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Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Donnerstag, 25. Februar 2021

Stand

Das war der Donnerstag in Baden-Württemberg

Tübingens OB Palmer für Öffnung mit Hilfe von Schnelltests

21:41 Uhr

Auch Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hält es für möglich, dass die Innenstädte mithilfe von Schnelltests zügig geöffnet werden können. "Ich behaupte, wir könnten das in Tübingen in einer Woche auf die Beine stellen", so Palmer im SWR-Interview bei "Zur Sache Baden-Württemberg". Auch andere Städte würden das können. "Wir bräuchten fünf Teststationen, müssten ständig 20 Personen vorhalten, und wenn man das 10 Stunden am Tag betreibt , kostet das 5.000 Euro für das Personal. Im Vergleich zu den Schäden, die es in der Wirtschaft anrichtet, alles geschlossen zu halten, eher wenig Geld." Auch der Zeitpunkt rund um die Diskussion um weitere Öffnungen sei richtig, so Palmer weiter. "Die Leute sind verzweifelt, da droht eine Art Kernschmelze in unserer Gesellschaft, da geht es um den Zusammenhalt und sozialen Frieden", so der Grünen-Politiker weiter.

EU will gemeinsamen Impfausweis einführen

20:57 Uhr

Der EU-Sondergipfel zur Corona-Krise ist zu Ende gegangen. Im Anschluss erklärte Kanzlerin Angela Merkel (CDU), alle Vertreter seien sich einig, dass die Einführung eines digitalen Impfausweises nötig sei. Die Vorarbeiten seien von der EU gemacht worden, um eine Kompatibilität aller nationalen Impfausweise zu garantieren. Es würde nun für die weitere Entwicklung noch etwa drei Monate dauern. Die Grunddaten, die in dem Ausweis enthalten sein sollten, würden durch die EU-Kommission definiert. Weiter erklärte Merkel, wegen der Mutationen könne es sein, dass "wir über längere Jahre immer in der Lage sein müssen zu impfen". Die EU arbeite deshalb daran langfristig eigene Impfkapazitäten aufzubauen, um die Versorgung mit Vakzinen auch künftig zu sichern.

Öffnungs-Vorstoß: "Ein überraschender Strategiewechsel"

20:45 Uhr

Die Landesregierung will schrittweise aus dem Corona-Lockdown raus, trotz steigender Zahlen - in diesem Vorstoß steckt Wahlkampf drin, so die Einschätzung von Ramin Sina aus der SWR-Redaktion Landespolitik.

R-Wert wieder über 1 - Inzidenz steigt an

19:30 Uhr

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt weiter. Am heutigen Donnerstag (Stand: 16 Uhr) meldete das Landesgesundheitsamt 1.109 weitere Fälle und damit fast 200 mehr als am Donnerstag der Vorwoche. 38 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19 (gesamt für Baden-Württemberg: 8.038). Im Vergleich zum Vortag ist auch der Sieben-Tage-R-Wert wieder angestiegen, für den die Behörden derzeit den Wert von 1,01 angeben. Ein R-Wert von 1,01 bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt er über 1, gewinnt das Infektionsgeschehen an Dynamik. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg ebenfalls leicht auf 48,8 (Vortag: 47,6) an. Als einzige Region über der 100er-Marke liegt der Landkreis Schwäbisch Hall mit einer Inzidenz von 144,8. Seit dem ersten Nachweis einer Virus-Mutation in Baden-Württemberg sind bis heute 3.936 Fälle (fast 700 mehr als am Vortag) übermittelt worden.

Umstrittende Bußgelder vom Ordnungsamt Überlingen

19:21 Uhr

In Überlingen (Bodenseekreis) gibt es derzeit Ärger über das städtische Ordnungsamt. Denn das verhängt Corona-Bußgelder an Freizeitsportler und Fasnachtsfreunde - als Quelle stützen sich die Beamten auf Zeitungsfotos oder Berichte im Fernsehen oder Radio.

