Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Aktuell Live-Blog zum Coronavirus

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Montag, 1. Februar 2021

Stand

Das war der Montag in Baden-Württemberg

Impf-Kritik: Kretschmann regt sich über "Schlaumeier-Debatten" auf

21:13 Uhr

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Kritik an der Impfpolitik scharf zurückgewiesen. "Diese Schlaumeier-Debatten hinterher besorgen keine einzige Impfdosis mehr", sagte Kretschmann (Grüne) nach dem Impfgipfel bei einer Veranstaltung zur Europapolitik am Montagabend in Stuttgart. Nun müsse man den Mangel verwalten, aber das Besserwissertum nütze nichts.

Merkel hält an Impfzusage bis Ende des Sommers fest

21:12 Uhr

Trotz der Lieferengpässe bei den Corona-Impfstoffen hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Zusage fest, bis zum Ende des Sommers jedem Bürger ein Impfangebot machen zu können. Merkel stellte am Montagabend nach den Spitzenberatungen von Bund, Ländern und Pharmakonzernen deutlich höhere Impfstoff-Lieferungen für die kommenden Quartale in Aussicht. Das Bundesgesundheitsministerium prognostizierte bis Jahresende die Lieferung von rund 320 Millionen Dosen. Ein neuer "nationaler Impfplan" soll für mehr Planbarkeit sorgen.

Biontech will in diesem Jahr zwei Milliarden Dosen Impfstoff herstellen

20:45 Uhr

Der Impfstoffhersteller Biontech will 2021 zwei Milliarden Dosen seines Impfstoffs herstellen und damit die bisher erwartete Produktion von 1,3 Milliarden Dosen um mehr als die Hälfte steigern. Nach Angaben des Unternehmens sind die Umbauten im belgischen Pfizer-Werk Puurs abgeschlossen worden: "Nun sind wir zurück im eigentlichen Zeitplan für die Lieferung von Impfstoffdosen an die Europäische Union.“ Das Unternehmen will nach eigenen Angaben im ersten Quartal die Menge an Impfstoff liefern, die vertraglich vereinbart ist und im zweiten Quartal bis zu 75 Millionen weitere Dosen an die Europäische Union liefern. Dazu will Biontech mit weiteren Partnern zusammenarbeiten. Außerdem habe das Werk im hessischen Marburg eine Lizenz erhalten und wolle im Februar die Produktion aufnehmen.

Virus-Mutationen in Kliniken im Rhein-Neckar-Kreis entdeckt

19:39 Uhr

In mehreren Kliniken im Rhein-Neckar-Kreis sind Mutationen des Coronavirus festgestellt worden. Betroffen sind sieben Patienten und fünf Mitarbeiter in Kliniken in Weinheim, Sinsheim und Schwetzingen, wie die Klinikgruppe am Montagabend mitteilte. "Die Lage ist stabil, der Regelbetrieb läuft an allen Standorten weiter", sagte Rüdiger Burger, Geschäftsführer der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar. In der Sinsheimer Klinik seien drei Patienten und drei Mitarbeiter von neuen Varianten des Coronavirus betroffen. In Weinheim befänden sich drei Patienten und zwei Mitarbeiter mit der Virus-Mutante aus Großbritannien auf der Isolierstation in Quarantäne. In Schwetzingen liege ein Patient mit der Variante aus Südafrika auf der Intensivstation. Die Mutationen seien bereits am Wochenende festgestellt worden. Die Schutzmaßnahmen seien verstärkt worden, teilten die Kliniken mit. Patienten, die den mutierten Virus in sich trügen, würden räumlich getrennt von den anderen Covid-19-Patienten behandelt und - sofern möglich - von bereits geimpftem Personal betreut.

585 Neuinfektionen - Virusvarianten breiten sich aus

19:23 Uhr

Baden-Württembergs Landesgesundheitsamt meldet heute (Stand: 16 Uhr) 585 weitere bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus (gesamt: 294.161). Montag vor einer Woche waren es etwas weniger Neuinfektionen (466). Außerdem sind demnach weitere 113 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben (insgesamt: 7.165). Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg leicht und liegt jetzt bei 74,2 Fällen pro 100.000 Einwohner in einer Woche (gestern: 74,0). Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz mit 198,3 in Heilbronn. Seit dem ersten Nachweis einer mutierten Virusvariante in Baden-Württemberg am 24. Dezember 2020 sind bis heute 304 Fälle aus 32 von 44 Stadt- und Landkreisen gemeldet worden (gestern: 266). Landesweit sind 395 Covid-19-Patientinnen und -Patienten in intensivmedizinischer Behandlung, 219 davon werden invasiv beatmet. Es sind 86,6 Prozent der betreibbaren Intensivbetten belegt, auch mit Patienten andere Krankheiten.

