Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Aktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, aprott)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Dienstag, 1. Juni 2021

STAND

Das war der Dienstag in Baden-Württemberg

Biontech darf mehr Corona-Impfstoff in Belgien produzieren

22:22 Uhr

Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer können in ihrem Werk im belgischen Puurs die Produktion von Corona-Impfstoff weiter hochfahren. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Genehmigung von weiteren Herstellungs- und Abfüllungskapazitäten dort empfohlen. Das werde erhebliche und sofortige Auswirkungen auf die Versorgung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer haben. Eine Prüfung der Anlage in Puurs hat laut EMA ergeben, dass dort durchgängig Impfstoffe in hoher Qualität produziert werden können. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides begrüßte das auf Twitter: "Das ist ein sehr willkommener Schritt hin ... zur schnelleren Lieferung von Impfstoffen in alle Welt."

Wenige Kurzarbeiter nutzen Chance zur Weiterbildung

21:35 Uhr

Die Zahl der Kurzarbeiter ist im Mai weiter gesunken. Das gab die Bundesanstalt für Arbeit bekannt. Demnach hatten die Unternehmen in Baden-Württemberg für mehr als 2,6 Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet. Das heißt allerdings nicht, dass auch so viele in Kurzarbeit waren. Tatsächlich geht man im Land von 472.000 Kurzarbeitern im Februar aus. Ein Jahr zuvor waren es fast eine Million. Die unfreiwillig freie Zeit haben aber nur wenige genutzt, um sich weiterzubilden.

Erster Tag in Großbritannien ohne Corona-Tote

20:06 Uhr

Zum ersten Mal seit Juli 2020 hat es in Großbritannien heute keine neuen Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gegeben. Insgesamt starben im Vereinigten Königreich 127.782 Menschen an oder mit dem Virus. Das ist die höchste Zahl an Todesopfern in Europa. Nach offiziellen Zahlen gab es heute mehr als 3.000 bestätigte Neuinfektionen, vor allem im Norden des Landes. Drei Viertel davon haben demnach mit der Virusvariante Delta zu tun, die erstmals in Indien festgesetellt wurde. Die WHO hatte festgelegt, dass die Varianten in Zukunft mit griechischen Buchstaben benannt werden - und zwar in der Reihenfolge ihrer Entdeckung. So wird beispielsweise aus der britischen Variante "Alpha", die südafrikanische heißt künftig "Beta" und die brasilianische "Gamma".

Alkoholverbot in Tübinger Altstadt ab morgen Nacht

20:02 Uhr

Ab morgen gilt in der gesamten Tübinger Altstadt nachts ein Alkoholverbot. Damit reagiert die Stadt auf die Vorkommnisse vom Wochenende. Die neue Allgemeinverfügung schreibt vor, dass von 22 bis 4 Uhr kein Alkohol mehr auf öffentlichen Plätzen in der Altstadt und auf der Neckarbrücke getrunken werden darf. Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) verweist darauf, dass die Gefahr der Pandemie nicht gebannt sei. Ordnungsamt und Polizei würden kontrollieren, ob sich alle an Verbot, Kontaktbeschränkung und Maskenpflicht hielten. Außerdem müssen Restaurants und Einzelhandel die Verwendung der Luca-App ermöglichen. Die soll bei der Kontaktverfolgung helfen. Palmer appelliert an alle Kunden, die App zu nutzen.

Staatstheater Stuttgart öffnen für Modellprojekt

19:56 Uhr

Die Württembergischen Staatstheater können ihre Häuser für ein Modellprojekt öffnen. Sie wollen zusammen mit der Universität Stuttgart Infektionsrisiken und deren Vermeidung im laufenden Betrieb untersuchen. Grundlage sei die sogenannte Schachbrettbestuhlung, so die Staatstheater. Im Modellversuch sollen Besucherlenkung, Hygienekonzepte und sitzplatzgenaue Kontaktdatenverfolgung im Infektionsfall erprobt werden. Unter wissenschaftlicher Begleitung sollen so eine fundierte Risikoeinschätzung der Schachbrettbestuhlung und konkrete Handlungsvorgaben erarbeitet werden. Dafür werden das Schauspiel- und das Opernhaus vom 19. Juni bis zum 25. Juli für das Publikum geöffnet. Einlassbedingungen sind ein negativer Test oder ein Genesenen- oder Impfnachweis. Die Staatstheater versprechen in dieser Zeit ein groß angelegtes Kulturangebot.