Möbelhäuser klagen gegen Corona-Beschränkungen

19:14 Uhr

Zehn Möbelhäuser klagen gegen die Zwangsschließung wegen Corona. Sie beklagen eine Ungleichbehandlung, vor allem bei der Geschäftsgröße. Mit dabei sind auch Möbelhäuser in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Am Donnerstag reichten sie ihre Klagen bei den zuständigen Verwaltungsgerichten ein, wie ein Sprecher mitteilte. Die Unternehmen seien bereit, Schnelltests und Eingangskontrollen für Kunden anzubieten - die Daten würden sie den Behörden bei Bedarf zur Verfügung stellen.

Bislang fünf Quarantäne-Verweigerer zwangsweise untergebracht

18:35 Uhr

Seit der Einrichtung spezieller Krankenhausstationen für Quarantäne-Verweigerer in Baden-Württemberg wurden dort laut Badischer Zeitung fünf Menschen zwangsweise untergebracht. Seit dem 15. Januar gab es insgesamt vier Zwangseinweisungen ins Robert-Bosch-Krankenhaus Schillerhöhe in Gerlingen (Kreis Ludwigsburg) und eine in die Universitätsklinik Heidelberg. Im Dezember einigten sich BW-Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) und Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) darauf, hartnäckige Quarantäne-Verweigerer in geschlossenen Stationen der beiden Krankenhäuser unterzubringen.

Curevac-Impfstoff wirkt offenbar gegen Mutationen

18:19 Uhr

Der Impfstoff des Tübinger Pharmaunternehmens Curevac wirkt offenbar auch gegen die in Großbritannien und Südafrika entdeckten Varianten des Coronavirus. Das teilte der Vorsitzende Franz-Werner Haas mit. Curevac rechnet nach eigenen Angaben mit einer EU-Zulassung seines Impfstoffs bis Anfang Juni. Bereits Mitte April erwarte man die entscheidenden Daten der klinischen Tests.

Curevac präsentiert weltweit ersten Impfdrucker

18:00 Uhr

Das Tübinger Unternehmen Curevac hat den weltweit ersten Impfdrucker entwickelt. Er kann relativ unkompliziert mRNA-Impfstoff produzieren, zum Beispiel gegen Coronaviren. Mit wenig Aufwand könne man aber auch schnell auf Mutationen von Viren reagieren.

Sozialministerium will Impfungen beschleunigen

17:30 Uhr

Der Impfstoff von Astrazeneca stapelt sich derzeit in Kühlschränken. Warum wird der Ladenhüter nicht an Willige verimpft? Das Ministerium spricht von Anlaufschwierigkeiten, will aber die Priorisierung einhalten - und die Corona-Impfungen beschleunigen.

Erneut Mängel bei Atemschutzmasken festgestellt

17:25 Uhr

Bei Tests von Atemschutzmasken aus dem Bestand des Landes wurden erneut Mängel festgestellt. Mehrere Millionen Masken müssten zurückgenommen werden, da sie den Anforderungen nicht genügten, heißt es in einem Schreiben an die Landesministerien, das dem SWR vorliegt. Die zuständigen Stellen sollen nun überprüfen, in welchen Pflegeheimen und Schulen Masken dieser Hersteller verteilt worden sind. Sie sollen nicht mehr verwendtet werden. Bereits Anfang Februar hatte das Sozialministerium eine Rückrufaktion an den Schulen gestartet, weil nicht alle der gelieferten Schutzmasken der EU-Norm entsprachen. Insgesamt betrifft dies 17 von 27 überprüften Herstellern. Laut Sozialministerium müssen wohl mindestens sieben Millionen Masken ausgetauscht werden. Der größte Teil der Masken ist vom Bund beschafft worden. Bei den vier vom Land beschafften Maskentypen will das Ministerium Schadensersatz fordern.

