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Statistisch gesehen ist das Christentum die verbreitetste Religion. Aber Vorsicht! So einfach ist es meist gar nicht, die Menschen einer religiösen Gruppe zuzuordnen. Ein Beispiel: Wenn Sie Menschen in Nepal oder Indien nach ihrer Religion befragen und anhand eines statistischen Fragebogens wissen wollen, ob jemand Buddhist oder Hinduist ist, machen die Leute vielleicht bei der einen oder anderen Möglichkeit ihr Kreuz.

In Wirklichkeit gehen diese Menschen aber in Tempel, wo sie sowohl buddhistische als auch hinduistische Gottesdarstellungen anbeten und diesen opfern. Gleichzeitig haben sie vielleicht auch noch einen Geisterglauben. Deshalb kann man die Menschen nicht so einfach nach ihrer Religion einteilen.

Beim Blick auf die einzelnen Menschen stellt man fest, dass viele Menschen im religiösen Sinen überhaupt nicht gläubig sind. Das ist übrigens auch für den schulischen Bereich interessant, wo in der Regel nur die fünf Weltreligionen abgehandelt werden. Aber man könnte sich auch einmal eine kleinere Gruppe anschauen.

Oder eine andere Frage: Welche Alternativen gibt es für Menschen, die nicht religiös sind, aber trotzdem bestimmte Wert haben? Ein Beispiel dafür wäre der Humanismus. Es gibt Traditionen, die die Einheit der Menschheit betonen, das Besondere, das Schützenswerte, die Menschenrechte jedes Einzelnen. Diese Tradition gibt es im Islam, im Hinduismus, im Buddhismus und auch im Christentum sowie in vielen anderen Religionen.