BW veröffentlicht Kreis-Impfquoten

19:51 Uhr

In Baden-Württemberg sollen künftig die Corona-Impfquoten in den Stadt- und Landkreisen veröffentlicht werden. Auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums werden die Zahlen wöchentlich aktualisiert. Enthalten sind sowohl die Impfungen in den Impfzentren wie auch in den Hausarztpraxen. Allerdings erfasten die Zentren die Postleitzahlen der Geimpften, bei den Hausärzten wird nur die Postleitzahl der Praxis erfasst. Deshalb ist die Statistik nicht ganz genau. Trotzdem zeigt sie, dass in sozial und gesellschaftlich schwierigen Gebieten weniger geimpft wurde. Deshalb werden dort jetzt mobile Impfteams hingeschickt.

Dehoga hält Sperrstunde für zu früh

19:48 Uhr

Seit dem Pfingstwochenende dürfen die Gaststätten im Land wieder öffnen: innen und außen, allerdings nur bis 21 oder 22 Uhr Uhr. Diese Sperrzeit hält Dehoga-Vorsitzende im Kreis Freudenstadt, Beate Gaiser, für zu früh: "Man kann nicht sagen, die Ausgangssperre fällt, aber die Gastronomie muss um 21 Uhr schließen." Es sei blauäugig zu glauben, dass dann alle Gäste nach Hause gingen. Ihrer Meinung nach gehen die Gäste noch in Parks oder in die Altstadt und treffen sich und trinken weiter.

Knapp 10.000 Corona-Tote in Baden-Württemberg

19:23 Uhr

Die Zahl der Corona-Toten in Baden-Württemberg könnte morgen die Marke von 10.000 überschreiten. Bis heute Nachmittag (16 Uhr) starben 9.991 Menschen. im Land an oder mit dem Coronavirus. Das sind 22 mehr als gestern. Da hatte sich die Zahl der Toten um 20 erhöht, vor einer Woche waren es 26.

Curevac sammelt weiter Daten für die Zulassung seines Impfstoffs

19:14 Uhr

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac sammelt weiter Daten zu seinem Impfstoff, um sie bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA einzureichen. Curevac hofft, dass die Zulassung des Vakzins noch im Juni erfolgt. Das sogenannte rollierende Zulassungsverfahren bei der EMA hat im Februar begonnen. Eine unabhängige Studie sieht offenbar keine Sicherheitsbedenken für die Zulassung des Serums aus Tübingen. Ein Curevac-Sprecher sagte, trotzdem würden weiter Daten gesammelt, damit die Aussagekraft der Statistik in der Studie besser werde.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt - bald Notbremse in Baden-Baden?

18:30 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist nach zuletzt sinkenden Werten heute angestiegen und liegt bei 45,1 (Stand: 16 Uhr). Das hat das Landesgesundheitsamt mitgeteilt. Gestern hatte die Inzidenz noch bei 42,9 gelegen, vor einer Woche bei 59,4. Insgesamt wurden 778 Neuinfektionen gemeldet, deutlich mehr als vor einer Woche (376) und auch mehr als gestern (266). Mit den Werten von heute wurden seit Beginn der Pandemie in Baden-Württemberg 493.491 Corona-Fälle registriert. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hat der Stadtkreis Baden-Baden, der mit 99,7 nur noch knapp unter der kritischen Schwelle von 100 liegt. Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz hat der Stadtkreis Heidelberg mit 13,6. 335 Covid-19-Fälle sind in intensivmedizinischer Behandlung - 140 weniger als am Dienstag vor einer Woche.

Stadt Stuttgart verteilt kostenlose Schutzmasken

18:20 Uhr

225.000 Corona-Schutzmasken will die Stadt Stuttgart an Bedürftige verteilten. Damit sollen sozial schwache Menschen in der Pandemie unterstützt werden, erklärte Sozialbürgermeisterin Alexandra Sußmann. Diese seien oft nicht nur wegen ihrer beengten Lebensverhältnisse einem erhöhten Risiko ausgesetzt, an Covid-19 zu erkranken, sie hätten oft auch nicht genügend finanzielle Mittel, um genügend medizinische Masken kaufen zu können.

Entwarnung bei Astrazeneca-Verunreinigung

18:15 Uhr

Das Paul-Ehrlich-Institut gibt bei der festgestellten Verunreinigung des Astrazeneca-Impfstoffs Entwarnung. Die von Ulmer Wissenschaftlern nachgewiesenen Eiweiße haben demnach keine Auswirkungen.