Sozialverbände warnen vor Wohnungsnot durch Corona-Krise

16:58 Uhr

Durch die Corona-Pandemie steigt nach Einschätzung von Sozialverbänden die Zahl der Wohnungslosen und der Menschen in Wohnungsnot. "Wir müssen davon ausgehen, dass diese höher denn je ist und dass sie weiter ansteigt", so die Vorsitzende der Liga der Freien Wohlfahrtspflege, Annette Holuscha-Uhlenbrock. Sinkende Einkommen durch Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit sowie der Wegfall von Beschäftigungsverhältnissen am unteren Rand brächten Menschen in Zahlungsnöte. Menschen, die auf der Straße lebten und in Wärmestuben, Tagestreffs oder Beratungsstellen Hilfe suchten, würden in der Pandemie oft vergessen, kritisiert die Liga. Es sei wichtig, die Einrichtungen stärker mit Masken, Tests und finanzieller Unterstützung auszurüsten.

Corona-Frühwarnsystem durch Abwasserproben

16:44 Uhr

Abwasser aus Privathaushalten könnten in Zukunft ein wichtiges Frühwarnsystem gegen das Corona-Virus sein. Daran forscht das Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe. Dass die Mutationen bei den Corona-Infektionen in Karlsruhe zunehmen, haben die Forscher auch an den Abwasserproben aus der Kläranlage in Neureut herausgefunden. Andreas Thiem, Professor vom Technologiezentrum Wasser, betont, die Überwachung der Abwässer könne als Frühwarnsystem dienen. Es helfe, Dunkelziffer bei Corona-Infektionen abzuschätzen und das Infektionsgeschehen insgesamt besser zu verstehen. In Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt Karlsruhe sollen die Untersuchungen ausgebaut werden.

Schnelltests sollen Weg aus dem Lockdown ebnen

16:20 Uhr

Baden-Württemberg dringt auf eine schrittweise Lockerung des Corona-Lockdowns mit Hilfe von Schnelltests. In einem Impulspapier für die Bund-Länder-Beratungen am kommenden Mittwoch schlägt das Land vor, unter anderem Teile des Einzelhandels und der Gastronomie sowie Museen auf diese Weise zu öffnen. Die Veranstalter und Betreiber der Einrichtungen "müssen dafür Sorge tragen, dass nur Besucherinnen und Besucher Zutritt erhalten, die einen negativen Test vorweisen können", heißt es in dem Papier vom Donnerstag.

Altmaier hält Lockerungen für möglich

16:12 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält weitere Lockerungen in der Corona-Krise trotz einer zuletzt leicht steigenden Zahl an Neuinfektionen für möglich. Er persönlich glaube, dass man mit zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen, beispielsweise den Schnelltests, sowie mit neuen Reservierungsmöglichkeiten, etwa bei Geschäften, Öffnungen machen könne, obwohl die Infektionszahlen noch nicht so weit gesunken seien wie geplant, so Altmaier gegenüber dem TV-Sender "Welt". "Es ist ganz wichtig, dass es eine konkrete Öffnungsperspektive gibt", sagte der CDU-Politiker. Gesundheitsschutz und Öffnungen müssten unter einen Hut gebracht werden, man müsse bereit sein, neue Schritte zu gehen, so Altmaier.

RKI-Analyse: Schüler eher keine Infektionstreiber

15:56 Uhr

Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist der Frage nach dem Beitrag von Schulen zur Ausbreitung der Pandemie nachgegangen. Eine Analyse von Meldedaten und Studien lege nahe, dass Schülerinnen und Schüler "eher nicht als 'Motor' eine größere Rolle spielen", aber dass es auch bei ihnen zu Übertragungen komme und Ausbrüche verhindert werden müssten, heißt es. Schulausbrüche stehen demnach in engem Zusammenhang mit der Inzidenz in der Bevölkerung. Lehrkräfte spielten "eine vielleicht wichtigere Rolle" als Schülerinnen und Schüler, heißt es weiter. Die Autoren merken auch an, dass Schulen bei einer Ausbreitung ansteckenderer Virusvarianten einen größeren Beitrag zum Infektionsgeschehen leisten könnten. Bedenken muss man bei der RKI-Untersuchung jedoch, dass vor allem auf Meldedaten geblickt wurde, die auf laborbestätigten Corona-Fällen beruhen: Insbesondere Grundschüler wiesen relativ häufig keine Symptome auf oder der Beginn der Erkrankung lasse sich schwer zuordnen. Möglicherweise werde eine größere Anzahl asymptomatischer Infizierter nicht erfasst und die Größe von Ausbrüchen unterschätzt.

