Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Aktuell Live-Blog zum Coronavirus

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Montag, 17. Mai 2021

Stand

Das war der Montag in Baden-Württemberg

Bundesgesundheitsminister bittet um Geduld beim Impfen

22:52 Uhr

Trotz des angekündigten Endes der Impfpriorisierung am 7. Juni hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) um Geduld gebeten. "Dass am 7. Juni oder auch in der Woche des 7. Juni alle, die wollen, geimpft werden können, das kann ich ausdrücklich nicht sagen", erklärte der CDU-Politiker am Abend in den ARD-"Tagesthemen". "Das heißt nicht, dass wir dann alle binnen weniger Tage impfen können. Ich muss weiterhin auch da um Geduld bitten." Man werde bis in den Sommer hinein brauchen, um alle, die wollen, auch impfen zu können. Spahn hatte am Nachmittag zusammen mit den Länder-Gesundheitsministern beschlossen, dass die Priorisierung ab dem 7. Juni aufgehoben werden soll. Die seit dem Impfstart vor fünf Monaten eingeführten Vorranglisten nach Alter, Erkrankungen und Beruf sollen dann in Praxen und regionalen Impfzentren wegfallen. Ab 7. Juni sollen auch Betriebs- und Privatärzte regulär mitimpfen.

Österreich erlaubt Einreise ohne Quarantäne

21:03 Uhr

Österreich erlaubt von Mittwoch an die Einreise aus Deutschland ohne Quarantäne. Das erklärte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein mit Verweis auf eine neue Verordnung. Verpflichtend bleibe allerdings der Nachweis einer Impfung, Testung oder Genesung. "In vielen Staaten gehen die Infektionszahlen zurück, daher können wir parallel zu den Öffnungsschritten im Land auch Erleichterungen bei der Einreise nach Österreich umsetzen", sagte Mückstein. Als Impfnachweis würden die Impfstoffe anerkannt, die von der EU-Arzneimittel-Agentur EMA zugelassen worden seien oder den entsprechenden Prozess der Weltgesundheitsorganisation erfolgreich durchlaufen hätten.

Kritik an Aufhebung der Impf-Priorisierung ab 7. Juni

20:11 Uhr

Die geplante Aufhebung der Impfpriorisierung ab 7. Juni stößt auf Kritik. "Nicht ein Datum darf das Ende der ethischen Reihenfolge bei der Impfung bestimmen", so der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, gegenüber der "Rheinischen Post": "Allein der Impffortschritt in den drei Prioritätsgruppen muss der Maßstab für das Ende der Priorisierung sein." Er warf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, dieser kapituliere vor den Alleingängen der Ministerpräsidenten. "Es war ein Fehler, dass nicht der Bundestag die Regeln festgesetzt hat. Kommt im Herbst die notwendige Auffrischungsimpfung für wenigstens 60 Millionen Menschen, sind alle ethischen Leitplanken demoliert. Dann werden nicht mehr die Schwachen und relevanten Berufsgruppen geschützt, sondern es regieren die Starken und Schnellen", sagte Brysch.

Folgen des Corona-Lockdowns spaltet Wirtschaft in Baden-Württemberg

20:08 Uhr

Unter den Folgen des Corona-Lockdowns leiden seit rund sechs Monaten vor allem Einzelhandel, Gastronomie und Hotelbetriebe. Dagegen hat die Industrie in Baden-Württemberg weiter gute Geschäfte gemacht.

Sommerfestival der Kulturen in Stuttgart fällt aus

19:59 Uhr

Das Stuttgarter Sommerfestival der Kulturen fällt auch 2021 der Corona-Pandemie zum Opfer. Die für Mitte Juli vorgesehene Veranstaltung kann laut den Organisatoren weder realisiert noch finanziert werden, da die Auflagen bis heute nicht klar feststünden. Das nächste Sommerfestival ist nun im kommenden Jahr geplant.

Tübinger Tourismusförderung will mehr auf Kurzurlauber setzen

19:54 Uhr

Der Deutsche Tourismusverband rechnet damit, dass Onlineportale und Kommunikations-Software auch längerfristig viele Geschäftsreisen ersetzen werden. Sie haben laut Tübinger Landratsamt bislang den Hauptanteil der Übernachtungen im Kreis ausgemacht, auch wegen der großen Unternehmen in der Region und der Nähe zur Messe Stuttgart. Die Tourismusförderung des Kreises Tübingen will deshalb jetzt mehr auf Besucher setzen, die einen Kurzurlaub in der Region verbringen wollen. Sie hat gemeinsam mit Touristik-Verantwortlichen in Tübingen, Rottenburg und Mössingen einen Leitfaden erstellt, um die Betriebe auf diese Zielgruppe vorzubereiten. Unter anderem geht es um Zertifizierungen, um Kooperationen mit den Touristikern der Schwäbischen Alb und um die richtige Selbstdarstellung im Internet.

VfB Stuttgart rechnet mit Verlust von 45 Millionen Euro

19:36 Uhr

Der VfB Stuttgart rechnet wegen der seit über einem Jahr anhaltenden Corona-Krise mit einem Verlust in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. "Da wir nicht wissen, wann wieder Zuschauer zugelassen werden, ist eine Prognose bis zum Ende des Jahres schwierig", sagte Vorstandschef Thomas Hitzlsperger dem Fachmagazin "Sponsors". "Ich kann nur über das sprechen, was bisher bekannt ist. Wir bewegen uns in einem Bereich, den zum Beispiel auch Eintracht Frankfurt zu verkraften hat. Also etwa 45 Millionen Euro."

