Corona Live Blog für Baden-Württemberg

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Dienstag, 24. August 2021

Stand

Das war der Dienstag in Baden-Württemberg

Fluggesellschaft Swiss führt Impfpflicht für Flugpersonal ein

22:40 Uhr

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss führt eine Corona-Impfpflicht für ihr fliegendes Personal ein. Sie gelte ab dem 15. November, teilte die Lufthansa-Tochter in Basel mit. Begründet wird der Schritt mit den Einreisebestimmungen vieler Länder, die zunehmend eine Impfpflicht auch für Crews verlangten. Die australische Airline Qantas hat ebenfalls eine Corona-Impfpflicht für ihre Beschäftigten angekündigt.

Gamescom wieder virtuell: Computerspiel-Branche boomt

22:25 Uhr

Morgen beginnt in Köln die weltgrößte Computer- und Videospielmesse Gamescom. Wegen Corona findet sie auch in diesem Jahr virtuell statt. Zugleich beschert die Pandemie der Branche Umsatzrekorde. Sie erwirtschafte im ersten Halbjahr 2021 mit dem Verkauf von Spielen und Konsolen einen Umsatz von 4,6 Milliarden Euro. Laut Branchenverband Bitcom spielt in Deutschland inzwischen jeder Zweite Computer- oder Videospiele. Auch die Entwicklung von Spielen boomt. Baden-Württemberg belegt dabei im bundesweiten Vergleich Platz fünf.

EMA genehmigt zusätzliche Produktion von Corona-Impfstoffen

22:00 Uhr

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Genehmigung für die Erweiterung einiger Produktionsstätten von Corona-Impfstoffen erteilt. Die Anlagen dürften unmittelbar in Betrieb gehen, so die EMA. Es handelt sich demnach um eine neue Produktionslinie am Biontech-Standort in Marburg. Diese werde helfen, die Produktionskapazität um rund 410 Millionen Dosen zu erhöhen, erklärte die EMA. Zudem darf bei Delpharm im französischen Saint Remy sur Avre nun ebenfalls der Impfstoff von Biontech/Pfizer produziert werden. Hier geht es laut EMA um bis zu 51 Millionen Dosen. In den USA ließ die Behörde mehrere Produktionsstätten für den Moderna-Impfstoff zu. Insgesamt könnten dadurch im dritten Quartal dieses Jahres zusätzlich 40 Millionen Impfdosen des US-Herstellers an die EU geliefert werden.

Corona-Zahlen in den USA steigen weiter

21:45 Uhr

In den USA steigen die Corona-Zahlen. Zuletzt gab es durchschnittlich gut 137.000 Neuinfektionen pro Tag. Das sei ein Plus von fast zwölf Prozent im Vergleich zur Vorwoche, teilte die US-Gesundheitsbehörde mit. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 sei sogar um 23 Prozent gestiegen. Hingegen blieb die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 ins Krankenhaus eingewiesen wurden, etwa auf dem Stand der Vorwoche. Die Impfkampagne mache Fortschritte, teilte das Weiße Haus mit. Demnach sind in den USA 51,5 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Weltweit über fünf Milliarden Corona-Impfungen verabreicht

20:40 Uhr

Weltweit sind inzwischen mehr als fünf Milliarden Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP, die offizielle Angaben verschiedener Länder ausgewertet hat. Mit 1,96 Milliarden verabreichten Impfdosen liege China weiterhin vorn. Dahinter folgten mit großem Abstand Indien (589 Millionen) und die USA (363 Millionen). Insgesamt gebe es große Unterschiede. Länder mit einem hohen Einkommen haben demnach im Schnitt 111 Dosen pro 100 Einwohner verimpft. In Ländern mit schwachem Einkommen seien es jedoch nur 2,4 Dosen auf 100 Einwohner. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisierte die "schockierende Ungleichheit" bei der Verteilung der Corona-Impfstoffe und beklagte einen Mangel an "globaler Solidarität".

