In Trier muss sich ein Mann vor dem Amtsgericht verantworten, weil er einen Streifenwagen gerammt haben soll. Er wollte offenbar vor einer Kontrolle fliehen. (Foto: dpa Bildfunk, Patrick Seeger)

Amtsgericht Trier

Polizeiauto mit Kleinbus gerammt: Mann muss ins Gefängnis

Stand

Das Amtsgericht Trier hat einen Mann zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Er war bei einer Kontrolle absichtlich in einen Streifenwagen gefahren.

Der Mann hatte am Vormittag im Prozess gestanden, dass er im April mit einem VW-Bus den Streifenwagen der Polizisten gerammt hatte. Beide Polizisten erlitten dabei ein Schleudertrauma und wurden ambulant im Krankenhaus behandelt. Der Mann entschuldigte sich im Verfahren bei beiden Beamten. Er sprach von einer Kurzschlussreaktion. Das Amtsgericht verurteilte ihn unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe.

Der Angeklagte entschuldigte sich beim Prozess vor dem Amtsgericht Trier bei den verletzten Polizisten. (Foto: SWR)
Der Angeklagte entschuldigte sich beim Prozess vor dem Amtsgericht Trier bei den verletzten Polizisten.

Vor Polizeikontrolle geflohen

Die beiden Polizisten sagten vor dem Amtsgericht als Zeugen aus. Beide schilderten, wie ihnen der VW-Bus am frühen Morgen des 27. April aufgefallen war. Der Bus habe ein französisches Nummernschild gehabt. Zudem habe einer der Beamten bemerkt, dass der Fahrer eine Sturmhaube trug. Da es in dem Zeitraum häufig Geldautomaten-Sprengungen gab, entschlossen sich die Beamten, den Wagen zu überprüfen. Sie wendeten ihren Streifenwagen und schlossen zum Transporter auf.

Anhaltesignale missachtet

Der Mann habe die Zeichen zum Anhalten aber ignoriert. In einer Seitenstraße habe er dann den silbernen Kleinbus zunächst beschleunigt und dann abgebremst. Der Polizist am Steuer sagte vor Gericht, er habe den Streifenwagen quergestellt, um den Transporter zu blockieren. Dieser habe dann zurückgesetzt und sei dann auf den Streifenwagen zugefahren und schließlich in die Beifahrerseite gefahren.

Polizisten sagen als Zeugen aus

Ein Gutachter sagte vor Gericht aus, dass der Mann dabei den Transporter auf ungefähr 40 Stundenkilometer beschleunigt hatte. Der Polizist auf der Beifahrerseite war durch die Kollision eingeklemmt, seine Tür ließ sich nicht mehr öffnen. Beide Polizisten kamen ins Krankenhaus und waren danach für zwei Wochen krankgeschrieben. Sie sagten beide, dass der Vorfall sie heutzutage aber kaum noch belaste.

Fahndung nach Transporterfahrer

Der Transporterfahrer lief damals direkt nach dem Zusammenstoß weg. Die Polizei leitete eine umfangreiche Suche ein. Sie fahndete nach ihm im Bereich der Moselauen, der Luxemburger Straße und Umgebung. Dabei setzte sie auch eine Hubschrauberstaffel, Beamte der Bundespolizei und eine Drohne der Berufsfeuerwehr Trier ein. Ein Zeuge meldete schließlich einen Verdächtigen auf einem Firmengelände in der Diedenhofener Straße. Polizisten nahmen ihn kurze Zeit später fest. Es habe sich um den flüchtigen Transporterfahrer gehandelt.

Unterwegs im gestohlenen VW-Bus

Das Amtsgericht ordnete am Donnerstag zusätzlich an, dass der Fahrer seinen Führerschein abgeben muss. Er darf auch mindestens zwei Jahre lang keinen neuen Führerschein machen. Im Kleinbus habe sich Werkzeug befunden, wie beispielsweise Bolzenschneider und Akkuschrauber. Wohin der Mann damit unterwegs war, dazu machte er vor Gericht keine Angaben. Er schwieg auch dazu, wie er an den VW-Bus kam, der in Frankreich als gestohlen gemeldet worden war.

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