VfB Friedrichshafen kehrt nach Zwangspause zurück

15:44 Uhr

Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen bestreiten am Donnerstagabend nach ihrer Corona-Zwangspause erstmals wieder ein Bundesligaspiel. Doch das Team konnte wegen der Corona-Fälle kaum trainieren.

Karlsruher Forscher: Aerosol-Reste stundenlang in der Luft

15:22 Uhr

Reste von ausgeatmeten Aerosolen könnten sich stundenlang in der Luft halten und dabei auch Viren wie das Corona-Virus übertragen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Karlsruher Instituts für Technologie, KIT.

Rehaklinik in Bad Waldsee komplett unter Quarantäne

14:57 Uhr

Die Stadt Bad Waldsee (Kreis Ravensburg) hat eine ihrer drei Rehakliniken komplett unter Quarantäne gestellt. Laut einer Mitteilung geht es um die Klinik Maximilianbad mit derzeit rund 100 Patienten. Dort waren zehn Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sieben davon infizierten sich mit der besonders ansteckenden britischen Variante. Für neue Patienten herrscht deshalb ein Aufnahmestopp. Mitarbeiter müssen eine Pendler-Quarantäne einhalten, das heißt, sie dürfen ihre Wohnungen nur für den Weg zur Arbeit verlassen. Zudem wurden umfassende Corona-Tests gemacht. Die Maßnahmen gelten nach Angaben der Stadt bis kommenden Dienstag.

Corona-Ausbruch: Polizeiposten in Pfullendorf geschlossen

14:55 Uhr

Der Polizeiposten in Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) ist wegen eines Corona-Ausbruchs geschlossen. Das bestätigte ein Sprecher auf SWR-Anfrage. Demnach wurden bisher mehrere Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. Weitere Testergebnisse stehen noch aus. Wie lange der Posten geschlossen bleibt, ist unklar. Die Polizeiaufgaben werden vom Revier in Bad Saulgau (Kreis Sigmaringen) übernommen.

Jedes Jahr über 100 Millionen Euro für Sportvereine

14:51 Uhr

Sportvereine und -verbände in Baden-Württemberg erhalten in den kommenden Jahren deutlich mehr Geld vom Land als bisher. Von 2022 bis 2026 wird der organisierte Sport mit 105,5 Millionen Euro jährlich gefördert, wie das Staatsministerium mitteilte. Aktuell liegt das jährliche Fördervolumen bei 87,5 Millionen Euro. "Sport ist uns wichtig. Deshalb haben wir trotz der enormen Schuldenaufnahme der letzten Monate noch einmal eine große Schippe draufgelegt", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) laut Mitteilung.

Stuttgart: Alle Alten- und Pflegeheime haben Erstimpfung erhalten

14:43 Uhr

Alle Einrichtungen der stationären Pflege in der Landeshauptstadt Stuttgart haben die Erstimpfung erhalten. Das meldet das Klinikum Stuttgart. Bei zwei Drittel der Heime wurde demnach auch die Zweitimpfung bereits durchgeführt. Bis Mitte März sollen die Zweitimpfungen abgeschlossen sein. Insgesamt hätten die mobilen Impfteams etwa 20.000 Impfungen an Heimbewohnern und -personal vorgenommen.

Impfzentren melden bessere Akzeptanz von Astrazeneca

14:28 Uhr

Einige Impfzentren im Land melden, dass der Impfstoff des Pharmaunternehmens Astrazeneca mittlerweile gut angenommen werde. Seit Montag werden mit dem Impfstoff Pflegekräfte, Erzieherinnen und Lehrkräfte zwischen 18 und 65 Jahren geimpft. Zu Beginn der Woche sei der Andrang noch verhalten gewesen, heißt es beispielsweise aus dem Tübinger Impfzentrum. Inzwischen gebe es kaum noch verfügbare Termine. Auch im Landratsamt Sigmaringen oder im Kreis Rottweil waren die Impftermine für die nächsten zwei Wochen schnell ausgebucht. In den vergangenen Wochen hatte es gegenüber dem Imfpstoff von Astrazeneca offenbar eine gewisse Skepsis gegeben: In Baden-Württemberg wurden laut Landesregierung viele Dosen nicht abgerufen.

