Vier Wochen nach der Flut - Hochwasserschäden in der Eifel immer mehr sichtbar (Foto: SWR, Lara Bousch)

Nach dem Hochwasser in der Eifel

Bilder vier Wochen nach der Flut

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In der Region Trier haben sich vor vier Wochen kleine Flüsse wie die Nims, die Prüm oder die Kyll in reißende Ströme verwandelt. Das Wasser riss Autos, Öltanks und Bäume mit. Die Schäden sind immens - die Aufräumarbeiten laufen noch immer.

Die Geländer der Brücke in Wißmannsdorf wurden nach der Überflutung provisorisch gesichert (Foto: SWR, Lara Bousch)
Die Geländer der Brücke in Wißmannsdorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm) wurden nach der Überflutung provisorisch gesichert. Lara Bousch
In der Eifel sind fast alle Brücken wieder passierbar. Der abgespülte Hang hier in Oberweis (Eifelkreis Bitburg-Prüm) wurde wieder aufgeschüttet. Lara Bousch
Der Campingplatz in Oberweis (Eifelkreis Bitburg-Prüm) wurde mit schwerem Gerät von Müll und Schlamm befreit. Er ist für unbestimmte Zeit geschlossen. Lara Bousch
Angestellte des Campingplatzes in Oberweis (Eifelkreis Bitburg-Prüm) befreien die Hecken von Stroh, Ästen und Müll. "Morgens stehen wir auf, dann räumen und putzen wir auf, bis wir ins Bett gehen. Am nächsten Tag fängt es von vorne an", sagt ein Arbeiter. Lara Bousch
In Bettingen (Eifelkreis Bitburg-Prüm) gehen die Aufräumarbeiten voran. Die meisten Straßen sind sauber, nur die schwer zugänglichen Ufer wurden noch nicht geräumt. Lara Bousch
An der Mühle in Peffingen (Eifelkreis Bitburg-Prüm) wurden bereits viele Äste weggeräumt. Straßenränder und Ufer wurden wieder befestigt und aufgeschüttet mit Schotter. Lara Bousch
Vier Wochen nach der Flut sieht man noch auf vielen Feldern nahe der Prüm Haufen mit Sperrmüll, die die Bauern zusammengetragen haben. Lara Bousch
An den verbogenen Metallgegenständen kann man erkennen, wie viel Kraft das Wasser bei der Überflutung in der Eifel hatte. Lara Bousch
Dieser Einwohner von Holsthum (Eifelkreis Bitburg-Prüm) zeigt wo das Wasser stand. Die Pfeiler der Brücke habe man nicht mehr gesehen. Doch die Arbeiten kämen flott voran, die weggespülten Bürgersteige seien schon erneuert worden, sagt er. Lara Bousch
Die Straße von Holsthum (Eifelkreis Bitburg-Prüm) in Richtung Echternach ist wieder komplett geöffnet. Sie wurde unterspült und musste deshalb gesperrt werden. Lara Bousch
Der Besitzer dieses weggespülten Autos hatte offenbar bislang noch keine Zeit, sich darum zu kümmern. Lara Bousch
Auch in Prümzurlay (Eifelkreis Bitburg-Prüm) wurden die Ufer wieder befestigt. Dort wohnen Menschen besonders nah an der Prüm. Eine Einwohnerin konnte gerade noch so einige Fotos ihrer Familie sowie ihres verstorbenen Mannes retten. Eine weiteres Problem: Eine Versicherung habe sie trotz Bemühungen nie bekommen, sagt sie. Lara Bousch
Dort wo das Bett der Prüm eng war, hat das Wasser seine volle Wucht entwickelt, so wie in Irrel (Eifelkreis Bitburg-Prüm). Die Irreler Wasserfälle wurden von der Natur umgestaltet. Die überdachte Holzbrücke ist von den Wassermassen vollständig mitgerissen worden. Lara Bousch
Auch die Nims hat bei Irrel (Eifelkreis Bitburg-Prüm) einige Hänge weggespült. Lara Bousch
Der sonst so idyllische Fluss hat mit voller Wucht eine Abkürzung durch ein Feld genommen und viele Brückenteile zerstreut. Lara Bousch

In der Eifel ist derzeit überall Baulärm zu hören. Industrietrockner röhren vor sich hin, die Menschen klopfen nassen Putz von den Wänden und reißen Böden raus. Sie versuchen seit vier Wochen Tag für Tag, Ordnung ins Chaos zu bringen, das das Hochwasser verursacht hat.

Viele, die in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten am Wiederaufbau arbeiten, sind mittlerweile erschöpft. Die Menschen machen kaum Pausen, wollen nicht aufgeben, sind angetrieben von Mut und großer Hilfsbereitschaft.

Und es gibt auch einige gute Nachrichten: In der Region sind mittlerweile wieder viele Straßen und Brücken befahrbar, die Strom- und Trinkwasserversorgung ist wieder hergestellt und beim Internet hakt es nur noch an einigen Stellen.

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SWR