Live-Blog zu Corona in Baden-Württemberg (Foto: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Montag, 13. Juni 2022

STAND

Das war der Montag in Baden-Württemberg

Corona-Zertifikate der EU sollen weiter genutzt werden können

21:15 Uhr

Die EU-Regeln zu den digitalen Covid-Zertifikaten sollen wegen der anhaltenden Pandemie weiter gültig bleiben. Vertreterinnen und Vertreter des Europaparlaments und der Regierungen der EU-Staaten einigten sich heute Abend darauf, die entsprechende Verordnung um ein Jahr bis zum 30. Juni 2023 zu verlängern. Das teilte die derzeitige französische EU-Ratspräsidentschaft mit. Die Zertifikate sollen es erlauben, das Reisen in Corona-Zeiten so unkompliziert wie möglich zu machen. Mittels eines QR-Codes lässt sich mit ihnen nachweisen, ob man entweder gegen Covid-19 geimpft wurde, negativ auf Corona getestet wurde oder von Corona genesen ist. Die digitale Version kann auf einem mobilen Gerät gespeichert werden, zudem gibt es meist auch die Möglichkeit, eine Papierfassung zu erstellen.

BW-Heimstiftung rechnet mit erheblichen Engpässen im Herbst

19:07 Uhr

Die Evangelische Heimstiftung rechnet wegen der Corona-Pandemie im Herbst mit erheblichen Versorgungsengpässen in den Pflegeheimen und in der ambulanten Pflege. "Wir haben keine Reserven mehr, um die vielen Krankmeldungen zu kompensieren", sagte Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer der Stiftung, heute in Stuttgart. Es drohe ein neuer Aderlass. Bei der Heimstiftung glaube niemand mehr an eine vorausschauende Corona-Politik, so Schneider. Es brauche eine "starke, überzeugende Impfkampagne, den Willen, eine allgemeine Impfpflicht mit Impfregister einzuführen und eine nachhaltige Strategie für ein überzeugendes Hygienekonzept mit Testangeboten und Maskenpflichten".

EU-Behörde warnt vor Omikron-Untervarianten

18:55 Uhr

Die EU-Behörde für Seuchenprävention (ECDC) warnt vor den beiden neuen Untervarianten BA.4 und BA.5 des Omikron-Virusstrangs. Die Varianten würden sich in Europa schneller als andere Untertypen ausbreiten, erklärt die Behörde. Zwar gehe von BA.4 und BA.5 offenbar kein höheres Risiko einer schweren Erkrankung aus als bei anderen Omikron-Formen. Es bestehe aber die Gefahr, dass allein ein Anstieg der Fallzahlen aufgrund höherer Übertragungsraten zu höheren Zahlen in Kliniken und bei den Todesfällen führe.

EU-Rechnungshof: Corona-Grenzkontrollen unzureichend überprüft

17:50 Uhr

Coronabedingte Grenzkontrollen zwischen einzelnen EU-Ländern sind nach Ansicht des Europäischen Rechnungshofs schlecht geprüft worden. Die EU-Kommission hätte die Corona-Maßnahmen der EU-Staaten "mangelhaft" koordiniert und zudem nicht genug Infos über Grenzkontrollen eingeholt. Da Reisefreiheit eine der Grundfreiheiten der EU sei, hätte die Kommission sorgfältig prüfen müssen, ob alle während der Corona-Krise eingeführten Beschränkungen relevant und gerechtfertigt waren, sagte Rechnungshofprüfer Baudilio Tomé Muguruza heute. Dem Bericht zufolge habe die Überwachung nicht gewährleisten können, dass die Schengen-Regeln, die den freien Personenverkehr in der EU erleichtern, in vollem Umfang eingehalten wurden, hieß es. Zudem bemängelt der Europäische Rechnungshof, die EU-Kommission sei nicht entschiedener gegen langfristige Grenzkontrollen vorgegangen.