Heilbronner sammeln Ideen für die Zukunft der Innenstadt

14:11 Uhr

Heilbronner Einzelhändler tragen derzeit Ideen zur Innenstadtbelebung nach der Corona-Pandemie zusammen. Die Vorschläge, die bei der Stadtinitiative eingegangen sind, reichen von einem Bonussystem ähnlich der Payback-Karte bis hin zum kostenlosen Parken. So wünscht sich jemand, dass an Einkaufstagen kein Personal der Verkehrsüberwachung in der Stadt unterwegs ist. Angeregt wurde auch ein städtischer Bonus für Vermieter, die ihren Mietern entgegenkommen. Die Heilbronner fürchten, dass sich das Problem mit dem Leerstand in der Innenstadt weiter verschärft.

Kaum Gäste und schlechte Aussichten für Jugendherbergen

13:46 Uhr

Die Corona-Pandemie hat tiefe Spuren in den Bilanzen der baden-württembergischen Jugendherbergen hinterlassen. Klassenfahrten wurden untersagt, Gruppenreisen storniert, Herbergen zum Teil komplett und über Monate geschlossen oder zu Notunterkünften und Ambulanzen umfunktioniert. Die Zahl der Übernachtungen in den 47 Jugendherbergen ist 2020 in Folge um etwa 75 Prozent eingebrochen. Es seien nur 284.712 Übernachtungen von 112.290 Gästen gezählt worden, teilte das Deutsche Jugendherbergswerk mit. Ein Jahr zuvor waren es hingegen mehr als 1,1 Millionen Übernachtungen von fast 455.000 Gästen gewesen. Besonders schmerzhaft sei der Rückgang bei den Schulklassen. Im Vergleich zum Vorjahr stürzten die Zahlen hier um fast 93 Prozent ab, bei den Freizeitgruppen waren es 80 Prozent. Auch für das Jahr 2021 seien die Aussichten nicht positiv.

Vor einem Jahr: Eislinger ist erster Corona-Patient in Baden Württemberg

13:02 Uhr

Das Coronavirus wurde vor einem Jahr in Baden-Württemberg zum ersten Mal diagnostiziert. Ein 25-Jähriger aus Eislingen (Kreis Göppingen) wurde positiv auf das Virus getestet. Der Mann hatte mit einer Freundin im Februar 2020 einen Kurzurlaub in das norditalienische Mailand unternommen. Drei Tage später meldete er sich wegen starken Erkältungssymptomen wie Husten und Fieber krank. Der Mann aus Eislingen informierte das Gesundheitsamt. Der daraufhin veranlasste Corona-Test war positiv. Der erste Corona-Patient in Baden-Württemberg wurde in die Alb-Fils-Klinik in Göppingen eingeliefert.

Hoteliers am Bodensee befürchten Mitarbeiter-Mangel

12:52 Uhr

Die Gastronomie am Bodensee steht vor einem Problem: Wenn Hotels wieder öffnen dürfen, könnten Mitarbeiter fehlen. Deshalb schlagen Hoteliers am Bodensee jetzt Alarm. Weil eine Öffnungsperspektive fehle, würden sich Beschäftigte umorientieren. Die Angestellten arbeiteten lieber in einem Supermarkt, als darauf zu warten, bis das Hotel wieder öffnet, so die Dehoga im Bodenseekreis.

Verwaltungsgericht hebt Verbot von Autokorso in Stuttgart auf

12:19 Uhr

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat das Verbot eines Autokorsos der "Querdenken"-Bewegung durch die Stuttgarter Innenstadt teilweise aufgehoben. Die Richter entschieden, dass ein vollständiges Verbot nicht gerechtfertigt sei. Der Kläger hatte sich mit einem Eilantrag an das Gericht gewandt, da ein für heute geplanter Autokorso von der Stadt verboten worden war. Die Stadt hatte das Verbot damit begründet, dass die Teilnehmer bei vorigen Autokorsos gegen Auflagen verstoßen hätten. So hätten sie etwa in Wohngebieten laut gehupt und sich nicht an "infektionsschutzrechtliche Auflagen" gehalten. Das Gericht hält die geplante Route des Autokorsos für problematisch und verpflichtet die Stadt deshalb dazu, erneut über die Genehmigung zu entscheiden. Ein Sprecher der Stadt kündigte heute an, die Veranstaltung könne unter strengen Auflagen stattfinden.