Ulm/Berlin

Nach Ulmer Forschungsergebnissen Paul-Ehrlich-Institut: Entwarnung bei Astrazeneca-Verunreinigung

Das Paul-Ehrlich-Institut gibt bei der festgestellten Verunreinigung des Astrazeneca-Impfstoffs Entwarnung. Die von Ulmer Forschenden nachgewiesenen Eiweiße haben demnach keine Auswirkungen.  mehr...

Haftbefehl gegen mutmaßlichen Randalierer von Heidelberger Neckarwiese

17:05 Uhr

Nach den Ausschreitungen auf der Heidelberger Neckarwiese an Pfingsten ist ein Haftbefehl gegen einen mutmaßlichen Randalierer erlassen worden. Der 18-Jährige sei dringend verdächtig, mit einem Holzpfahl und einem E-Scooter auf einen Corona-Testpavillon eingeschlagen und eine Flasche auf einen vorbeifahrenden Streifenwagen geworfen zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Am Morgen habe es Hausdurchsuchungen bei ihm und zwei weiteren Verdächtigen in Mannheim und im Landkreis Karlsruhe gegeben, hieß es weiter. Die beiden 17-Jährigen sollen sich an der Demolierung des Testzelts beteiligt haben. Die Heidelberger Polizei ermittelt weiter.

WHO lässt chinesischen Imfpstoff Sinovac zu

16:45 Uhr

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erteilt dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac eine Notfallzulassung. Diese gilt ab einem Alter von 18 Jahren und sieht zwei Impfdosen im Abstand von zwei bis vier Wochen vor. Es ist der zweite in China hergestellte Impfstoff, der diese Zulassung erhält. Damit können diese Mittel vom internationalen Impfprogramm Covax verwendet werden, das ärmere Staaten mit Corona-Vakzinen versorgt.

Corona-Pandemie wirft Integration zurück

16:15 Uhr

Deutlich mehr Flüchtlinge haben in der Corona-Krise ihren Job verloren als der Rest der Bevölkerung. Zudem wurden oft Sprachkurse und Qualifizierungen wegen der Kontaktbeschränkungen gestoppt. Das zeigt eine aktuelle Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Zeltlager in den Sommerferien: Organisatoren in Heilbronn fordern Erlaubnis vom Land

15:32 Uhr

Der Sportkreis Heilbronn und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Heilbronn fordern eine Erlaubnis, ihre Zeltlager in den Sommerferien durchführen zu dürfen. Sie haben sich mit der Anfrage nach eigenen Angaben an die Landesregierung gewandt. Im Kreis Heilbronn finden seit Jahrzehnten in den Sommerferien die Zeltlager vom DRK Heilbronn in Wüstenrot und vom Sportkreis Heilbronn in Untergriesheim statt. Beide Freizeiten mussten im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Die Situation sei völlig anders als noch vor einem Jahr, so die Organisatoren, zum Beispiel im Hinblick auf Impffortschritte und Testmöglichkeiten. Es könnten auch Hygiene- und Schutzkonzepte für eine sichere Durchführung entwickelt werden.

SAP gibt Beschäftigten Recht auf 100 Prozent Homeoffice

15:10 Uhr

Der Walldorfer Softwarekonzern SAP will es seinen Beschäftigten auch nach der Corona-Krise dauerhaft ermöglichen, aus dem Homeoffice zu arbeiten. "Wir wollen unseren Mitarbeitern die Wahl lassen", sagte SAP-Vorständin Julia White der Nachrichtenagentur Reuters. Zuvor hatte der Konzern seinen weltweit rund 100.000 Beschäftigten per Mail mitgeteilt, dass flexibles und vertrauensbasiertes Arbeiten auch von Zuhause aus die Norm und nicht die Ausnahme sein solle. Mit dem Schritt geht SAP weiter als viele andere Konzerne, die ihren Beschäftigten bisher oft nur ermöglichen, einen Teil ihrer Arbeit aus dem Homeoffice zu erledigen.

