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Die Brezel wurde in Speyer erfunden! Jedenfalls wächst jedes Kind hier mit Brezeln auf – auch Patrick Blau. Aber Patrick ist noch näher dran am Speyerer „Nationalgebäck“:

„Ich bin damit groß geworden, habe der Mama zugeschaut, wie sie Brezeln geschlungen hat mit dem Opa in der Backstube."

1964 gründete Patricks Großvater die Firma Brezel Berzel. Damals gab es noch 20 Brezelbäckereien in Speyer, heute ist der Brezel Berzel die letzte verbliebene Brezelbäckerei in der Stadt. Zu verdanken ist das Patrick. Denn der arbeitete längst als Bankkaufmann, als die Bäckerei 2016 fast vor dem Aus stand. Er hängte seinen Job an den Nagel und wurde Brezelbäcker.

„Weil ich hier groß geworden bin, habe ich auch eine Verantwortung. Wenn es die Möglichkeit gibt, eine Familientradition fortzuführen, sollte man das machen.“

Und so produziert er weiter mit Familienunterstützung und seinen Bäckern, die längst auch zur Familie gehören. Und zwar in der Backstube, in der auch schon der Opa gebacken hat, mitten in der Stadt, in der Lauergasse 6. Geschlungen werden die Brezeln von Hand und kommen dann in den Ofen von 1964.

„Wir könnten uns auch Schlingroboter anschaffen, aber wir wollen es nach alter Tradition fortführen."

"Natürlich sind die Herstellungskosten, wenn man mit Hand, Fingerspitzengefühl und ohne Konservierungsmittel arbeitet, teurer. Aber ich bekomme auch die Rückmeldung, dass die Kunden das gerne bezahlen, bevor sie eine Tiefkühlbrezel, die irgendwo auf der Welt vorproduziert wurde, aus dem Supermarkt kaufen.“ Patrick bekommt nie genug von seinen Brezeln. Sie müssen dünn, knusprig, goldbraun und mit dem typischen Gittermuster auf der Unterseite ausgestattet sein. Am liebsten isst er sie direkt aus dem Ofen. „Ein bisschen Butter drauf und rein damit.“

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