Land startet Projekt "Lernen mit Rückenwind"

19:43 Uhr

Das Kultusministerium Baden-Württemberg hat ein neues Förderprogramm für Schülerinnen und Schüler gestartet. Es trägt den Titel "Lernen mit Rückenwind" und soll nach den Herbstferien beginnen. Das Projekt soll helfen, die sozial-emotionalen Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen. Das Kultusministerium sucht nun Lehrkräfte, Lehramtsstudierende, aber auch Menschen aus anderen pädagogischen Berufen oder Pensionäre. Außerdem können sich Nachhilfeinstitute, Jugendhilfeorganisationen und Vereine als Kooperationspartner registrieren lassen. "Wir brauchen zusätzliche Unterstützung, um die Defizite bei den Schülerinnen und Schülern aufzuholen", sagte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) in Stuttgart. Land und Bund hatten bereits "Lernbrücken" gestartet, mit denen in den Sommerferien versäumter Unterrichtsstoff nachgeholt werden soll. Dafür stehen in Baden-Württemberg 130 Millionen Euro zur Verfügung.

Beschränkung für Zahl der Klinik- und Heimbesucher fällt weg

18:47 Uhr

In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gelten keine Beschränkungen mehr bei der Besucherzahl. Bislang hing diese von der jeweiligen Inzidenz vor Ort ab, teilte das Sozialministerium Baden-Württemberg in Stuttgart mit. Nichtgeimpfte müssten auch künftig einen Antigen-Schnelltest vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden ist, oder einen PCR-Test. Dieser wiederum dürfe nicht älter sein als 48 Stunden. Insbesondere nicht-geimpftes Personal müsse sich regelmäßig testen lassen, so das Ministerium weiter. Die Verordnungen für diese Einrichtungen treten morgen in Kraft.

Mehr Neuinfektionen und mehr Corona-Intensivfälle in BW

17:58 Uhr

In Baden-Württemberg ist die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz auf 1,5 gestiegen (Vortag: 1,31). Das heißt pro 100.000 Einwohner wurden umgerechnet 1,5 Personen mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingewiesen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Landesgesundheitsamtes hervor (Stand 16 Uhr). Vor einer Woche lag dieser Wert bei 1,1. Nach Daten des Divi-Intensivregisters werden derzeit 92 Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg intensivmedizinisch behandelt - sechs mehr als am Montag. 43 davon werden invasiv beatmet. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 52,7 gestiegen (Vortag: 47,9). Vor einer Woche betrug der Inzidenz-Wert 33,5. Insgesamt wurden dem Landesgesundheitsamt innerhalb von 24 Stunden 1.633 Neuinfektionen gemeldet (Vortag: 343). Das ist der höchste Wert seit Ende Mai. Vor einer Woche waren es 1.045. Damit Zudem gab es zehn weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 (gesamt: 10.457). Den höchsten Inzidenz-Wert in Baden-Württemberg verzeichnet derzeit der Landkreis Rottweil mit 85,8 - am niedrigsten ist die Inzidenz im Landkreis Heidenheim mit 26,4.

Hamburg erlaubt 2G-Regel in Kulturbetrieben

15:54 Uhr

Der Hamburger Senat hat die Einführung einer 2G-Regelung beschlossen. Ab Samstag dürfen Restaurants, Theater, Kinos und andere Kulturbetriebe Angebote ausschließlich für Geimpfte und Genesene anbieten. Impf- oder Genesenen-Nachweis müssen kontrolliert werden. Im Gegenzug würden Beschränkungen wie Abstandsvorgaben, Testpflicht, Tanzverbot sowie Vorgaben zu Sitzplätzen und Tischanordnung entfallen, erläuterte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

Spahn hält vollere Fußball-Stadien für möglich

14:45 Uhr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat den deutschen Fußball-Clubs Hoffnung auf wieder vollere Stadien gemacht. Man könne die Teilnehmerzahlen für Geimpfte und Genesene anders rechnen als Getestete, sagte er dem TV-Sender Bild. "Es können ohne Zweifel deutlich mehr Geimpfte und Genesene in einem Stadion - zumal unter freiem Himmel - dann auch als Zuschauer dabei sein, als es sonst möglich ist", erklärte der Minister. Das würde eine Abkehr von den Beschlüssen von Bund und Ländern bedeuten. Diese hatten am 10. August festgelegt, dass die Stadien zur Hälfte, aber nur maximal mit 25.000 Zuschauern gefüllt werden dürfen.