Ab Donnerstag "Click & Meet" im Ostalbkreis

19:22 Uhr

Im Ostalbkreis kann ab Donnerstag wieder per "Click & Meet" eingekauft werden. Das teilte das Landratsamt am Abend mit. Grund ist die sinkende Sieben-Tage-Inzidenz, die am Montag den fünften Werktag in Folge im Ostalbkreis unter 150 lag.

Corona-Impfung auch für Prioritätsgruppe 3

18:55 Uhr

Sowohl in den Hausarztpraxen als auch in den Impfzentren erhalten Impf-Willige weiterhin ihre Corona-Impfung. Bis zum 7. Juni wird nach Priorisierungsliste geimpft. Seit Montag sind auch Menschen der Prioritätsgruppe 3 berechtigt.

Biontech-Vakzin künftig länger bei Kühlschrank-Temperaturen lagerbar

18:37 Uhr

Der Corona-Impfstoff von Biontech kann künftig länger bei höheren Temperaturen aufbewahrt werden. Studien hätten ergeben, dass das Vakzin 31 Tage bei Kühlschrank-Temperaturen von zwei bis acht Grad Celsius gelagert werden könne und nicht wie bisher praktiziert nur fünf Tage, so die Mainzer Pharmafirma. Die Europäische Arzneimittelbehörde habe einer entsprechenden Änderung der Lagervorschriften zugestimmt. Bisher war eine längere Aufbewahrung nur bei Temperaturen von minus 80 bis minus 60 Grad erlaubt, was logistisch bei längeren Wegen oder der Lagerung in Arztpraxen schwierig war.

Landesweite Inzidenz sinkt unter 100

18:03 Uhr

In Baden-Württemberg liegt die Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit 20. März wieder unter 100. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes beträgt der Wert aktuell 95,0 (gestern: 101,0, vergangenen Montag: 140,6). Da sich mögliche Öffnungsschritte aber auf die Inzidenzen in Kreisen und Städten beziehen, ändert der landesweite Wert vorerst nichts. Landesweit wurden heute 600 Corona-Neuinfektionen gemeldet (gesamt: 479.212). Im Vergleich zu Montag vor einer Woche ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich gesunken - damals waren es 996. 555 mit Covid-19 infizierte Personen werden auf Intensiv-Stationen behandelt - 9 weniger als gestern. Die Behörden registrierten 22 neue Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 (gesamt: 9.725).

Priorisierung bei Corona-Impfungen soll ab 7. Juni enden

17:48 Uhr

Bis Ende Mai sollen 40 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft sein. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Nachmittag in Berlin mit. 15 Millionen Impfungen von Menschen mit besonderem Risiko seien von heute bis zum 7. Juni vorgesehen. Dann werde die Priorisierung in Impfzentren und in den Arztpraxen aufgehoben. In Baden-Württemberg ist dies für Hausärzte bereits jetzt der Fall. Spahn wertete den bis dahin noch weiter geltenden Vorrang für Ältere, Kranke und Menschen in bestimmten Berufen als wichtig. "Sie zuerst zu impfen, das war epidemiologisch geboten", sagte er. Die Priorisierung sei auch moralisch geboten gewesen. "Das war keine Bürokratie, das hat Menschenleben gerettet." Dennoch könnten die Kommunen bestimmte Kontingente von Impfdosen weiter für bestimmte Stadtteile oder Personengruppen verwenden.

Kassenärzte wollen nicht Millionen Impfnachweise nachträglich ausstellen

17:42 Uhr

Deutschlands Kassenärzte wollen keine Impfnachweise für Millionen in Impfzentren geimpfte Bürgerinnen und Bürger ausstellen. "Es ist den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und deren Teams nicht zuzumuten, solche Nachweise nachträglich für Millionen bereits geimpfter Menschen auszustellen", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Stephan Hofmeister. Bisher wurden 40 Millionen Impfdosen verabreicht, davon knapp 30 Millionen in Impfzentren. Es sei nicht Aufgabe der Ärzte, solche Nachweise auszustellen, so KBV-Chef Andreas Gassen. "Die Arztpraxis ist kein zweites Bürgeramt." Grundsätzlich sei man aber bereit, solche Nachweise für diejenigen auszustellen, die auch in der Praxis geimpft worden seien. Das müsse vergütet werden und dürfe nicht aufwendig sein. Deutschland will gemeinsam mit der EU noch im Juni einen digitalen Corona-Impfnachweis einführen.

Schulen und Kitas im Kreis Calw dürfen öffnen

17:38 Uhr

Ab Mittwoch dürfen Schulen im Landkreis Calw wieder Wechselunterricht anbieten und Kindertagesstätten im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen öffnen. Das teilte das Landratsamt mit. Demnach wurde heute der Inzidenzgrenzwert von 165 an fünf Werktagen in Folge unterschritten. Die Schulen entscheiden allerdings selbst, ob sie noch vor oder erst nach den Pfingstferien öffnen wollen.