Klinikplätze für Quarantäneverweigerer könnten teuer werden

18:24 Uhr

Die Unterbringung von uneinsichtigen Quarantäneverweigerern in Kliniken in Baden-Württemberg hat ihren Preis. Wie aus einer Kabinettsvorlage für die morgige Sitzung hervorgeht, rechnet das Sozialministerium für die neun Klinikplätze mit Ausgaben in Höhe von bis zu rund 2,2 Millionen Euro. Das berichten die "Heilbronner Stimme" und "Mannheimer Morgen" (Dienstag) und berufen sich dabei auf die Kabinettsvorlage. Geplant sind Unterbringungsmöglichkeiten für sogenannte zwangsweise Absonderungen im Robert-Bosch-Klinikum Schillerhöhe in Gerlingen (Kreis Ludwigsburg) sowie in der Universitätsklinik Heidelberg. "Beiden Kliniken werden die Kosten für die Unterbringung sowie für den Sicherheitsdienst, der für die Bewachung erforderlich ist, erstattet", heißt es in dem Papier, das auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach sind für 2021 Ausgaben in Höhe von mehr als 1,3 Millionen Euro eingeplant. Bei einer Verlängerung der Klinik-Verträge bis Mitte 2022 könnten noch einmal Kosten in Höhe von knapp 900.000 Euro hinzukommen. Ein Ministeriumssprecher betonte auf Nachfrage, dass es sich bei den genannten Beträgen um die maximal zu erwartenden Kosten handeln würde.

Kurze Störung bei Lernplattform Moodle

17:43 Uhr

Nach einem erneuten Aussetzer der digitalen Lernplattform für den Fernunterricht hat das Kultusministerium Vorwürfe zurückgewiesen, Moodle breche ständig zusammen. Die Störung am Montagmorgen habe nur eine Stunde gedauert. Grund sei eine Hardwareumstellung gewesen, teilte eine Ministeriumssprecherin in Stuttgart mit. "Bereits kurze Zeit später lief Moodle wieder stabil und problemlos." Zudem zeigten zahlreiche positive Rückmeldungen der Schulen, dass die Landeslösung von Moodle trotz der hohen Nutzerzahlen sehr stabil funktioniere. 

Weitere Corona-Impfdosen für Deutschland angekündigt

17:33 Uhr

Die Bundesländer sollen bis zum 22. Februar mindestens fünf Millionen weitere Corona-Impfdosen erhalten. Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, sind darunter alle drei zugelassenen Impfmittel der Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach auf Twitter von guten Nachrichten nach einem schwierigen Start. Zuvor hatte es Forderungen an den Bund gegeben, die Liefermengen verlässlich zu benennen.

Industrie-Umsätze in Baden-Württemberg eingebrochen

17:18 Uhr

Im Zuge der Corona-Krise sind die Umsätze der Industrieunternehmen in Baden-Württemberg 2020 deutlich zurückgegangen. Nur einzelnen Branchen gelang es, ihren Umsatz zu steigern:

65 Millionen Euro für Lehrerlaptops

17:02 Uhr

Für die Anschaffung von Lehrerlaptops erhält das Land Baden-Württemberg vom Bund eine Finanzspritze von 65 Millionen Euro. "Wir geben die Mittel unkompliziert und ohne Antragsverfahren an die Schulträger weiter, damit die Lehrerinnen und Lehrer möglichst schnell ausgestattet werden können", kündigte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) an. Insgesamt stellt Berlin 500 Millionen Euro für die Ausstattung der Schulen in Deutschland mit Lehrerlaptops zur Verfügung.

Einzelhandel in Deutschland mit Rekordjahr

16:48 Uhr

Der deutsche Einzelhandel schließt das vergangene Jahr trotz der Corona-Pandemie mit einem Rekordplus ab. Preisbereinigt ist der Umsatz um fast vier Prozent gestiegen, das größte Plus seit 1994. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen sind allerdings enorm. Am unteren Ende der Skala der Bekleidungshandel mit einem Umsatzminus von 23 Prozent. Auch Kaufhäuser gehören zu den großen Verlierern. Das größte Plus erzielte der Onlinehandel mit 25 Prozent.