Reaktion auf Ausschreitungen: Stuttgart sperrt Freitreppe zum Kleinen Schlossplatz

14:40 Uhr

In Stuttgart wird die Freitreppe zum Kleinen Schlossplatz ab sofort an Freitagen und Samstagen sowie vor Feiertagen jeweils zwischen 20 Uhr und 6 Uhr des Folgetags gesperrt. Das gab die Landeshauptstadt in einer Presseerklärung bekannt. Die Sperrung der Treppe ist das Ergebnis einer Beratung zwischen Stadt und Polizei und eine Reaktion auf Auseinandersetzungen zwischen Polizeibeamten und mehreren hundert Jugendlichen.

"Hoch" statt "sehr hoch" - RKI senkt Corona-Risikoeinstufung für Deutschland

14:30 Uhr

Wegen sinkender Inzidenzwerte und einer Entspannung auf den Intensivstationen stuft das Robert-Koch-Institut (RKI) die Risikoeinstufung für Deutschland herunter. Nach sechs Monaten wird die die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung durch das Coronavirus jetzt nicht mehr als "sehr hoch" sondern nur noch als "hoch" eingeschätzt.

Corona-Schnelltests in Baden-Württemberg: Wo sind sie noch Pflicht?

14:15 Uhr

Die Corona-Lage entspannt sich spürbar an den meisten Orten in Baden-Württemberg, die Inzidenzen sinken, in vielen Bereichen gibt es Lockerungen. Stellt sich die Frage, wo ein negativer Schnelltest jetzt noch Pflicht ist.

Curevac-Impfstoff: Auslieferung noch nicht gesichert

14:05 Uhr

Der Tübinger Impfstoffentwickler Curevac hatte einst angekündigt, seinen Corona-Impfstoff ab Mitte Juni auszuliefern. Nun drohen weitere Verzögerungen, denn: Das Unternehmen hat nach wie vor keine Zulassung bei der europäischen Arzneimittelbehörde beantragt. Das bestätigte eine Unternehmenssprecherin der Presseagentur Reuters. Es würden weiterhin Daten dafür fehlen. Bei anderen deutschen Impfstoffherstellern dauerte die Zulassung mehrere Wochen. Damit wäre eine Auslieferung des Impfstoffes von Curevac Mitte Juni nicht mehr möglich.

Gefälschter Impfausweise: Ermittlungen im Raum Stuttgart

12:50 Uhr

In der Region Stuttgart laufen erste Ermittlungen wegen des Verdachts auf gefälschte Impfpässe. Das hat die Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegenüber dem SWR bestätigt. Es seien bislang wenige Fälle, die die Staatsanwaltschaft Stuttgart prüfe, sagte eine Sprecherin. Zurzeit werde grundsätzlich geprüft, ob es sich bei diesen Fällen überhaupt um Straftaten handele oder ob es Ordnungswidrigkeiten seien. Die Polizei in Waiblingen ermittle in drei Fällen, in Stuttgart werde ein möglicherweise gefälschter Impfausweis von den Ermittlern geprüft. Auch in den Kreisen Göppingen und Esslingen wird ermittelt.

Steigende Corona-Inzidenzen in Baden-Baden

12:30 Uhr

Seit einer Woche steigt in Baden-Baden die Sieben-Tage-Inzidenz wieder an. Während in anderen Teilen von Baden-Württemberg weiter gelockert wird, droht in Baden-Baden die Bundesnotbremse wieder in Kraft zu treten.

Kontrollen von Schnelltestzentren im Kreis Böblingen

12:16 Uhr

Die rund 80 Schnelltestzentren im Kreis Böblingen müssen ab kommender Woche mit unangemeldeten Kontrollen rechnen. Laut Gesundheitsamt würden die Anforderungen an die Teststellen nicht immer so eingehalten wie gefordert. Konkret gehe es beispielsweise um Verstöße gegen Hygienerichtlinien oder auch gegen Datenschutzvorgaben. In einer Mitteilung hieß es, dass von Fälle berichtet worden sei, bei denen Testbescheinigungen ohne Eintrag eines Datums herausgegeben wurden, "damit sie auch später genutzt werden können." Anlass für die Kontrollen seien Hinweise aus der Bevölkerung gewesen, wonach in einigen Teststellen auch räumliche Mängel wie fehlende Abstandsmarkierungen oder Schutzkleidung der Mitarbeiter aufgefallen seien.