Sieben-Tage-Inzidenz in BW wieder über 300

17:30 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist um den Wert 61,8 gestiegen und liegt nun bei 317,3 Infektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 213,5. Das Landesgesundheitsamt meldet heute (Stand: 16 Uhr) 10.258 Corona-Neuinfektionen. 82 Covid-19-Patientinnen und -Patienten werden derzeit auf den Intensivstationen im Land behandelt (Vorwoche: 80) - das sind 14 mehr im Vergleich zur letzten Meldung am Freitag. Auch die Zahl der Corona-Patientinnen und -Patienten auf Normalstationen stieg im Wochenvergleich an und beträgt aktuell 537. Mit oder an einer Covid-19-Infektion starben elf weitere Menschen.

Bundesbank-Analyse: Corona-"Kinderbonus" hat Konsum kaum angekurbelt

15:30 Uhr

Der in den Corona-Jahren 2020 und 2021 gezahlte staatliche "Kinderbonus" hat den in der Pandemie abgeflauten Konsum laut einer Analyse der Bundesbank kaum angekurbelt. Insgesamt lasse sich "nur ein sehr begrenzter Konsumimpuls des Kinderbonus feststellen", lautet das Fazit der heute veröffentlichten Ausarbeitung aus der volkswirtschaftlichen Abteilung der Bundesbank. "Der Kinderbonus sollte daher weniger als Fiskalimpuls, sondern eher als Umverteilungsinstrument von der Allgemeinheit hin zu Familien angesehen werden." Der Bund hatte Eltern in den Jahren 2020 und 2021 in drei Teilzahlungen insgesamt 450 Euro je Kind zukommen lassen. Ziel der Regierung war in deren eigenen Worten, "einen starken, konzentrierten Konjunkturimpuls zu setzen, der von den Familien direkt genutzt wird".

Studie: Corona-Infektion hängt vorwiegend vom Sozialstatus ab

14:54 Uhr

Laut einer neuen Studie hat der soziale Status im Verlauf der Covid-19-Pandemie eine zunehmende Bedeutung für das Infektionsgeschehen bekommen. Migrationsbedingte Faktoren hätten dagegen zu Beginn der Pandemie ein stärkeres Gewicht gehabt als in der zweiten und dritten Welle, teilte die Universität Bielefeld heute mit. Beide Merkmale hätten den Verlauf des Infektionsgeschehens unabhängig voneinander beeinflusst. In der ersten Welle seien Menschen in wohlhabenderen Kommunen einem größeren Infektionsrisiko ausgesetzt gewesen - zum Beispiel durch Reiserückkehrende. In der zweiten und dritten Welle waren nach Erkenntnissen der Forschenden hauptsächlich Menschen in benachteiligten Regionen stärker gefährdet, sich anzustecken. Dieses Risiko habe "über die Wellen hinweg" zugenommen. Politik und Behörden sollten nach Ansicht der Forschenden berücksichtigen, wie sozioökonomische Faktoren bei der Ausbreitung des Coronavirus wirken. Nur so könnten Bevölkerungsgruppen bei der Pandemiebekämpfung gezielt adressiert werden.

Corona-Pandemie beeinträchtigt Versorgung mit Blutkonserven

11:37 Uhr

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, ruft dringend zu Blutspenden auf. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, hohe Temperaturen, Ferien sowie ein hohes Reiseaufkommen hätten eine mittlerweile bundesweit kritische Versorgungslage verursacht, warnte sie heute. Nun müssten zugleich Operationen nachgeholt werden, die während der Hochphase der Pandemie verschoben worden seien. "Blutspenden ist heute wichtiger denn je", so die DRK-Präsidentin. "Ein Notstand muss unter allen Umständen vermieden werden." Der morgige 14. Juni ist Weltblutspendetag. Der Einfluss der Corona-Pandemie auf die Blutspendebereitschaft ist immer noch spürbar: In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov gaben fünf Prozent der Befragten an, vor der Pandemie Blut gespendet zu haben, seither jedoch nicht mehr. Auch in Baden-Württemberg spenden immer weniger Menschen Blut.

Baden-Württemberg

Weil Corona-Regeln wegfallen Blutspenden in BW stark zurückgegangen: "Extrem schwierig, Blut zu bekommen"

Beim Deutschen Roten Kreuz in Baden-Würtemberg spenden so wenig Menschen Blut, wie seit Jahren nicht mehr. Auch den Kliniken im Land fällt es sehr schwer, Blut zu bekommen. Sie kämpfen um jeden Spender.  mehr...