Corona-Regeln: Das sind die Unterschiede zwischen BW und Bayern

14:15 Uhr

Während in Baden-Württemberg nicht mehr die Inzidenz den Alltag bestimmt, greifen im Nachbarland Bayern nach wie vor bei steigenden Werten verschärfte Regeln. Ein Überblick:

900 Kommunen in BW wollen Luftfilter für Schulen und Kitas

13:55 Uhr

Drei Wochen vor Schulbeginn haben knapp 900 Träger von Schulen und Kitas in einer ersten Runde die Förderung für mobile Luftfilter und CO2-Ampeln beim Land Baden-Württemberg beantragt. Allerdings kommen zunächst nur die Kommunen zum Zug, die Filtergeräte vor allem für schwer belüftbare Klassenzimmer und Kitaräume haben wollten. Für diese Kategorie gingen Anträge in Höhe von 13,4 Millionen Euro ein, teilte das Kultusministerium in Stuttgart mit. Das heißt, es können nun in einem ersten Schritt für 26,8 Millionen Euro Filter angeschafft werden, da das Land den Kauf zur Hälfte bezuschusst. Bis Mitte Dezember soll es aber zwei weitere Antragsrunden für Luftfilter und CO2-Sensoren für Schulen und Kitas geben.

Chef des Weltärztebundes fordert Impfpflicht

13:36 Uhr

Der Chef des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, fordert eine Corona-Impfpflicht für Deutschland. Montgomery sagte dem ARD-Politikmagazin Report Mainz, er halte eine Impfpflicht für sinnvoll und vernünftig. Weil viele sich nicht impfen ließen, sei das auch die einzige Möglichkeit, weitere Lockdowns und wirtschaftliche Schäden zu vermeiden. Die Bundesregierung lehnt bisher eine Impfpflicht ab.

Ehinger Arzt fordert Corona-Testpflicht für Geimpfte

13:23 Uhr

Der Pandemiebeauftragte der kassenärztlichen Vereinigung im Alb-Donau-Kreis fordert, dass Geimpfte auf das Coronavirus getestet werden. Auch sie könnten das Virus übertragen. Die Testpflicht soll laut dem Ehinger Arzt Andreas Rost insbesondere bei Veranstaltungen in Innenräumen oder der Rückkehr aus dem Ausland gelten. "Für spezielle Risikobereiche finde ich Tests für alle Gruppen - nicht nur für Nicht-Geimpfte - den konsequenteren Ansatz", sagt Rost. Es gebe immer häufiger sogenannte Impfdurchbrüche. "Personen, die vollständig geimpft waren oder sind, haben sich trotzdem nachweislich infiziert und hohe Viruslasten entwickelt", erläutert der Arzt aus Ehingen.

Genesenenzertifikate nun auch in Apotheken

12:51 Uhr

Die sogenannten Genesenenzertifikate nach einer Corona-Infektion sind ab sofort auch in vielen Apotheken digital erhältlich. Das berichtete die Bundesvereinigung der Apothekerverbände. Inzwischen sei die technische Infrastruktur dafür betriebsbereit. Das Angebot ist demnach jedoch nur in teilnehmenden Apotheken verfügbar. Interessierte sollten sich vorab informieren. Ärzte stellen die digitalen Zertifikate schon etwas länger aus, in analoger Form sind sie ebenfalls erhältlich. Genesenenzertifikate sind eine Art Brückenlösung für Erkrankte im ersten halben Jahr nach einer Infektion. In dieser Zeit sollen sie laut Empfehlung der Ständiger Impfkommission (STIKO) noch keine Schutzimpfung bekommen.

Berufsverband: Viele Tanzschulen würden erneuten Lockdown nicht verkraften

12:34 Uhr

Auch die Tanzschulen dürfen seit ein paar Wochen wieder öffnen. Viele waren monatelang wegen Corona geschlossen. Der Präsident des Berufsverbandes der deutschen Tanzschulen Hardy Hermann aus Freudenstadt sagte dem SWR, einen erneuten Lockdown würden viele Tanzschulen nicht verkraften. Etwa 10 bis 20 Prozent der Kollegen hätten große finanzielle Probleme, so Hermann. Seine Tanzschule konnte mit Online-Tanzkursen und virtuellen Stammtischen Kontakt zu den Kunden halten. Seit Juni gebe es wieder Präsenz-Tanzkurse und sogar viele Anmeldungen für Schüler-Tanzkurse, so Hermann. Auch Tanzschulen-Inhaber Olaf Solzin aus Tübingen stellt eine gesteigerte Nachfrage nach Tanzkursen bei seinen Kunden fest. Die Corona-Verordnung sei allerdings ohne juristischen Beistand nicht verständlich, denn Tanzschulen unterliegen der Sportstättenverordnung und der Gastronomie. Das verkompliziere vieles, so Solzin.

