Gespräch

Kriegsfotografin Julia Leeb: Zu wenig Berichte über das Leiden von Frauen im Krieg

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Julian Burmeister
Interview
Julia Leeb

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,,Lückenhaft“ sei das Bild, das wir aus Krisengebieten erhalten, sagt die Kriegsreporterin Julia Leeb im SWR2 Gespräch. Und genau das will sie mit ihrer Arbeit ändern, mit dem Blick einer Frau: „Ich habe natürlich automatisch meinen Blick mehr auf Frauen in den Kriegsgebieten gerichtet. Der Alltag der Menschen, die das Leben in einem Kriegsgebiet aufrechterhalten, der kam mir nicht genug in der allgemeinen Berichterstattung vor.“

Es sind die stillen Momente, die Leeb einfangen will: „Wer steckt in dieser Uniform, wer steckt unter diesem Niqab? Das sind die Geschichten dahinter, die mich am meisten interessieren.“ Dabei hat sich Leeb klare Grenzen gesetzt: ,,Ich zeige keine Verwundeten oder Toten - da habe ich für mich selber einen Vertrag geschlossen." Von diesen Erlebnissen berichtet Julia Leeb auch im rbb-Podcast "Women in War".

Die Fotojournalistin Julia Leeb

Julia Leeb reist für ihre Arbeit immer wieder in Kriegs- und Krisengebiete in Syrien, Libyen, Südsudan oder im Kongo. Ihre Bilder werden in internationalen Zeitungen und Fernsehsendern veröffentlicht. 2016 wurde sie zu einer der 29 inspirierendsten Frauen Deutschlands gewählt.

ARD-Doku Der weltberühmte Fotograf Steve McCurry im Porträt: „Die Farben von Liebe und Krieg“

Zum ersten Mal gewährt der Fotograf Steve McCurry Einblicke in seine Arbeit und sein Leben in der Doku „Die Farben von Liebe und Krieg“. Sie ist in der ARD Mediathek zu sehen.

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