Bürgermeister klagen: Zu wenig Personal für Kontrollen

15:35 Uhr

Die Gemeinden im Land haben einer aktuellen Umfrage zufolge zu wenig Personal für die Kontrolle der Corona-Maßnahmen. 81 Prozent der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Baden-Württemberg berichteten in einer Befragung des Instituts Forsa für das Verbandsmagazin des Gemeindetags, "die:gemeinde", von Personalproblemen. Städte und Gemeinden müssen sich in vielen Fällen um Umsetzung und Kontrolle kümmern. Jeder zweite Bürgermeister gab zudem an, dass nicht genügend Personal zur Nachverfolgung von Kontakten und Infektionsketten zur Verfügung stehe. Nach Angaben von 31 Prozent nehmen Beleidigungen oder Bedrohungen im Zuge der Corona-Krise gegen die Bürgermeister selbst, Verwaltungsmitarbeiter oder Ratsmitglieder zu. 61 Prozent berichteten, bei ihrer Arbeit gelegentlich mit Corona-Leugnern zu tun zu haben.

Junge Menschen wollen mehr Beteiligung in Corona-Krise

15:09 Uhr

Junge Menschen wollen in der Corona-Krise stärker gehört werden. Das haben mehrere Jugendverbände in einer Mitteilung gefordert. Der Bundesjugendring, die Sportjugend und die Bundesschülerkonferenz sagen, dass junge Menschen während der Pandemie nicht an der Diskussion zu Lösungen und Perspektiven aus der Krise beteiligt werden. Eine Studie habe schon vor einem halben Jahr gezeigt, dass das nötig sei. Fast die Hälfte der Befragten hatten damals gesagt, dass ihre Sorgen nicht gehört würden.

Alternativer Ausbildungsstarttermin kaum nachgefragt

15:07 Uhr

Der von der baden-württembergischen Landesregierung auf den Weg gebrachte alternative Starttermin für Ausbildungenist coronabedingt kaum nachgefragt worden. Nach einem Schwund von Ausbildungsplätzen im Herbst sollten Unternehmen außerplanmäßig die Möglichkeit bekommen, die Ausbildung junger Menschen zeitversetzt auch zum 1. Februar beginnen zu lassen - dafür sollten dann sogar spezielle Ausbildungsklassen in Berufsschulen gebildet werden. Doch diesem Angebot seien nur wenige Betriebe gefolgt, teilte das Arbeits- und Wirtschaftsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Festnahmen wegen Impfstofffälschung

14:58 Uhr

In China hat die Polizei 80 Verdächtige festgenommen, die einen Corona-Impfstoff gefälscht haben sollen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua haben die Fälscher seit vergangenem September Kochsalzlösung abgefüllt und als Impfstoff verkauft. 3.000 Impfdosen habe die Polizei beschlagnahmt, heißt es. China hat bisher einige Impfstoffe entwickelt - die Regierung in Peking will bis Mitte Februar 50 Millionen Menschen impfen.

Onkologe: Krebspatienten sollten sich gegen Corona impfen lassen

14:41 Uhr

Auch Krebspatienten sollten sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilte der Leiter des Onkologischen Zentrums im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, Edgar Hartung, mit. Durch die jeweilige Tumorerkrankung und einige Krebsmedikamente seien die Patienten anfälliger für Infektionen. So sei die Gefahr an Covid-19 zu sterben höher, erklärt Hartung. Auch das Robert-Koch-Institut empfehle Krebspatienten die Impfung.

Corona-Pandemie So funktioniert der Impfstoff von Astrazeneca

Der Corona-Impfstoff der britisch-schwedische Arzneimittelkonzerns Astrazeneca gerät wegen möglicher Nebenwirkungen zunehmend in die Kritik. Jetzt werden nur noch Menschen ab 60 Jahren damit geimpft. Aber was unterscheidet dieses Vakzin von den mRNA-Impfstoffen?