Ärztevertreter gegen generelle Impfkampagne für Jugendliche

11:33 Uhr

Nachdem der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer in der EU für Jugendliche und Kinder ab zwölf Jahren zugelassen wurde, haben Vertreterinnen und Vertreter von Haus- und Kinderärzteverbänden sich gegen eine generelle Impfkampagne für diese Altersgruppe ausgesprochen. Sie verwiesen in der "Welt" auf die dafür bislang nicht vorliegende Empfehlung der deutschen Ständigen Impfkommission (Stiko) sowie medizinische Bedenken. Bei Corona wisse man aber, dass insbesondere jüngere Kinder meistens eine sehr überschaubare primäre Krankheitslast hätten. Wenn diese gleichwohl geimpft werden sollten, geschehe dies vorrangig "aus Gründen des Fremdnutzens für die Erwachsenen", damit diese "sich nicht anstecken und schwer erkranken". Dies sei "ein ethisches Dilemma", sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Burkhard Rodeck, der "Welt". Für chronisch kranke Kinder mit dem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs würde er jedoch eine Impfempfehlung sehr wohl unterstützen.

RKI will offenbar Gefahrenlage herunterstufen

10:50 Uhr

Das Robert-Koch-Institut (RKI) wird nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch heute die Gefahrenlage für Deutschland von "sehr hoch" auf "hoch" herunterstufen. "Die Lage wird besser, sie wird deutlich besser, aber wir sind noch mitten in dieser Pandemie", sagte Spahn in Berlin.

FDP-Politiker hält Lockerung der Testpflicht für möglich

10:25 Uhr

Angesichts sinkender Infektionszahlen hält es der FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann für möglich, auf die Corona-Testpflicht für Gäste in der Außengastronomie zu verzichten. Im SWR sagte Ullmann, der selbst Professor für Infektiologie ist: "Die Hygieneregeln alleine müssten bei diesen niedrigen Inzidenzwerten völlig ausreichend sein. Eine Null-Risiko-Situation wird es natürlich nicht geben." Aber der Aufwand, die vielen Testungen durchzuführen, sei auch ein Kostenfaktor. Ullmann forderte zugleich, die Teststrategie im Hinblick auf Virus-Mutationen zu ändern. Er erwarte, dass jetzt verpflichtend jede positive Corona-Testung auf mutierte Viren untersucht wird.

Chef der Arbeitsagentur sieht Abbau der Corona-Arbeitslosigkeit

10:07 Uhr

In Baden-Württemberg ist die Arbeitslosigkeit im Mai deutlich zurückgegangen. Nach Angaben der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit waren rund 255.500 Menschen ohne Job. Das sind 9.746 weniger als im April. Die Arbeitslosenquote sank auf vier Prozent - und ist damit niedriger als im Mai vor einem Jahr. Das sei eine gute Entwicklung in die richtige Richtung, sagt Christian Rauch, Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Der beginnende Abbau der Corona-Arbeitslosigkeit am baden-württembergischen Arbeitsmarkt sei klar zu erkennen, so Rauch.

Freibäder in der Region Stuttgart können unter Auflagen öffnen

9:43 Uhr

In allen Landkreisen der Region Stuttgart können die Freibäder wieder öffnen, denn die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit konstant unter dem Wert von 100. Allerdings gelten bestimmte Corona-Auflagen.

Nachfrage nach Corona-Schnelltests steigt

9:38 Uhr

In den vergangenen Tagen ist die Zahl der Corona-Schnelltests in Ostwürttemberg und in der Region rund um Ulm deutlich gestiegen. Bisher gibt es laut Polizei jedoch keine Verdachtsfälle auf Abrechnungsbetrug.

Streit um Kontrolle von Corona-Schnelltest-Zentren

8:03 Uhr

Bund und Länder wollen stärker gegen möglichen Abrechnungsbetrug in Corona-Schnelltest-Zentren vorgehen und fordern bessere Kontrollen. Allerdings gibt es Streit darüber, wer diese Kontrollen durchführen soll.

Wieder Corona-Lockdowns in China

7:50 Uhr

In China haben die Behörden zum ersten Mal seit Monaten wieder Corona-Lockdowns angeordnet. Betroffen ist der Landesteil Guangdong im Süden von China. Dort wurden in den vergangenen Tagen einige neue, lokal übertragene Covid-19-Fälle bekannt. Heute meldeten die chinesischen Behörden 13 Infektionen, tags zuvor 20. Zuletzt wurden monatelang keine neuen Corona-Fälle verzeichnet. In dem bevölkerungsreichsten Landesteil der Volksrepublik wurden unter anderem weitreichende Reisesperren angeordnet. Zugleich verstärkt China seine Impfkampagne. Bislang wurden dort rund 600 Millionen Dosen verimpft. Pro Kopf hat China weniger geimpft als etwa Europa und Nordamerika.

