Astrazeneca Impfstoff (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Astrazeneca Impfstoff

In welchem Abstand soll man sich impfen lassen?

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Fabian Jutzi

Der Astrazeneca Impfstoff ist in Verruf geraten. Zu Unrecht, denn der Impfstoff schützt zuverlässig vor schweren Erkrankungen und Tod. Wichtig für eine gute Wirksamkeit ist der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung.

Laut Zulassung durch die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) dürfen zwischen vier und zwölf Wochen zwischen der Erst- und Zweitimpfung mit Astrazeneca liegen. Doch ob eher am Anfang oder am Ende des Zulassungszeitraums die zweite Dosis verabreicht wird, macht einen großen Unterschied.

RKI und Drosten: Zwölf Wochen besser als sechs

Das Robert Koch-Institut verdeutlichte in einer Erklärung, dass die Schutzwirkung nach der ersten Impfung in den ersten drei bis zwölf Wochen konstant bliebe. Der Impfschutz nehme bei einer Verlängerung des Impfabstandes zur zweiten Impfung von sechs auf zwölf Wochen hingegen deutlich zu. Die ständige Impfkommission empfahl daher Ende April nochmals einen Impfabstand von zwölf Wochen. Auch Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité empfiehlt einen längeren Impfzeitraum: "Es gibt Daten, die deuten in die Richtung, dass man eher an das Ende der empfohlenen Abstandszeit gehen sollte. Also eher drei Monate Abstand wählen als zwei und zwei eher als einen."

Effektivität steigt von 55 Prozent auf 81 Prozent

Studien, die im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlicht wurden, zeigen, dass die Effektivität von 55 Prozent bei einem Abstand von weniger als sechs Wochen auf rund 81 Prozent bei zwölf Wochen Abstand steige. Medizinisch spricht also sehr wenig für eine vorgezogene Zweitimpfung.

Was spricht also für eine vorgezogene Impfung? Eine vollständig geimpfte Person hat seit letzter Woche Erleichterungen bei den Corona-Regeln. So gibt es für Sie Ausnahmen von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, Zugang ohne Test bei Zoos und Frisören und weniger Quarantäneregeln bei Reisen. Davon wollen natürlich viele möglichst schnell profitieren.

Lauterbach: Keine Erleichterungen für Erstgeimpfte

Einen zuletzt von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) eingebrachten Vorschlag, bereits nach einer Dosis Astrazeneca Erleichterungen für Geimpfte zu ermöglichen, lehnt der SPD-Politiker und Epidemiologe Karl Lauterbach ab. "Dies ist medizinisch nicht haltbar und auch nicht sinnvoll", sagte er dem Tagesspiegel. Somit ist das Konzept für den Sommer auf Erstimpfung und Schnelltests zu setzen sinnvoller als die (zu) schnelle Zweitimpfung.

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Fabian Jutzi