Eistee mit Zitrone (Foto: Getty Images, Thinkstock -)

Gekaufte Kalorienbombe oder gesund selbstgemacht

So gesund ist Eistee wirklich

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AUTOR/IN
Susanne Henn

An heißen Tagen, wie wir sie gerade haben, gehört er zu den beliebtesten Durstlöschern: Eistee. Es gibt ihn im Supermarkt von allen möglichen Herstellern, immer wieder werden neue Sorten auf den Markt gebracht, und viele Menschen halten Eistee für gesünder als Softdrinks. Aber stimmt das überhaupt?

Wahre Zuckerbomben

Wenn man sich die Zutatenliste der gängigen Eistees mal so anschaut, dann ist vor allem eines so ziemlich immer dabei: viel Zucker. Nach einer Untersuchung der Verbraucherzentralen können das in einem Glas bis zu sieben Würfel sein – also eine ganze Menge. Es gibt zwar auch welche, die nicht so süß sind, aber das sind eher die Ausnahmen. Damit sind Eistees wahre Kalorienbomben und machen nicht nur dick, sondern sorgen auch für Karies.

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Kaffee oder Tee SWR Fernsehen

Viel Koffein kann zum Problem werden

In den meisten Eistees ist zudem Koffein. Das ist auch logisch, denn die Grundlage ist ja meistens Schwarz- oder Grüntee und der enthält nun einmal Koffein. Nun sind Eistees  - gerade bei Hitze -  auch bei Kindern sehr beliebt und da kann das Koffein zum Problem werden. Denn wenn man es nicht gewohnt ist, kann es Herzrasen, Übelkeit oder auch Kreislaufprobleme auslösen. Koffein steht aber meistens nicht ausdrücklich auf der Zutatenliste, es reicht, wenn dort "schwarzer Tee" vermerkt ist. Und dann heißen die Eistees zwar "Pfirsich" oder "Zitrone", aber wirklichen Fruchtsaft findet man darin in der Regel nicht. Stattdessen wird der Geschmack mit Hilfe künstlicher Aromen erzeugt. Also: gesund ist anders.

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So machen Sie gesunden Eistee leicht selbst

Eistee für Erwachsene, für die Koffein in der Regel kein Problem ist, selbst zu machen, ist ziemlich einfach: Man kocht einfach schwarzen oder grünen Tee und lässt ihn nach gewünschter Intensität ziehen. Allerdings besser nicht zu lange, denn sonst wird er bitter. Dann die gewünschte Menge Zucker einrühren Eiswürfel rein, und ab in den Kühlschrank. Auf diese Art kann man den Zuckeranteil massiv reduzieren oder ihn sogar ganz weglassen. Das Schockkühlen mit Eiswürfeln ist für den Geschmack übrigens wichtig, denn wenn der Tee nur langsam abkühlt, entwickelt er viele Bitterstoffe. Ist er kalt genug, Zitrone auspressen, soviel dazu gießen wie gewünscht, ein paar Zitronenscheiben dazu und: trinken.

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Varianten für Kinder

Neben diesem Klassiker habe ich bei selbst gemachtem Eistee natürlich alle Möglichkeiten. Vor allem bei Kindern kann ich auch jeden beliebigen koffeinfreien Tee als Grundlage nehmen, etwa Früchtetee. Den Zucker kann ich dann durch einen Fruchtsaft ersetzen, etwa Apfelsaft oder Orangensaft. Sirup geht auch, dann ist wieder ein wenig mehr Zucker dabei. Und das Ganze kann ich dann auch mit Minze oder Zitronenscheiben oder auch ein paar Beeren verfeinern – und habe den perfekten Eistee für Kinder.

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