Uniklinik untersucht Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung

14:32 Uhr

Die Universitätsklinik Ulm will im Rahmen einer Studie mehr über die Spätfolgen einer Erkrankungen mit dem Coronavirus herausfinden. Dazu hat die Klinik nach eigenen Angaben eine Spezialambulanz eingerichtet. In der neuen Ambulanz sollen Betroffene an Herz und Lunge untersucht werden. Dort treten laut Universitätsklinik bei ungefähr der Hälfte der Erkrankten nach bisherigen Erkenntnissen Langzeitfolgen auf. Neben einer Funktionsprüfung der Lunge messen die Ärzte auch die Lungen- und Herzleistung unter körperlicher Belastung. Mit diesen und weiteren Untersuchungen möchten Ärztinnen und Ärzte feststellen, welche Langzeitschäden eine Covid-19-Erkrankung tatsächlich verursachen kann und wie häufig diese Schäden vorkommen.

Ab heute Auszahlung der Dezember-Hilfen

13:48 Uhr

Laut Bundeswirtschaftsministerium werden die Länder ab heute die finalen Bescheide für die Dezember-Hilfen auszahlen. Die technischen Voraussetzungen dafür stünden nun. Bislang wurden nur erste Abschlagszahlungen von maximal 50.000 Euro pro Unternehmen durch den Bund gewährt. Mit den Dezember-Hilfen können Firmen, die zwangsweise schließen mussten, bis zu drei Viertel ihres Umsatzes aus dem Jahr 2019 ersetzt bekommen. Beantragt wurden bislang Zuschüsse im Volumen von knapp vier Milliarden Euro. 1,55 Milliarden Euro davon wurden über die Abschlagszahlungen bislang überwiesen.

Staatsgalerie Stuttgart optimistisch für 2021

13:37 Uhr

Trotz Corona-Lockdown und unklarer Öffnungsperspektiven geht die Staatsgalerie Stuttgart optimistisch ins neue Ausstellungsjahr 2021. So wird die vor Weihnachten nur für zwei Wochen geöffnete Ausstellung zum französischen Impressionismus bis auf Weiteres verlängert, wie das Museum heute mitteilte. Die neue Sonderausstellung zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys wird ab März gezeigt. Die corona-bedingte Museumsschließung sei eine enorme Herausforderung, so Museumschefin Christiane Lange. Es sei aber gelungen, keine Ausstellung abzusagen und auch 2021 ein umfangreiches Programm zu gestalten.

Schwörmontag erneut nur in abgespeckter Form

13:16 Uhr

Der Ulmer Schwörmontag wird auch in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) sprach am vergangenen Wochenende in einem Interview von einem reduzierten Programm für den Stadtfeiertag im Juli. Konkret stehe das Programm jedoch noch nicht fest. Klar sei bislang nur, dass das Fischerstechen auf der Donau nicht stattfinden könne.

Ratiopharm will Impfstoff-Produktion unterstützen

13:12 Uhr

Der Ulmer Arzneimittelhersteller Teva mit seiner Marke Ratiopharm will die Corona-Impfstoff-Produktion unterstützen. Nach Unternehmensangaben ist Teva überzeugt, die Herstellung des Impfstoffs bei bestimmten Prozessen unterstützen zu können. Nach dem heutigen Impfgipfel könne feststehen, welche Technologien und Kapazitäten benötigt würden. Beim Impfgipfel ist Teva heute nicht vertreten.

SWR extra: Corona-Impfung - Ihre Fragen an die Experten

13:09 Uhr

Die Verunsicherung rund um die Corona-Impfung wird immer größer. In einem SWR Extra heute um 20:30 Uhr wollen Expertinnen und Experten im SWR Fernsehen Fragen zum Thema beantworten. Sie können diese entweder via Call-In oder über ein Fragen-Formular stellen.

Corona-Krise sorgt für Umsatzeinbruch bei BW-Industrie

11:28 Uhr

Die Auswirkungen der Corona-Krise haben den Industriebetrieben in Baden-Württemberg 2020 einen Umsatzeinbruch beschert. Die Erlöse des verarbeitenden Gewerbes gingen im Jahresvergleich um 6,4 Prozent auf nur noch 328,6 Milliarden Euro zurück, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Das Auslandsgeschäft stürzte um sieben Prozent auf 186,5 Milliarden Euro, die Inlandsumsätze fielen um 5,6 Prozent auf 142,2 Milliarden Euro. Allerdings deuten wichtige konjunkturelle Frühindikatoren darauf hin, dass sich die Lage in der Industrie trotz des aktuellen Lockdowns weiter bessert: So lag die Nachfrage nach Industrieprodukten aus Baden-Württemberg im Dezember beispielsweise bereits den fünften Monat in Folge über dem Vorjahresniveau. In der baden-württembergischen Industrie arbeiten mehr als eine Million Menschen. Wichtige Branchen sind der Auto- und Maschinenbau.

