen festlegen

19:34 Uhr

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), hat sich gegen frühzeitige Festlegungen auf weitere Einschränkungen des Regelunterrichts in den Schulen nach den Sommerferien ausgesprochen. "Die KMK hat für Präsenzunterricht plädiert, und das sollte nicht vorzeitig in Frage gestellt werden", sagte sie dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe).

Spahn rät von Reisen zum EM-Finale nach London ab

18:51 Uhr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rät von Reisen zum EM-Finale nach London ab. "London ist Virus-Variantengebiet", sagte der CDU-Politiker heute in der ARD. "Jeder Rückkehrer muss zwei Wochen in Quarantäne." Diese drastische Maßnahme zeige: Wer nicht unbedingt ins Vereinigte Königreich reisen müsse, sollte nicht dort hinfahren. "Fußball ist schön, aber man muss nicht unbedingt in London dabei sein", sagte Spahn. In der britischen Hauptstadt soll am 11. Juli das Finale der Fußball-Europameisterschaft ausgetragen werden, obwohl sich dort die Delta-Variante des Corona-Virus stark ausbreitet. Aus diesem Grund rät auch Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) den deutschen Fußball-Fans von einer Reise zu den entscheidenden EM-Spielen ab auf die Insel ab.

Landesweite Inzidenz sinkt leicht auf 12,6

17:44 Uhr

In Baden-Württemberg ist die Sieben-Tage-Inzidenz nochmal leicht auf 12,6 gesunken (Stand: Sonntag 16 Uhr). Das hat das Landesgesundheitsamt mitgeteilt. Gestern lag der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche bei 12,7. Am Sonntag vor einer Woche lag er noch bei 23,9. Insgesamt wurden 70 Corona-Neuinfektionen verzeichnet - vor einer Woche waren es 108. Die landesweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz hat aktuell der Stadtkreis Heilbronn mit einem Wert von 27,6. Am niedrigsten liegt die Inzidenz im Landkreis Hohenlohe mit 2,7. In Verbindung mit Covid-19 wurden dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg zwei neue Todesfälle im Land gemeldet (insgesamt: 10.161).

Kommunen fordern mehr finanzielle Hilfe vom Land

17:12 Uhr

Angesichts enormer finanzieller Belastungen durch die Corona-Krise pochen die Kommunen in Baden-Württemberg auf weitere Hilfen des Landes. Allein dieses Jahr fehlten den Kommunen rund 2,5 Milliarden Euro an Einnahmen aus Steuern und dem Kommunalen Finanzausgleich, betonen die Spitzen von Gemeindetag, Städtetag und Landkreistag in einem gemeinsamen Schreiben an die Mitglieder der Haushaltskommission, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Um Nothaushalte zu vermeiden, müsse das Land die kommunalen Haushalte stabilisieren, betonten sie mit Blick auf die Haushaltsberatungen. Die Corona-Krise hat ein gewaltiges Loch in die Staatskassen gerissen und die Tilgung der aufgenommenen Milliarden-Schulden wird das Land noch Jahrzehnte beschäftigen.

Ulmer Bürgerhaus: Impfung für Tafelladen-Kunden

16:41 Uhr

Im Bürgerhaus Mitte in Ulm sind am Samstag 50 Menschen gegen Corona geimpft worden. Das Angebot richtete sich speziell an Kundinnen und Kunden des Tafelladens.

Bereits mehr als 22 Millionen digitale Impfpässe ausgestellt

13:22 Uhr

In Deutschland wurden bereits 22,3 Millionen digitale Impfpässe ausgestellt. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei Twitter mit. Die Zertifikate erhielten frisch Geimpfte in Impfzentren und Arztpraxen, aber auch bereits Geimpfte nachträglich in den Apotheken und in einigen Bundesländern per Post. Seit einer Woche stellen viele Apotheken digitale Impfpässe für Menschen aus, die diese noch nicht direkt bei der Corona-Impfung bekommen haben.

Koalition will Regeln zu Einreisebeschränkungen verlängern

9:20 Uhr

Bundesweite Einreisebeschränkungen sollen auch nach dem Ende der nationalen Epidemie aufrechterhalten werden können. "Wir wollen nächste Woche beschließen, dass Einreisebedingungen, die von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) per Verordnung festgelegt wurden, weitergelten können, auch wenn die epidemische Lage von nationaler Tragweite nicht mehr besteht", sagte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Johannes Fechner, der "Welt am Sonntag". Betroffen sein könnten Beförderungsverbote aus Virusvariantengebieten und Test- und Quarantäneverpflichtungen bei der Einreise. Union und SPD im Bundestag planen dazu noch vor der Sommerpause eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes, mit der Einreisebeschränkungen bis zu zwölf Monate weitergelten können, auch wenn die erst kürzlich verlängerte "epidemische Lage von nationaler Tragweite" Ende September ausläuft, wie die Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise schreibt.

Apotheken wollen weniger testen

8:00 Uhr

Deutschlands Apotheken wollen ihr Corona-Testangebot zurückfahren. Laut dem Apothekerverband Abda nimmt der Bedarf ab, weil immer mehr Menschen vollständig geimpft sind und die Infektionsschutzregeln nach und nach gelockert werden. Außerdem bezahle der Staat weniger als zuvor.

Bundesregierung will bessere Masken für Kinder

7:15 Uhr

Die Bundesregierung sieht Bedarf an FFP2-Masken für Kinder. Das geht aus der Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Grünen-Anfrage hervor, über die die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Im Einvernehmen mit dem Gesundheitsministerium sollen demnach bei der Normung auch Masken für Kindergrößen berücksichtigt werden. Die Grünen kritisieren, dass das erst jetzt nach 16 Monaten Corona-Pandemie passiert. Die FFP2-Maskenpflicht in Schulen sei zwar aufgehoben worden, viele Kinder trügen aber in Bus und Bahn die auf Erwachsene ausgerichteten Masken.

Bundesweite Inzidenz liegt bei 8,8

5:05 Uhr

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Fälle ist weiter gesunken. Das Robert-Koch-Institut gab den Inzidenzwert unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter am Sonntag mit 8,8 an. Am Samstag hatte er 9,3 betragen und war damit erstmals seit gut neun Monaten in den einstelligen Bereich gefallen. Am Sonntag vergangener Woche hatte der Wert bei 17,3 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche an.

Sonntag, 20. Juni 2021

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