Familienministerin will Familienleistungen ausbauen und vereinfachen

17:34 Uhr

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat Pläne für künftige Reformen in der Familienpolitik für die Zeit nach Corona vorgestellt. "Es geht darum, Familien nachhaltig zu stärken, die Infrastruktur in der öffentlichen Betreuung auszubauen und auch die finanzielle Unterstützung gezielt zu erhöhen", sagte die Ministerin. Wirksame Familienpolitik sei entscheidend, um die Folgen der Corona- Pandemie zu bewältigen, erklärte Giffey. In diesem Zusammenhang komme auch dem Aufholpaket für Kinder mit dem Volumen von zwei Milliarden Euro eine besondere Bedeutung zu. Ihren Angaben nach müssen die familienpolitischen Leistungen nicht nur weiterentwickelt, sondern auch gebündelt und vereinfacht werden.

Übersicht: So klappt der Urlaub an Pfingsten

17:20 Uhr

Endlich Ferien! Sonne tanken, entspannen, Urlaub machen - das wünscht sich nach monatelangem Corona-Lockdown wohl fast jeder. Aber wohin darf man reisen? Ein Überblick über die Regelungen für Baden-Württemberg, Deutschland und die Reise ins Ausland.

Impfbrücke im Kreis Heidenheim startet

17:04 Uhr

Im Landkreis Heidenheim geht morgen eine Impfbrücke in Betrieb. Die Brücke ist ein Online-Angebot, über welches Impfberechtige kurzfristig Termine vereinbaren können. Mit der Impfbrücke soll laut Landratsamt vermieden werden, dass Impfstoff weggeworfen werden muss. Impfberechtigte, die im Landkreis Heidenheim wohnen und die noch keinen Termin bekommen haben, können sich im Internet auf heidenheim.impfbruecke.de registrieren. Sollte im Impfzentrum Heidenheim dann kurzfristig Impfstoff übrig sein - etwa aufgrund von abgesagten oder nicht wahrgenommenen Terminen -, erhalten Registrierte nach dem Zufallsprinzip eine SMS. Ist die Buchung erfolgreich, bekommt der Patient oder die Patientin eine Bestätigungs-SMS mit einer Identifikationsnummer. Der Impftermin muss dann innerhalb der nächsten 40 Minuten wahrgenommen werden.

Mobile Impfteams gehen in sozial schwache Stadtteile

16:59 Uhr

Auch sozial schwache Menschen in Baden-Württemberg sollen eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Deshalb sind seit dieser Woche mobile Teams im Einsatz, um in den entsprechenden Stadtteilen ein Angebot zu machen, so das Gesundheitsministerium am Nachmittag. Mannheim, Pforzheim und Tuttlingen würden zu den Landkreisen mit der niedrigsten Impfquote in Baden-Württemberg zählen. Die Impfteams seien "die richtige Antwort, um alle gefährdeten Menschen zu erreichen und die Pandemie schneller zurückzudrängen", sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne).

Land zahlt wieder fiktiven Unternehmerlohn an Corona-Betroffene

16:52 Uhr

Von der Corona-Krise betroffene Selbstständige und Kleinunternehmer in Baden-Württemberg können ab morgen wieder einen sogenannten fiktiven Unternehmerlohn als Hilfe vom Land beantragen. Damit schließe man eine der letzten verbleibenden Förderlücken in der Überbrückungshilfe III des Bundes, so Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Viele Kleinunternehmer oder Selbstständige bezögen kein Gehalt, für sie reiche daher die reine Erstattung von Fixkosten nicht aus. Sie könnten daher für die Monate Januar bis Juni als Unterstützung den fiktiven Unternehmerlohn beantragen. Für jeden Monat gibt es pauschal 1.000 Euro, sofern jeweils ein Umsatzrückgang um 30 Prozent oder mehr im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 vorliegt.

Spahn schlägt Ende der Impfpriorisierung ab 7. Juni vor

16:44 Uhr

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland soll nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ab dem 7. Juni keine Priorisierung mit einer festgelegten Reihenfolge mehr gelten. "Damit sind alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren berechtigt, einen Impftermin zu vereinbaren", heißt es in einem Beschlussentwurf des Bundes für Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Ab 7. Juni solle die Priorisierung bundesweit in Arztpraxen und den regionalen Impfzentren entfallen, heißt es in dem Vorschlag. Zugleich wird betont, dass aufgrund der aktuell erwarteten Liefermengen nicht gleich alle Impfwilligen bereits im Laufe des Juni geimpft werden könnten. "Die Impfkampagne wird wie angekündigt bis zum Ende des Sommers fortgesetzt werden müssen."

Steuerausfälle wegen Corona-Krise geringer als erwartet

16:38 Uhr

Nach dem Einbruch in der Corona-Krise stabilisieren sich die Steuereinnahmen in Baden-Württemberg wieder. Sie liegen laut Steuerschätzung 2021 um 657 Millionen Euro höher als im laufenden Landeshaushalt veranschlagt, wie das Finanzministerium heute in Stuttgart mitteilte. Für 2022 ergibt sich ein Plus von 466 Millionen Euro im Vergleich zur sogenannten mittelfristigen Finanzplanung. Der neue Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) äußerte sich optimistisch. "Gerade als Industrieland hat die Pandemie uns in Baden-Württemberg im Kern hart getroffen. Die größten Einbrüche haben wir nun hinter uns. Die umfangreichen staatlichen Hilfen von Bund und Ländern wirken, beim Impfen machen wir gute Fortschritte, in der Wirtschaft geht es aufwärts", teilte er mit.

Wie sinnvoll ist eine Corona-Auffrischungsimpfung?