Bayer will Curevac-Impfstoff produzieren

11:00 Uhr

Der Pharmakonzern Bayer will in die Produktion von Covid-19-Impfstoffen einsteigen. Eine Prüfung habe ergeben, dass man in der Lage sei, den Impfstoff des Tübinger Unternehmens Curevac herzustellen. Das Präparat wird derzeit noch entwickelt. Es basiert wie die Impfstoffe von Biontech und Moderna auf sogenannten "messenger RNA" (Boten-RNA). Bereits Anfang Januar hatten Bayer und Curevac eine Kooperation bekanntgegeben, die zunächst aber nur Zulassungsarbeiten und andere Dienstleistungen des Großkonzerns für das kleine schwäbische Unternehmen umfasste. Curevac-Chef Franz-Werner Haas sagte: "Zum Ende des Jahres werden wir mehrere hundert Millionen Dosen zur Verfügung haben." Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßte die Zusammenarbeit beider Unternehmen. "Wir werden Impfstoffe brauchen über den Sommer hinaus", sagte er.

Zwangseinweisung von Quarantänebrechern jetzt auch in Heidelberg möglich

10:50 Uhr

Menschen, die nachhaltig gegen eine Corona-Quarantäne verstoßen, können ab sofort auch in der alten Chirurgischen Klinik Heidelberg untergebracht werden. Hintergrund ist eine Vereinbarung zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem Universitätsklinikum Heidelberg. Das Uniklinikum Heidelberg stellt die entsprechenden Räume zur Verfügung und sorge für eine angemessene Verpflegung, so eine Sprecherin. Das Land Baden-Württemberg stelle die notwendige Überwachung durch einen Sicherheitsdienst für diese Härtefälle sicher. Die Zwangseinweisung ist nach Angaben des Sozialministeriums das letzte Mittel, wenn sich Corona-Infizierte der Quarantäne widersetzen und Buß- und Zwangsgelder nichts bewirken. So ist es im Infektionsschutzgesetz vorgesehen. Über die Zwangseinweisung muss ein Gericht entscheiden. Heidelberg ist nach Gerlingen (Kreis Ludwigsburg) der landesweit zweite Standort für Zwangseinweisungen.

Pharmafirmen dämpfen Erwartungen vor dem Impfgipfel

10:19 Uhr

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (VFA) warnt vor dem Impfgipfel davor, zu hohe Erwartungen an die Branche zu stellen. "Eine Impfstoff-Fabrik ist kein Bücherregal aus dem Möbelhaus, das man schnell aufbauen kann", sagte VFA-Präsident Han Steutel den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Montag. "Wäre es so, hätten wir es doch längst gemacht." Für die komplexe Herstellung von Impfstoffen brauche es geeignete Produktionsanlagen und qualifiziertes Personal, heißt es dem Bericht zufolge aus der Branche. Selbst Firmen, die ihre Kapazitäten schnell ausweiten könnten, bräuchten dafür sechs bis neun Monate.

Schwörmontag in Ulm erneut in abgespeckter Form

9:42 Uhr

Die Stadt Ulm plant bereits ihre Feierlichkeiten rund um den Schwörmontag im Juli. Schon jetzt ist allerdings klar - viele traditionelle Veranstaltungen können erneut nicht stattfinden.

Böblinger Corona-Hotline nur eingeschränkt erreichbar

9:37 Uhr

Die Corona-Hotline des Landkreises Böblingen ist heute möglicherweise nur eingeschränkt erreichbar. Wie das Landratsamt mitteilte, ziehen das Team der Corona-Hotline und auch die Mitarbeiter für die Kontaktnachverfolgung um. Denn die 21 Behördenmitarbeiter sowie die 17 Soldaten brauchen mehr Platz. Dafür ziehen sie jetzt in leerstehende Büros im Böblinger Gewerbegebiet um. Bei der Hotline sollen Menschen anrufen, die vermuten, sich mit dem Corona-Virus angesteckt zu haben.