Ulmer Impfzentrum wird wegen Impfstoffmangels teilweise stillgelegt

7:25 Uhr

In Ulm wird das Impfzentrum teilweise stillgelegt, weil es nicht genügend Corona-Impfstoff gibt. Zunächst soll von 7. bis 13. Juni eine der beiden Messehallen geschlossen werden, teilte das Impfzentrum mit. Es sei nicht sinnvoll, beide Hallen zu betreiben, wenn nicht ausreichende Impfstoffmengen zur Verfügung stehen, hieß es.

100 zusätzliche Corona-Impftermine in Schwäbisch Gmünd

6:32 Uhr

Die Stadt Schwäbisch Gmünd bietet am Samstag wieder zusätzliche 100 kostenlose Impftermine mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca an. Das Angebot gilt nur für Menschen über 18 Jahre aus Schwäbisch Gmünd oder Waldstetten (beide Ostalbkreis). Geimpft wird in der Großsporthalle in der Katharinenstraße. Anmeldungen sind ab heute 12 Uhr online möglich.

Konstanzer Seenachtfest erneut abgesagt

6:22 Uhr

Auch in diesem Jahr wird es in Konstanz kein Seenachtfest geben - trotz der aktuell niedrigen Inzidenzwerte im Landkreis. Das teilte die Marketing und Tourismus GmbH Konstanz mit. Grund für die Absage sei, dass es weiterhin keine Corona-Verordnung für Großveranstaltungen gebe und dadurch Planungssicherheit fehle, heißt es von Seiten der Stadt. Termin wäre der 14. August gewesen.

Bundesweiter Inzidenzwert stagniert weitgehend

6:15 Uhr

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.785 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind 126 Fälle weniger als eine Woche zuvor. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 35,2. Am Tag zuvor betrug der Wert 35,1. Vor einer Woche lag die Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit bei 58,4. 153 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Coronavirus (Vortag: 56). Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle insgesamt auf 88.595.

Lauterbach für bessere Erfassung der Impfquote

5:47 Uhr

Der Epidemiologe und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisiert, dass auf lokaler Ebene Impfdaten nicht gut genug erfasst würden. Deshalb könne es örtlich neue Corona-Wellen geben. "Wir erheben nicht ausreichend gut, wo die Menschen leben, die geimpft werden", sagte Lauterbach im ARD-Politmagazin "Report Mainz". Dort, wo die Impfquote nicht hoch genug sei, drohten im Herbst Ausbrüche und lokale vierte Corona-Wellen, so Lauterbach. Grund für ungenaue Zahlen zu Geimpften auf lokaler Ebene sind laut Bundesgesundheitsministerium unterschiedliche Meldepflichten bei Impfzentren und Arztpraxen. Die Praxen übermitteln ihre Daten demnach nicht täglich, sondern erst mit der Quartalsabrechnung an die Kassenärztliche Vereinigung.  

Grüne wollen Corona-Hilfsgelder umschichten

5:24 Uhr

Die Grünen in Baden-Württemberg wollen einen milliardenschweren Corona-Rettungsfonds des Landes für mittelgroße Unternehmen wegen geringer Nachfrage auflösen. Stattdessen sollten mit dem Geld die Folgen der Pandemie in Bildung, Einzelhandel und Kultur abgefedert werden, sagte Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz der Deutschen Presse-Agentur.  "Es gibt kaum Nachfrage - das Geld bleibt sprichwörtlich liegen." Es spreche alles dafür, die eine Milliarde Euro aus diesem Fördertopf an anderer sinnvoller Stelle einzusetzen. Oberste Priorität habe ein Programm zur Bewältigung der Corona-Folgen an Schulen, so Schwarz. Das wolle die Koalition noch vor den Sommerferien präsentieren. Darüber hinaus müssten die Innenstädte nach Corona wiederbelebt werden. Das Land Baden-Württemberg hat den sogenannten Beteiligungsfonds im Dezember 2020 aufgelegt, um Unternehmen mit mindestens 50 und maximal 250 Beschäftigte unter die Arme greifen zu können, die von der Corona-Pandemie besonders getroffen wurden.

Dienstag, 1. Juni 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.  mehr...

Südwesten

Wie schütze ich mich? Wie ist die Lage in meinem Heimatort? Coronavirus: Alles Wichtige für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

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