16:31 Uhr

Immer mehr Menschen sind geimpft. Aber auch immer mehr stellt sich die Frage: Wie lange hält die Impfung eigentlich? Muss ich sie irgendwann auffrischen lassen? Moderna hat jetzt eine Studie vorgelegt:

Lockerungen im Ortenaukreis erst ab Donnerstag

16:25 Uhr

Im Ortenaukreis wird es Lockerungen der Corona-Regeln frühestens ab Donnerstag geben. Das hat das Landratsamt mitgeteilt. Der Corona-Inzidenzwert liegt zwar im Ortenaukreis seit Mitte vergangener Woche bei unter 100 - der Feiertag und der Sonntag zählen aber nicht mit. Der Wert müsse an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen bei unter 100 liegen, so das Landratsamt. Das sei frühestens morgen der Fall, Erleichterungen gebe es entsprechend ab Donnerstag. Einzelhandel und Gastronomie können also hoffen, gegen Ende der Woche mit bestimmten Auflagen zu öffnen. Der Europapark Rust will am Freitag starten - das Schwarzwälder Freilichtmuseum in Gutach am Pfingstsamstag.

Hausärzteverband will mehr Freiheiten für Astrazeneca-Erstgeimpfte

15:48 Uhr

Der Deutsche Hausärzteverband befürwortet beim Corona-Impfstoff von Astrazeneca mehr Freiheiten für Erstgeimpfte. "Ansonsten gibt es das Dilemma: Entweder wird Astrazeneca erst gar nicht gewählt. Oder jemand will die zweite Impfung schon nach vier Wochen haben. Das ist aber nicht nur sinnlos, sondern kann sogar negative Effekte haben", sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt der "Wirtschaftswoche". "Deshalb kann für Astrazeneca gerade ein positiver Anreiz gesetzt werden, wenn nach der ersten Spritze schon die gleichen Freiheiten gelten wie für diejenigen, die zwei Dosen Biontech oder Moderna bekommen haben." Bereits nach der ersten Impfung mit einem Vektor-Impfstoff wie Astrazeneca sei der Impfschutz "sehr hoch", argumentierte Weigeldt.

Impfen, Schnelltest und Nachweise - das müssen Sie jetzt wissen

15:27 Uhr

In Baden-Württemberg dürfen in immer mehr Regionen Gastronomie, Ferienunterkünfte und Freizeitparks wieder öffnen. Welche Nachweise Sie brauchen, um rein zu dürfen, lesen Sie hier:

Lange Impf-Wartelisten bei Hausärzten

15:15 Uhr

Nach der aufgehobenen Impfpriorisierung bei Hausärzten in Baden-Württemberg berichten diese von vielen Anfragen und langen Wartelisten. Belastend sei auch, dass Patienten Impfstoffe ohne medizinische Gründe so manches Mal ablehnen würden. Allgemeinmediziner Manfred Frenzel aus Oberstenfeld (Kreis Ludwigsburg), der auch in Ellhofen (Kreis Heilbronn) eine Praxis betreibt, wird nach eigenen Angaben bereits seit zwei Wochen "überrannt", nachdem die Impfpriorisierung für Vektorimpfstoffe - wie Astrazeneca - "de facto" aufgehoben wurde. Der Verband medizinischer Fachberufe hat die Patienten aufgefordert, sich nicht sofort an die Arztpraxen zu wenden - es fehle noch immer Impfstoff.

Astrazeneca Impfstoff: In welchem Abstand soll man sich impfen lassen?

14:55 Uhr

Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca ist in Verruf geraten. Zu Unrecht, denn der Impfstoff schützt laut Studien zuverlässig vor schweren Erkrankungen und dem Tod. Wichtig für eine gute Wirksamkeit ist der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung.

Astrazeneca Impfstoff In welchem Abstand soll man sich impfen lassen?

Der Astrazeneca Impfstoff ist in Verruf geraten. Zu Unrecht, denn der Impfstoff schützt zuverlässig vor schweren Erkrankungen und Tod. Wichtig für eine gute Wirksamkeit ist der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung.

Freiburg will Gastronomie und Einzelhandel helfen

14:42 Uhr

Die Freiburger Stadtverwaltung will Gastronomie und Einzelhandel bei der finanziellen Bewältigung der Corona-Krise unterstützen. So sollen etwa für die Gastronomie größere Außenflächen - etwa auf Wegen, Plätzen und öffentlichen Parkplätzen - genehmigt werden. Gastronomische Betriebe sollen dann durch die neuen Flächen mehr Gäste bewirten können. Im Einzelhandel nimmt die Stadt deshalb zudem rund 60.000 Euro weniger Gebühren für Warenlager und Werbeträger auf öffentlichen Flächen ein. Im Jahr 2022 sollen die Gebühren wieder regulär erhoben werden. Zukünftig gelten dieselben Sperrzeiten für alle gastronomischen Freisitzflächen. Unter der Woche ist um 23 Uhr Schluss, Freitagabend, Samstagabend und vor Feiertagen um 24 Uhr.

Bundesnotbremse im Kreis ab Mittwoch außer Kraft

14:28 Uhr

Am Mittwoch ist im Rhein-Neckar-Kreis die sogenannte Bundesnotbremse außer Kraft gesetzt, weil die Sieben-Tage-Corona-Inzidenz dann fünf Werktage in Folge unter dem Wert von 100 lag. Ab dann sind Öffnungen für Hotels und Gaststätten, sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen möglich, wie der Landkreis mitteilte. Die nächtliche Ausgangssperre ist dann außer Kraft gesetzt.

