1000 Antworten Warum sind manche Eier weiß und manche braun?

Dauer

Das ist eigentlich ganz einfach: Braune Eier haben verschiedene Pigmente, weiße Eier haben keine Pigmente. Eierschalen bestehen hauptsächlich aus Kalk, Kalk ist nun mal weiß, das ist die Grundfarbe der Eier. Ob ein Huhn weiße oder pigmentierte Eier legt, ist ausschließlich eine Frage der Gene, und damit eine Frage der Hühnerrasse. Als Faustregel stimmt tatsächlich das, was man oft hört, nämlich dass braune Hühner braune Eier und weiße Hühner weiße Eier legen. Es ist nicht durchgehend so, also es gibt auch braune Hühner, die weiße Eier legen und umgekehrt, aber als Faustregel kann man das so stehen lassen.

All diese Rassen wiederum sind Zuchtrassen. Das ursprüngliche „Wildhuhn“ hat wie viele Vögel leicht gelblich-braune Eier. Im Lauf der Haustierhaltung wurden dann die Hühner wahlweise auf weiße oder braune Eier hin gezüchtet. Wenn Sie also ein weißes Ei haben, stammt das wahrscheinlich von einem Leghorn-Huhn. Das ist eine Züchtung, die ursprünglich aus Italien kommt. Wenn Sie ein braunes Ei haben, stammt das in der Regel von einer anderen Rasse – da gibt’s verschiedene, die braun pigmentierte Eier legen. Die Eier bekommen ihre Farbe dabei erst sehr spät: Die Entstehung eines Eis im Hühnerleib dauert etwa 24 Stunden, aber erst in den letzten 5 Stunden vor der Ablage bekommt es die Pigmente.

Und sind braune Eier gesünder?

Überhaupt nicht. Sie schmecken auch nicht anders. Es ist ein reiner Farbunterschied. Das einzige ist, die braunen Eierschalen sind etwas dicker und härter. Und sie werden gern verkauft, denn eine Zeit lang, bis in die 70er-/80er-Jahre, gab es auf dem Markt fast nur weiße Eier. Und dann, etwa zeitgleich mit dem Aufkommen der Bio-Bewegung, kamen auch die braunen Eier in Mode. Deswegen ist noch heute bei vielen Verbrauchern die Assoziation da: Braun = natürlich = Bio. Aber das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.