Studie: Schulschließungen halfen besonders gegen Corona-Ausbreitung

11:08 Uhr

Schulschließungen und Informationskampagnen haben abgesehen von medizinischen Maßnahmen einer Studie zufolge am besten gegen Ansteckungen in der Corona-Pandemie geholfen. Informationskampagnen senkten die Reproduktionszahl und damit die Anzahl an Menschen, die eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, um 0,35 - Schulschließungen um 0,24. Das hat das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) heute mitgeteilt. "Gleichwohl folgt aus der hohen Wirksamkeit einer Maßnahme nicht automatisch eine Empfehlung zur politischen Umsetzung, wenn wie im Fall von Schulschließungen hohe soziale Kosten entstehen", so Studienautor Alexander Sandkamp vom IfW Kiel. Medizinische Maßnahmen wie Impfen oder die Behandlungen durch medizinisches Personal wurden in der Studie nicht untersucht.

Mehr Firmenpleiten im Mai - Experten rechnen mit steigender Zahl

10:48 Uhr

Der Rückgang der Firmenpleiten in Deutschland hat sich im Mai nicht fortgesetzt. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen im Mai um 8,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im April war noch ein Rückgang im Vergleich zum Vormonat von 20,8 Prozent verzeichnet worden, wie die Behörde mitteilte. Experten rechnen damit, dass mit dem Auslaufen staatlicher Corona-Hilfen die Zahl der Firmenpleiten in diesem Jahr steigt. Zudem belasten die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges, explodierende Energiepreise sowie anhaltende Störungen von Lieferketten und Materialmangel die Wirtschaft.

Corona führt zu Boom bei Wohnmobilen

9:51 Uhr

Campingurlaub liegt im Trend. Laut einer Allensbach-Umfrage geben rund 11,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger an, ihren Urlaub gerne auf dem Campingplatz zu verbringen. Vor allem Reisemobile erleben einen regelrechten Boom. In den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 sind die Zulassungszahlen um 57 Prozent auf rund 160.000 im Vergleich zu den beiden Vorjahren gestiegen. TÜV-Mobilitätsexperte Frank Schneider erklärt: "Während der Pandemie hat die Nutzung individueller Verkehrsmittel aus Sorge vor einer Ansteckung generell stark zugenommen. Das gilt auch für den Tourismus: Immer mehr Menschen fahren mit dem Wohnmobil in den Urlaub."


Handwerk mit deutlicher Erholung nach Corona-Beschränkungen

9:17 Uhr

Höhere Preise und eine Erholung nach Corona-Beschränkungen haben das deutsche Handwerk im ersten Quartal angetrieben. Der Umsatz stieg im Vergleich zum krisengeprägten Vorjahreszeitraum um 16 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der Anstieg sei vor allem vor dem Hintergrund der Preissteigerungen der vergangenen Monate zu betrachten, hieß es. Das größte Umsatzplus verzeichneten Handwerke für den privaten Bedarf (plus 36,8 Prozent) - allen voran Friseurbetriebe: Sie steigerten ihre Einnahmen fast um zwei Drittel (62,9 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, der noch von Corona-Einschränkungen betroffen war.


Gesundheitsexperte fordert Corona-Vorkehrungen vor Herbst

8:23 Uhr

Mit Blick auf den Herbst mahnen Expertinnen und Experten sowie Virologinnen und Virologen bereits vor einer nächsten Corona-Welle mit wieder steigenden Infektionszahlen. Der Gesundheitsexperte der Grünen, Janosch Dahmen, forderte, diese Warnungen müsse die Bundesregierung ernst nehmen und alle nötigen Maßnahmen vorbereiten. Dem Fernsehsender "ntv" sagte Dahmen, einen weiteren sorglosen Sommer, in dem man die Hände in den Schoß lege und hoffe, es werde nicht so schlimm, dürfe es nicht geben. Dahmen forderte außerdem eine genauere Erhebung von Corona-Daten. Kritik an der Bundesregierung, dass dafür bislang nicht genug getan werde, sei berechtigt, sagte der Bundestagsabgeordnete: "Da können wir uns nicht wegducken, diese Kritik müssen wir uns anziehen." Man müsse wissen, wie stark die Belastung im Gesundheitswesen sei und wie viele Betten in den Krankenhäusern auf Intensiv- und Normalstationen zur Verfügung stünden.