Ethikratsmitglied kritisiert Aufhebung der Impfpriorisierung

14:11 Uhr

Ethikratsmitglied Andreas Lob-Hüdepohl sieht die Aufhebung der Impfpriorisierung in einigen Bundesländern kritisch. Es verstoße gegen das Prinzip der Gerechtigkeit, "die noch nicht durchgeimpften Personen mit höherer Dringlichkeit dem Windhund- und Ellenbogenprinzip auszusetzen", sagte der Berliner Theologe im Interview mit "Welt". Während dies in Baden-Württemberg bereits gilt, wird den Hausärzten auch in Bayern im Lauf dieser Woche komplett freigestellt, in welcher Reihenfolge sie die Corona-Impfungen durchführen. Aus Sicht von Lob-Hüdepohl setzen die Länder mit der Priorisierung auch das Gerechtigkeitsprinzip in der Impfstoffverteilung außer Kraft.

Kinderschutzbund Ulm: Kinder erleben mehr häusliche Gewalt während Corona

13:54 Uhr

Nach Angaben des Kinderschutzbundes in Ulm haben 100 Kinder in der Region im vergangenen Jahr häusliche Gewalt erlebt. Das ist laut Jahresbericht eine Zunahme von 30 Prozent.

Sanofi-Coronaimpfstoff geht in letzte Testphase

13:49 Uhr

Der Corona-Impfstoffkandidat des französischen Pharmakonzerns Sanofi und des britischen Herstellers GSK geht in die letzte Testphase vor der erhofften Zulassung. Die dritte Phase mit 35.000 Probanden soll zwischen Ende Mai und Anfang Juni beginnen, wie Sanofi heute in Paris mitteilte. Bisherige Tests hätten nach zwei Impfungen mit dem Vakzin in mehr als 95 Prozent der Fälle eine Antikörperbildung ergeben, betonte Sanofi. Der Impfstoff wurde allerdings bislang nicht auf seine Wirksamkeit gegen Varianten überprüft, wie etwa die weit verbreitete britische. In der dritten Phase sind Tests auch mit der südafrikanischen Mutante vorgesehen. Sanofi rechnet demnach weiter damit, dass der Impfstoff im vierten Quartal auf den Markt kommt.

Lockerungen im Kreis Böblingen

13:34 Uhr

Der Kreis Böblingen ist der erste in der Region Stuttgart, der nach der dritten Welle die Corona-Maßnahmen wieder lockern darf. Seit heute ist es soweit: "Click & Meet", Gastronomiebesuche und Hotelübernachtungen sind wieder möglich.

Partygäste verstecken sich vor der Polizei in Schränken

13:23 Uhr

Bei einer illegalen Feier in Karlsruhe haben sich mehrere Partygäste in Schränken und Abstellräumen vor der Polizei versteckt. Das nützte ihnen aber nichts, die Beamten lösten die Geburtstagsfeier auf. Einige Gäste versuchten am gestern Abend noch durchs Fenster zu fliehen, aber erfolglos: Dort wurden sie bereits von Polizisten erwartet. Insgesamt hatten 28 Menschen in dem Vereinsheim gefeiert. Sie müssen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln nun mit Geldstrafen rechnen, wie die Polizei mitteilte.

Hersteller forschen an Wirkstoffen gegen Mutationen

13:15 Uhr

Während die meisten Menschen noch auf ihre Impfung warten, arbeiten die Hersteller bereits an der nächsten Generation von Vakzinen, die gegen die Covid-Varianten helfen sollen. Wer ist beim Impfstoff 2.0 vorn?

Lucha verteidigt Öffnungsschritte auf Kreisebene

12:58 Uhr

Nach der Kritik an regional unterschiedlichen Öffnungen hat Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) das Vorgehen erneut verteidigt. "Wenn ein Landkreis an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter der Marke 100 liegt, kann er die erste Öffnungsstufe angehen. Und wenn ein Landkreis nur wenige Kilometer weiter entfernt diese Bedingungen nicht erfüllt, dann müssen dort die Restaurants und Cafés geschlossen bleiben", so Lucha. Das sei die Lage und daran könne und werde man nicht rütteln. "Wenn wir hier Ausnahmen zulassen, verschwimmen die Grenzen und es werden Ungerechtigkeiten gegenüber anderen Landkreisen produziert", teilte der Sozialminister mit. Damit reagiert Lucha unter anderem auf Kritik vom Vorsitzenden des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) im Bodenseekreis, Horst Müller. Er hatte davor gewarnt, dass es zu einem "totalen Chaos" und einem "Landkreis-Hopping" komme. Die Gerichte hätten dem Land bei den Ausgangssperren eine "kreisscharfe Betrachtung" auferlegt, davon könne man bei den Öffnungsschritten nun nicht abweichen, erklärte Lucha: "Mein Appell ist jetzt: nicht meckern, sondern machen."

Bundesregierung sieht noch keine Entwarnung für den Sommer

12:45 Uhr

Die Bundesregierung sieht trotz der Entspannung der Corona-Lage noch keinen Anlass zur Entwarnung auch für den Sommer. Die täglich fallenden Neuinfektionszahlen und die mit großem Schwung laufende Impfkampagne könnten zuversichtlich machen, aber nicht voreilig, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. "Wir haben noch nicht die Voraussetzungen dafür erreicht, einen genauso entspannten Sommer wie letztes Jahr zu genießen." Ziel müsse bleiben, die Zahl der Ansteckungen deutlich weiter zu senken.