Daimler Truck will nach Corona-Verlusten wieder Fahrt aufnehmen

11:18 Uhr

Nach enormen Einbußen im Corona-Jahr 2020 geht der Autobauer Daimler für 2021 wieder von spürbar besseren Geschäften mit Lastwagen aus. Man erwarte deutliche Steigerungen sowohl beim Absatz als auch beim Umsatz, kündigte der Vorstandschef der Daimler Truck AG, Martin Daum,heute an. Das Geschäft sei zuletzt wieder in Fahrt gekommen. Daimler Truck hatte im vergangenen Jahr ein gutes Viertel weniger verkauft als im Vorjahr. Der Umsatz ging um 22 Prozent auf 34,7 Milliarden Euro zurück, das bereinigte operative Ergebnis gar um 75 Prozent auf 678 Millionen Euro. Daimler will die Truck AG bis Ende des Jahres an die Börse bringen. Die Abspaltung soll die Lastwagen-Sparte schneller und wendiger machen.

Einzelhändler können wegen Lockdowns nicht Miete aussetzen

10:22 Uhr

Wer aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sein Geschäft schließen musste, kann nicht ohne weiteres die Miete für seine Ladenräume auf null reduzieren. Zu dieser Einschätzung kamen das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe und das Oberlandesgericht Dresden in zwei verschiedenen Berufungsfällen, wie heute bekannt wurde. Die Kläger hatten wegen des ersten Lockdowns für April 2020 keine Miete gezahlt und waren jeweils vor den Landgerichten damit gescheitert. In dem Fall, der vom OLG Karlsruhe behandelt wurde, ging es um einen Einzelhändler, dessen Ladenlokal nach einer behördlichen Anordnung geschlossen werden musste. Dies jedoch begründe keinen "Sachmangel des Mietobjekts", der zu einer Reduzierung der Miete berechtigt, wie das OLG entschied. In dem anderen Fall hatte die Berufungsklage zumindest teilweise Erfolg. Die Einzelhändlerin hatte die Miete ebenfalls mit der Begründung ausgesetzt, dass sie ihr Geschäft nicht habe öffnen können. Sie berief sich auf einen Mangel des Mietobjekts, die Unmöglichkeit, es zu benutzen und ebenfalls eine Störung der Geschäftsgrundlage. Das Landgericht Chemnitz hatte sie noch zur vollständigen Mietzahlung verurteilt. Das Oberlandesgericht Dresden sah nun zumindest die Störung der Geschäftsgrundlage als gegeben an und entschied, die Mietverpflichtungen müssten auf Mieter und Vermieter verteilt werden.

Virusmutationen: Baden-Württemberg verschärft Quarantäne-Regeln

9:35 Uhr

Weil sich ansteckendere Mutationen des Coronavirus schnell ausbreiten, verschärft das Land die Quarantäneregeln. Kontaktpersonen der Kategorie 1 müssen künftig anstatt zehn wieder 14 Tage in Isolation, wie das Staatsministerium heute mitteilte. Das gelte ebenso für Haushaltsangehörige der infizierten Person sowie von Kontaktpersonen von Infizierten mit einer Virusmutation. Auch die Regeln für die Einreise-Quarantäne werden verschärft: Wer aus einem Hochinzidenzgebiet einreist, kann sich künftig nicht mehr "freitesten" lassen. Wer aus einem Gebiet mit Virusvarianten einreist, muss 14 Tage lang in Quarantäne bleiben und kann sich ebenfalls nicht durch einen Test davon befreien lassen.