RKI: Bundesweite Corona-Inzidenz leicht gesunken

7:47 Uhr

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 5.378 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 331,8 von 333,7 am Vortag. Eine weitere Person starb im Zusammenhang mit dem Virus. Damit steigt die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf insgesamt 139.807.


Erste Heilig-Blut-Prozession auf Reichenau seit Corona-Beginn

7:43 Uhr

Auf der Insel Reichenau im Bodensee (Landkreis Konstanz) wird heute das Heilig-Blut-Fest gefeiert, der höchste der drei inseleigenen Feiertage. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie findet wieder die traditionelle Prozession statt. Im Mittelpunkt des Festes steht ein mit Edelsteinen geschmücktes byzantinisches Abtskreuz. Es enthält ein blutgetränktes Seidentuch und - der Überlieferung nach - einen Splitter vom Kreuz Christi. Die Reliquie wird am Vormittag in einer feierlichen Prozession über die Insel getragen. Zuvor treffen sich die Gläubigen im Reichenauer Münster zu einem festlichen Gottesdienst, dem Pontifikalamt - musikalisch begleitet vom Münsterchor und -orchester, die Mozarts Krönungsmesse aufführen. Danach beginnt die Prozession. Am Nachmittag können die Gläubigen dann bei der Heilig-Blut-Feier im Reichenauer Münster die Reliquie persönlich ehren.

Reichenau

Höchster Feiertag der Bodensee-Insel Reichenauer feiern Heilig-Blut-Fest mit Prozession

Auf der Insel Reichenau (Kreis Konstanz) ist am Montag das Heilig-Blut-Fest gefeiert worden. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie fand die traditionelle Prozession wieder statt.  mehr...

SWR4 BW am Morgen SWR4 Baden-Württemberg

US-Behörde: BioNTech sicher bei Kleinkindern

5:22 Uhr

Die US-Arzneimittelbehörde FDA bestätigt die Sicherheit und Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer für Kinder im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren. Die Auswertung der Daten einer Studie habe keine Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der Anwendung des Impfstoffs bei Kleinkindern ergeben, schreibt die FDA. Die Wirksamkeit des Vakzins liege in der Altersgruppe einer ersten Analyse zufolge bei 80,3 Prozent. Die US-Regierung geht davon aus, dass Impfungen für Kleinkinder bereits kommende Woche beginnen können, sobald die FDA und die Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention die ersten Impfstoffe genehmigt haben. Auch der Impfstoff von Moderna war am Freitag von der FDA für die Altersgruppe als sicher und wirksam eingestuft worden.

BioNTech-Chef fordert Strategie für Impfstoff-Anpassung

4:28 Uhr

BioNTech-Chef Ugur Sahin hat angesichts der hohen Ansteckbarkeit der Omikron-Untervariante BA.5 des Coronavirus Entwarnung gegeben. "In Afrika hat man bereits gesehen, dass die BA.5-Welle nicht die Dynamik entfaltet hat, wie es sie bei der ursprünglichen Omikron-Variante gab", sagte Sahin dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). Er kritisierte jedoch, das für die Impf-Kampagne im Herbst eine "international abgestimmte Strategie" fehle. "Wir müssen früh genug wissen, an welche Variante - also zum Beispiel BA.2 oder BA.4/5 - wir die Corona-Impfstoffe anpassen und für die bevorstehende Infektionssaison produzieren sollen", sagte Sahin. Dabei könnten die Behörden sich an den eingespielten Mechanismen bei anderen Krankheiten orientieren. "Es gibt ein etabliertes System, das wir von der Anpassung von Influenza-Impfstoffen kennen." Grundsätzlich seien beim Coronavirus - ähnlich wie bei Grippe - immer wieder Auffrischungsimpfungen mit veränderten Vakzinen nötig, sagte Sahin.

Montag, 13. Juni 2022

Weitere Infos finden Sie hier:

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