Konjunkturumfrage: Corona-Folgen spalten Wirtschaft

12:20 Uhr

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen spalten die Wirtschaft in Baden-Württemberg. Während in weiten Teilen der Industrie längst wieder Aufbruchsstimmung herrscht, geht vor allem in Handel und Gastronomie die Existenzangst um. Das geht aus den Ergebnissen der aktuellen Konjunkturumfrage des Industrie- und Handelskammertages hervor, die heute veröffentlicht wurden. Demnach profitiert die Industrie insbesondere vom Export und zieht andere Wirtschaftsbereiche wie den Großhandel, den Güterverkehr und auch viele Dienstleister mit. In Gastronomie, Handel und Tourismus keimt derweil zwar Hoffnung angesichts der in Aussicht gestellten Öffnungen. Die aktuelle Lage bleibe aber für viele prekär, hieß es.

Land unterstützt "Lolli-Tests" für Kinder

12:16 Uhr

Für die "Lolli-Tests", mit denen Kinder in Freiburg auf das Coronavirus untersucht werden, gibt es Unterstützung vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium. Von dort kommen 200.000 Euro über eine Laufzeit von sechs Monaten, teilte das Ministerium heute mit. Ziel sei es, nach einer erfolgreichen Pilotphase den Test auf alle Schulen und Kitas in Freiburg auszuweiten. Bei dem Test lutschen die Kinder lediglich 30 Sekunden lang an einem Wattetupfer. Der aufgenommene Speichel wird dann daraufhin untersucht, ob sich darin Coronaviren finden. Fällt der Test positiv aus, müssen sich die Kinder einem genaueren PCR-Test unterziehen. Ministerin Theresia Bauer (Grüne) lobt das Projekt, weil Kinder zu den Hauptbetroffenen der Pandemie gehörten und der PCR-Lolli-Test eine einfache und zuverlässige Möglichkeit zur Testung biete.

Vier Millionen Menschen im Land mit Erstimpfung

11:55 Uhr

In Baden-Württemberg haben inzwischen etwas mehr als vier Millionen Menschen - das entspricht rund 36 Prozent der Bevölkerung - mindestens eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Das geht aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervor. Einen vollständigen Impfschutz haben demnach etwas mehr als 1,2 Millionen Menschen in Baden-Württemberg (rund 11 Prozent).

Tübinger Hausarzt warnt vor zu hohen Erwartungen

11:47 Uhr

Die kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg begrüßt, dass die Impfreihenfolge in Arztpraxen im Land ab heute wegfällt. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Baden-Württemberg dürfen selbst entscheiden, welche Patienten sie impfen. Der Tübinger Hausarzt Christian Mickeler warnt im SWR vor zu hohen Erwartungen. Die Kapazitäten seien trotzdem begrenzt - durch den verfügbaren Impfstoff und die personellen Möglichkeiten in den Praxen. "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht", sagte er und warnt damit davor zu glauben, dass es jetzt deutlich schneller geht.

Belebte Heidelberger Innenstadt am Wochenende

11:36 Uhr

Seit Samstag dürfen in Heidelberg Gaststätten wieder öffnen. Das lockte viele an. Die Innenstadt war voll, vor manchen Geschäften bildeten sich lange Warteschlangen.

Überlastung der Hausarztpraxen im Land befürchtet

11:07 Uhr

Wegen der heutigen Aufhebung der Corona-Impfpriorisierung bei Hausärztinnen und Hausärzten in Baden-Württemberg befürchtet der Verband medizinscher Fachberufe eine Überlastung. "In Baden-Württemberg kann man nur davor warnen, schon heute in den Arztpraxen zu versuchen, einen Termin zu bekommen", sagte Verbandspräsidentin Hannelore König im SWR. Im Prinzip bleibe es die ganze Woche schwierig - nach wie vor sei zu wenig Impfstoff vorhanden. Deshalb seien Arzthelferinnen und Arzthelfer "nicht so begeistert" vom Wegfall der Priorisierung, so König weiter. "Man kann nicht vernünftig planen. Von daher wird das für die medizinischen Fachangestellten eine noch größere Herausforderung werden." Insgesamt habe die Arbeitsbelastung in der Corona-Pandemie deutlich zugenommen, die Impfungen würden die Lage noch verschlimmern: "Es gibt keine Hotlines, die die Termine vergeben. Das machen die medizinischen Fachangestellten", sagte König.

Spahn: 37 Prozent der Deutschen geimpft

10:57 Uhr

Bis heute Morgen sind in Deutschland mehr als 40 Millionen Corona-Impfungen verabreicht worden. Das schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter. Damit seien 30,7 Millionen Deutsche (37 Prozent) mindestens einmal geimpft, über 9,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger (11,2 Prozent) hätten bereits einen vollen Impfschutz.

Bis heute Morgen gab es mehr als 40 Mio COVID-19-Impfungen in Deutschland. Damit sind 30,7 Mio (37%) Deutsche mindestens einmal geimpft, über 9,3 Mio (11,2 %) haben einen vollen Impfschutz.