Corona lässt Bier-Absatz auf historisches Tief sinken

8:45 Uhr

Die Corona-Krise hat den Bierabsatz in Deutschland auf ein historisch niedriges Maß gedrückt. Die Brauereien und Bierlager setzten im vergangenen Jahr mit 8,7 Milliarden Litern 5,5 Prozent weniger ab als im Jahr 2019, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Es war der niedrigste Wert seit der Neufassung des Biersteuergesetzes im Jahr 1993, das die Grundlage der Statistik bildet. Den Brauern fehlten im Jahr 2020 vor allem die Feste und Großveranstaltungen. Auch die Schließungen von Gaststätten und Restaurants führten zu weniger Bierkonsum.

Vesperkirche bietet Pakete zum Abholen an

7:31 Uhr

Die Vesperkirche in Ravensburg und Wilhelmsdorf beginnt heute. In diesem Jahr bieten Diakonie und eine Stiftung des Sozialunternehmens "Die Zieglerschen" coronabedingt kostenlose Vesperpakete zum Abholen an. In Ravensburg können sie im Haus der Diakonie und in Wilhelmsdorf im Gemeindehaus abgeholt werden. Das Motto der "Vesperkirche unterwegs" lautet "Ich sehe Deine Not".

Impfgipfel mit Merkel

6:44 Uhr

Es gibt viele Probleme und Fragen nach dem schwierigen Impfstart in Deutschland. Ein "Impfgipfel" am Nachmittag soll dafür sorgen, dass es Verbesserungen gibt. An der Videokonferenz nehmen die Bundeskanzlerin, die Ministerpräsidenten der Länder, Impfstoffhersteller sowie Vetreter der EU-Kommission teil. Baden-Württemberg hat vorab bereits Erwartungen formuliert.

SPD fordert weitere Corona-Hilfen

6:21 Uhr

Angesichts der anhaltenden Folgen der Corona-Krise fordert die baden-württembergische SPD weitere Milliardenhilfen für die Kommunen. Das Land müsse die Gewerbesteuerausfälle auch für dieses Jahr komplett kompensieren, sagte Partei- und Fraktionschef Andreas Stoch. "Das ist zwingend notwendig - wenn die Kommunen vor Ort ihre Investitionstätigkeit einstellen, geht die Wirtschaft sowieso in die Knie." Das Land habe noch Geld in der Kasse, sagte Stoch. So gebe es Rücklagen für Haushaltsrisiken für das Jahr 2021 in Höhe von 204 Millionen Euro. Zudem seien von den Krediten aus dem vergangenen Frühjahr in Höhe von 5,8 Milliarden Euro erst drei Milliarden abgeflossen. "Gegen die Krise darf man nicht ansparen", betonte er. Nun müsse man zusehen, dass die Konjunktur belebt werde.

Biontech verspricht bis zu 75 Millionen mehr Impfdosen

6:20 Uhr

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech will im kommenden Quartal die Lieferung seines Covid-19-Vakzins an die Europäische Union erweitern. "Im zweiten Quartal können bis zu 75 Millionen mehr Impf-Einheiten an die EU ausgeliefert werden", schreibt Biontech-CEO Sierk Poetting. "Um der gestiegenen weltweiten Nachfrage gerecht zu werden, planen wir, im Jahr 2021 zwei Milliarden Dosen unseres Covid-19-Impfstoffs herzustellen." Dafür werde Biontech die zuvor geplante Produktion von 1,3 Milliarden Impfdosen um mehr als 50 Prozent steigern, so Poetting. Die Maßnahmen, um die Produktionskapazitäten zu erweitern, liefen nach Plan.

Weniger Notfall-Patienten in Notaufnahmen

6:17 Uhr

Die Notaufnahmen in Deutschland beobachten im derzeitigen Corona-Lockdown ein Drittel weniger Notfall-Patienten im Vergleich zu den Vorjahren. Eine Theorie sei, dass die Menschen Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 haben und nicht die Notaufnahme der Krankenhäuser in Anspruch nehmen, sagte der Notfallmediziner Felix Walcher von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) der Zeitung "Augsburger Allgemeinen". Eine andere Annahme sei, dass die Bevölkerung derzeit weniger aktiv sei und es deshalb sowohl weniger Unfälle gebe, aber auch andere akute Fälle, die möglicherweise durch besonderen Stress ausgelöst würden. Er betonte allerdings, dass dies nur Mutmaßungen seien. Das Phänomen der stark sinkenden Zahlen in den Notaufnahmen gebe es weltweit, sagte der Mediziner.

Montag, 1. Februar 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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