Luca-App: 126.000 Menschen erfuhren seit Juni von Infektionsrisiko

11:34 Uhr

Die Macher der Luca-App haben eine positive Zwischenbilanz gezogen. Allein in den vergangenen zehn Wochen zwischen dem 1. Juni und dem 23. August hätten 126.000 Menschen durch die Luca-App von einem möglichen Infektionsrisiko erfahren, erklärte die Culture4Life GmbH. Die Luca-Macher reagieren mit der Vorlage der aktuellen Nutzungszahlen auf die anhaltende Kritik an ihrer App. Die kommt unter anderem vom Chaos Computer Club, von Datenschützern und von Wissenschaftlern. Die App-Verantwortlichen verweisen nun darauf, dass sich inzwischen mehr als 29 Millionen Menschen im Luca-System registriert haben. Der Chaos Computer Club bezifferte dagegen die Zahl der aktiven Nutzer, die täglich die App benutzen, auf nur rund sechs Millionen Menschen.

Bundesweit fast 60 Prozent der Menschen durchgeimpft

11:10 Uhr

Laut den aktuellen Zahlen des Bundes-Gesundheitsministeriums sind 59,2 Prozent der Menschen in Deutschland bereits vollständig geimpft. Insgesamt haben demnach 64,2 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens eine Impfdosis erhalten. In Baden-Württemberg haben bisher 61,9 Prozent der Bürger eine Erstimpfung bekommen.

Impfquote bei Erwachsenen laut Experten wichtig für Schulen

10:45 Uhr

Damit die Schulen im zweiten Pandemie-Herbst offen bleiben, spielen Experten zufolge Erwachsene eine entscheidende Rolle. Vereinzelte Infektionen an den Schulen sind nach Ansicht des Berliner Virologen Christian Drosten hinnehmbar, wenn möglichst alle Eltern und Lehrer geimpft sind. "Ein kontrolliert schwelendes Geschehen muss man akzeptieren, wenn der Schulbetrieb laufen soll. Man wird nicht jegliche Verbreitung an Schulen unterbinden können, aber möglichst eine unkontrollierte Ausbreitung." Auch die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek hält es generell für wichtig, dass sich so viele Erwachsene wie möglich impfen lassen. "Das sei wichtig für den Eigenschutz, aber eben auch, um diejenigen zu schützen, die sich nicht beziehungsweise noch nicht impfen lassen können. Dazu zählen insbesondere auch Kinder", so Ciesek.

Griechische Inseln ab heute Hochrisikogebiete

9:58 Uhr

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung nun mehrere griechische Urlaubsinseln als Hochrisikogebiet ein. Die Regelung gilt ab heute. Das Land zählt zu den beliebtesten Zielen rund ums Mittelmeer. Neben Kreta ist nun auch die südliche Ägäis mit Urlaubsinseln wie Rhodos, Kos, Mykonos oder Naxos Hochrisikogebiet. Das intensive Nachtleben auf den Inseln gilt als Ausgangspunkt der Corona-Ausbreitung in Griechenland. Wer aus Hochrisikogebieten nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Die Betroffenen können sich aber nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Für vollständig Geimpfte und Genesene gibt es keine Quarantänepflicht.

Deutsche Wirtschaft erholt sich von Pandemie-Auswirkungen

9:37 Uhr

Die deutsche Wirtschaft erholt sich offenbar von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Sie ist im zweiten Quartal 2021 etwas stärker gewachsen als zunächst berechnet. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) hervor. Demnach ist das BIP, also die Summe aller in Deutschland hergestellten Waren, Güter und Dienstleistungen, von April bis Juni gegenüber dem Vorquartal um 1,6 Prozent gestiegen. Das BIP ist damit gut 0,1 Prozent höher als nach einer ersten Schätzung gedacht. Wirklich Grund zum Aufatmen sind die aktuellen Zahlen aus Wiesbaden aber noch nicht: Denn insgesamt liegt die deutsche Wirtschaftsleistung damit immer noch rund 3,3 Prozent unter dem Niveau vor Corona.

Divi-Chef Marx: Zahl der Intensivpatienten steigt

8:52 Uhr

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, sieht die steigende Zahl der Corona-Intensivpatienten in Deutschland mit Sorge. Die Zahl habe sich innerhalb von vier Wochen auf 775 verdoppelt, sagte Marx im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Bei etwa 6.000 Intensivpatienten, wie im vergangenen Januar, sei die Belastungsgrenze erreicht. In diesen Bereich dürfe man nicht noch einmal kommen.