Offener Brief: Curevac soll Patente freigeben  

10:47 Uhr

Das Tübinger Biotechnologie-Unternehmen Curevac soll Patente und Wissen über Covid-19 weltweit freigeben. Das fordern verschiedene Gruppen aus der Unistadt. Curevac könne einen großen Beitrag zur Eindämmung von Corona leisten, heißt es in einem offenen Brief. Rendite und Dividenden dürften nicht die alleinige Richtschur unternehmerischen Handels mit Impfstoffen sein, heißt es weiter. Unterschrieben haben den Brief unter anderem Vertreter des Deutschen Instituts für Ärztliche Mission, die unabhängige Patientenberatung und Gruppen der Evangelischen Kirchen in Tübingen. Im Februar hatte es einen ähnlichen internationalen Aufruf gegeben. Damals teilte ein Sprecher mit, Curevac unterstütze den globalen Zugang zu Impfstoffen. Allerdings seien Patente nicht das Entscheidende.

Polizei löst illegale Pokerrunde auf

10:36 Uhr

In Malsch (Kreis Karlsruhe) hat die Polizei am Samstagabend eine illegale Pokerrunde aufgelöst. Rund 20 Personen hatten sich laut Polizei in einer Gaststätte im Industriegebiet getroffen. An mehreren Spieltischen soll um hohe Geldbeträge gespielt worden sein. Der Wirt bediente zudem die Gäste. Ein Zeugenhinweis hatte die Polizei auf die Pokerrunde aufmerksam gemacht. Auf alle Beteiligten kommt nun eine Anzeige zu.

Marburger Bund kritisiert Aufhebung der Impfpriorisierung

10:15 Uhr

Die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, hat die Aufhebung der Impfpriorisierung in einigen Bundesländern kritisiert. Dies werde zu mehr Frust bei den Menschen führen, da nicht alle gleichzeitig geimpft werden könnten, sagte Johna im Deutschlandfunk. Zudem sei zu befürchten, dass die Tendenz verstärkt werde, sich bei den Impfungen vorzudrängeln. Zuvor hatten bereits andere Mediziner Kritik an der Aufhebung der Priorisierung geäußert. Neben Baden-Württemberg hat auch Berlin die Impfpriorisierung für alle Impfstoffe in Haus- und Facharztpraxen ab heute aufgehoben - Bayern folgt voraussichtlich im Laufe der Woche, Sachsen Ende Mai.

Handelsverband Deutschland fordert mehr Hilfen für Einzelhandel

10:12 Uhr

Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert für den Einzelhandel eine Erhöhung der Corona-Überbrückungshilfen oder eine entsprechende Schadensregulierung nach EU-Recht. Ansonsten drohe eine Klagewelle. Der Verband beklagt, dass es bei der Bewilligung der November- und Dezember-Hilfen zu einer Ungleichbehandlung von Gastronomie und Einzelhandel gekommen sei. Dabei stützt er sich auf das Ergebnis einer Umfrage unter rund 1.000 seiner Mitgliedsunternehmen. So hätten viele Einzelhändler ab Mitte Dezember coronabedingt schließen müssen - anders als die Gastronomie hatten sie jedoch keinen Anspruch auf die November- und Dezemberhilfe, kritisierte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. "Das ist eine klare Ungleichbehandlung im Vergleich zur Gastronomie."

VfB rechnet mit coronabedingtem Verlust von 45 Millionen Euro

9:45 Uhr

Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart rechnet wegen der Corona-Krise mit einem Verlust in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. "Ich kann nur über das sprechen, was bisher bekannt ist. Wir bewegen uns in einem Bereich, den zum Beispiel auch Eintracht Frankfurt zu verkraften hat. Also etwa 45 Millionen Euro", sagte Vorstandschef Thomas Hitzlsperger dem Fachmagazin "Sponsors". Allein pro Heimspiel ohne Zuschauer entgingen den Schwaben etwa zwei Millionen Euro. TV-Gelder würden helfen, die Phase zu überstehen, sagte Hitzlsperger. Dazu verzichteten Spieler und Mitarbeitende des VfB auf Gehalt. Teile der Belegschaft wurden in Kurzarbeit geschickt. Ein im vergangenen Frühjahr beantragter Hilfskredit wurde von der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mittlerweile bewilligt. "Auch eine weitere Saison ohne Zuschauer wäre darstellbar", sagte Hitzlsperger, danach würde es langsam brenzlig werden.

Studie: 80 Prozent des Einkommensverlusts aufgefangen

9:14 Uhr

Der Staat hat einen Großteil der finanziellen Verluste der Bundesbürgerinnen und -bürger durch Corona ausgeglichen. Das schreiben die Autoren einer heute veröffentlichten Studie des Ifo-Instituts und des Joint Research Centers der Europäischen Kommission. Rund 80 Prozent des "Einkommensschocks" seien abgefedert worden, heißt es darin. Laut Ifo-Institut ist es gelungen, den Anstieg von Einkommensungleichheit und das Armutsrisiko abzufedern. Corona-Zuwendungen für Familien und die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes hätten dazu beigetragen, die Bruttoerwerbseinkommen in Deutschland zu stabilisieren. Statt um knapp 5 Prozent sanken sie demnach nur um rund 0,8 Prozent. Da einige der Maßnahmen bereits ausgelaufen oder reduziert worden seien, sei davon auszugehen, dass einkommensschwächere Haushalte negativ betroffen blieben, solange die Pandemie nicht gestoppt sei. Deshalb hält das Institut weitere Maßnahmen für erforderlich.