Zahl der Verkehrstoten auf historischem Tiefstand

9:17 Uhr

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist im Corona-Jahr 2020 auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren gesunken. Insgesamt kamen 2.724 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben, wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mitteilte. Das waren 322 Todesopfer oder 10,6 Prozent weniger als 2019. In absoluten Zahlen betrachtet war der Rückgang in Baden-Württemberg mit minus 107 am stärksten. Die Zahlen seien insbesondere darauf zurückzuführen, dass wegen der Pandemie deutlich weniger Kilometer zurückgelegt worden seien als im Vorjahr, erklärten die Statistiker.

Sieben-Tage Inzidenz steigt deutschlandweit auf 61,7

8:15 Uhr

Das Robert-Koch-Institut meldet 11.869 neue positive Corona-Tests in Deutschland. Das sind 1.662 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 61,7 von zuletzt 59,3. 385 weitere Menschen in Deutschland starben, die positiv getestet wurden.

"Die Fantastischen Vier" entwickeln Corona-App

7:58 Uhr

Die Stuttgarter Rap-Gruppe "Die Fantastischen Vier" hat eine neue App mitentwicklelt, die kulturelle Veranstaltungen per Kontakt-Nachverfolgung wieder möglich machen soll. Die "Luca"-App richtet sich an Betreiber von Gastronomien und Veranstalter sowie deren Gäste, aber auch an Gastgeber von privaten Treffen. Die Anbindung von "Luca" an bestehende Gesundheitsamtsysteme soll die Abfrage von verifizierten Kontaktdaten im Infektionsfall schnell und digital ermöglichen. Bisher habe man beim Restaurantbesuch unter Pandemiebedingungen Telefonnummer und Namen aufschreiben müssen, im Falle einer Infektion habe das Gesundheitsamt händisch die Leute angerufen, sagte Smudo von den "Fantastischen Vier". "Wir glauben dass wir die Toleranzen bei den Inzidenzien, was die Bearbeitung in den Gesundheitsämtern angeht, deutlich heraufsetzen und mehr kulturelles Leben ermöglichen können." Am Montag öffnen in Baden-Württemberg unter anderem die Friseursalons wieder.

Bis April 60.000 Impfungen täglich möglich

7:33 Uhr

Baden-Württemberg rechnet bis April mit deutlichen Fortschritten bei den Corona-Impfungen. Das hat eine Umfrage der deutschen Presseagentur ergeben. Theoretisch könnten dann bis zu 60.000 Impfungen am Tag erfolgen. Derzeit sind es bis zu 19.000. Voraussetzung sei aber, dass wie geplant mehr Impfstoff geliefert wird. Die Hersteller Biontech, Moderna und Astrazeneca wollen bis Ende April insgesamt knapp 19 Millionen Impfdosen nach Deutschland liefern.

Erster Corona-Fall vor einem Jahr

7:25 Uhr

Vor genau einem Jahr ist in Baden-Württemberg die erste Corona-Infektion bekannt geworden. Ein 25-Jähriger aus dem Landkreis Göppingen hatte sich in Italien infiziert. Ein Rückblick auf die ersten Wochen:

Wirtschaftsministerin drängt auf Öffnung des Einzelhandels

7:17 Uhr

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) fordert vor den Bund-Länder-Beratungen kommende Woche eine Festlegung auf ein transparentes Corona-Regelwerk, unter welchen Voraussetzungen Einzelhändler in der Breite wieder öffnen dürfen. "Die Ministerpräsidentenkonferenz muss am kommenden Mittwoch festlegen, unter welchen Voraussetzungen der Handel wann wieder öffnen darf", sagte Hoffmeister-Kraut. Bei der Schalte will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten über weitere Schritte in der Pandemie beraten. Hoffmeister-Kraut sagte, der Impffortschritt, die zur Verfügung stehenden Hygienekonzepte und die immer besseren Testmöglichkeiten ließen eine klare Öffnungsperspektive inzwischen zu. Ein solches Konzept solle nicht allein von Sieben-Tage-Inzidenzen abhängig sein. Hoffmeister-Kraut betonte, sie wolle sich auch auf Landesebene für ein solches Konzept starkmachen.

Donnerstag, 25. Februar 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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