Deutscher Staatshaushalt tief im Minus

8:25 Uhr

Der deutsche Staat hat auch im ersten Halbjahr 2021 in der Corona-Pandemie deutlich mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen in den ersten sechs Monaten bei 4,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Es ist damit das zweithöchste Defizit in einer ersten Jahreshälfte seit der deutschen Vereinigung.

Weltärztechef fordert Impfpflicht in Deutschland

6:50 Uhr

Der Chef des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, fordert erstmals eine Impfpflicht für Deutschland. Diese sei sinnvoll und vernünftig, sagte Montgomery dem SWR-Politikmagazin "Report Mainz“. Weil viele Menschen sich nicht impfen ließen, sei eine Impfpflicht der Schlüssel, um weitere Lockdowns und wirtschaftliche Schäden zu vermeiden. Die Bundesregierung lehnt bisher eine Impfpflicht ab, weil diese gegen die Verfassung verstoße. Dem widerspricht der ehemalige Vorsitzende des Bundesgerichtshofs, Fischer. Er sagte "Report Mainz“, die Impflicht sei eine verhältnismäßige und angemessene Maßnahme.

20 Quarantäneverweigerer in BW-Kliniken

5:17 Uhr

Seit der Einrichtung spezieller Krankenhausstationen für Quarantäneverweigerer in Baden-Württemberg wurden nach Auskunft des Sozialministeriums 20 Menschen dort zwangsweise untergebracht. Demnach kamen 17 Menschen in die Klinik Schillerhöhe des Robert-Bosch-Krankenhauses in Gerlingen (Kreis Ludwigsburg) und drei in das Universitätsklinikum Heidelberg. Im Durchschnitt seien die Menschen zehn Tage in der Klinik gewesen, so ein Ministeriumssprecher. Zurzeit sei niemand mehr in den Einrichtungen. Die Zwangseinweisung ist im Bundes-Infektionsschutzgesetz als letztes Mittel vorgesehen, wenn sich Infizierte der Quarantänepflicht widersetzen. Dafür ist ein richterlicher Beschluss nötig.

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 58,0

4:27 Uhr

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen und liegt nun bei 58,0. Bundesweit wurden binnen 24 Stunden 5.747 Neuinfektionen registriert, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete. Die Zahl der Todesfälle in diesem Zeitraum lag bei 42. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich nach RKI-Angaben auf 3.877.612, die der Todesfälle auf insgesamt 92.022. Deutschland befindet sich nach Einschätzung des RKI inzwischen am Beginn der vierten Corona-Welle. Auch jüngere Altersgruppen sind diesmal stark betroffen.

Hausärzte befürworten geplante Abkehr von Inzidenz

3:33 Uhr

Der Hausärzteverband befürwortet die Pläne der Bundesregierung, die Beschränkungen im öffentlichen Leben nicht mehr allein an die Corona-Inzidenz zu knüpfen. "Die Bewertung des Infektionsgeschehens müsste längst mehr Aspekte als nur die Inzidenz einbeziehen", sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich Weigeldt der "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die geplante Berücksichtigung der Hospitalisierungsrate ist deshalb ein richtiger erster Schritt, und dafür wurde es auch höchste Zeit." Es gehe darum, die Belastung des Gesundheitswesens abzubilden. "Diese ist im Moment moderat, und sie wird vor allem durch Personen verursacht, die nicht geimpft sind." Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montag im ZDF gesagt: "Die 50er-Inzidenz im Gesetz, die hat ausgedient." An die Stelle der Inzidenz soll die Rate der Corona-Fälle im Krankenhaus treten.

Kritik an mangelnder Impfbereitschaft in der Altenpflege

2:14 Uhr

Angesichts der vierten Corona-Welle haben Patientenschützer einen immer noch lückenhaften Impfschutz bei den Beschäftigten in Pflegeheimen und Pflegediensten beklagt. "Die Impfbereitschaft beim Personal in der Altenpflege ist zum Teil nicht so hoch wie sie sein sollte", sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das betrifft stationäre Einrichtungen, aber auch mobile Pflegedienste." Anders scheine es in der Krankenpflege zu sein, so Brysch. Hier sei die Impfbereitschaft höher. Eine berufsspezifische Impfpflicht ist in den Augen der Patientenschützer jedoch nicht die richtige Antwort auf die Impflücken: "Eine solche Pflicht käme in einem Mangelberuf wie der Altenpflege eher einer Verzweiflungstat nahe und wäre kontraproduktiv", so Brysch.

Dienstag, 24. August 2021

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Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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