Verband: Betriebsärzte bereit für Impfungen

9:05 Uhr

Laut der Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Anette Wahl-Wachendorf, sind die Betriebsärztinnen und Betriebsärzte bereit, sofort in den Unternehmen mitzuimpfen. In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte Wahl-Wachendorf: "Wir könnten sofort loslegen und hätten auch schon vor einigen Wochen loslegen können."

Ausgangssperre im Kreis Böblingen aufgehoben

8:55 Uhr

Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Böblingen (96,7) an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 lag, gelten auch dort ab heute Lockerungen. Das geht aus einer Allgemeinverfügung hervor, die das zuständige Landratsamt am Sonntag veröffentlicht hat. So wird unter anderem die Ausgangssperre aufgehoben. Bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen sich treffen, Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Daneben dürfen Betriebe für körpernahe Dienstleistungen, wie etwa Kosmetik- oder Nagelstudios und Massagepraxen, öffnen.

Gastronomie-Öffnungen am Wochenende eher holprig

8:07 Uhr

Der Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Schwarzwald-Bodensee hat über eine teils holprige Wiedereröffnung der Gastronomie am Wochenende geklagt. Wo in der Pandemie reserviert werden musste, sei es zwar perfekt gelaufen, da hätten manche Gäste sogar Bescheinigungen über Tests und Impfungen als Foto vorab geschickt, sagte Alexander Hangleiter der "Badischen Zeitung". "Schwieriger war es bei Spontanbesuchen in Restaurants, vor allem in Innenstädten. Da waren Gäste oft nicht über die Negativ-Testpflicht im Bilde." Deshalb seien viele Plätze frei geblieben. "Ein Restaurant in Freiburg teilte mir mit, dass es am Samstagabend 20 Tische hätte besetzen können, weil die meisten Besucher aber die notwendigen Nachweise nicht hatten, war nur ein Tisch besetzt."

So kommen Sie an einen Impftermin

7:49 Uhr

Die Priorisierungen für die Corona-Impfung werden in Baden-Württemberg gelockert. Wer sich zu den Impfberechtigten zählen darf, wird aber meist mit der ernüchternden Realität konfrontiert, wenn es darum geht, einen Corona-Impftermin zu buchen. Denn die Termine sind nicht leicht zu bekommen.

Inzidenz im Main-Tauber-Kreis wieder gestiegen

7:19 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Main-Tauber-Kreis ist am Sonntag laut Landesgesundheitsamt wieder knapp über die 50er-Marke - auf 51,4 - gestiegen. Zuletzt wurden im Main-Tauber-Kreis Inzidenzwerte um 45 gemeldet, am Wochenende waren erstmals wieder Gastronomiebetriebe geöffnet. Bleibt der Wert jedoch drei Tage in Folge über 50, gelten wieder mehr Beschränkungen, zum Beispiel müssten private Treffen wieder kleiner ausfallen. Gesunken ist die Inzidenz hingegen im Kreis Heilbronn, erstmals wieder unter 100, auf 97.

Einzelhandel in Mannheim ab sofort wieder offen

7:08 Uhr

In Mannheim darf der Einzelhandel ab sofort wieder öffnen. Grund dafür ist, dass die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben der Stadt an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen den Schwellenwert von 150 unterschritten hat. Kundinnen und Kunden müssen allerdings im Vorfeld einen festen Einkaufs-Termin buchen und einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Geschäfte dürfen pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche nur einen Kunden empfangen. Außerdem müssen die Einzelhändlerinnen und Einzelhändler die Kontaktdaten der Kunden erfassen. Lutz Pauels von der Werbegemeinschaft Mannheim City sagte dem SWR, er hoffe darauf, dass bald auch die Gastronomie wieder öffnen dürfe. Am Freitag traten Änderungen in der Corona-Verordnung des Landes in Kraft. Seitdem sind in den Regionen Lockerungen möglich, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter hundert liegt.

RKI: 5.412 neue Corona-Fälle in Deutschland

6:13 Uhr

Binnen 24 Stunden sind dem Robert-Koch-Institut (RKI) bundesweit 5.412 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 6.922 Ansteckungen gelegen. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Das RKI weist zudem darauf hin, dass sich der Feier- und der Brückentag noch immer auf die Zahlen auswirken können. Den Wert für die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am frühen Morgen mit 83,1 an - dem gleichen Wert wie gestern. Vor einer Woche hatte die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 119,1 gelegen. Fünf Städte und Kreise weisen aktuell eine Inzidenz oberhalb der Schwelle von 200 auf, darunter auch der Zollernalbkreis (202,3) in Baden-Württemberg.

Schüler zum Teil wieder vor Ort in den Schulen

5:47 Uhr

Wegen landesweit sinkender Sieben-Tage-Inzidenzen ist ab heute wieder Präsenz im Schulunterricht möglich. Für Schülerinnen und Schüler heißt das in den meisten Fällen zunächst Wechselunterricht. Das hat das Kultusministerium den Schulen und Betreuungs-Einrichtungen schon Anfang Mai in Aussicht gestellt, allerdings nur in Kreisen, in denen die Inzidenz fünf Tage in Folge unter der Marke von 165 Neuinfektionen liegt.

Keine Impfpriorisierung bei Hausärzten

5:26 Uhr

Mehr als jeder Dritte in Baden-Württemberg ist mittlerweile mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft. Ab sofort impfen Hausärztinnen und Hausärzte in Baden-Württemberg alle Impfwilligen. Auf eine Priorisierung wie im Impfzentrum müssen sie nicht mehr achten.

Montag, 17. Mai 2021

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Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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SWR