Nach dem Feuer im früheren Hotel Waldhorn ermitteln nun Brand-Experten. Vier Menschen wurden in der Brandnacht verletzt. (Foto: SWR, G. Schlenk)

Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache

Vier Verletzte bei Wohnhausbrand in Mainz

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In Mainz-Gonsenheim ist am Sonntagabend in einem Mehrfamilienhaus ein Feuer ausgebrochen. Bis die Feuerwehr eintraf, spielten sich dramatische Szenen ab.

Aus einem Fenster im ersten Obergeschoss schlugen schon meterhohe Flammen, als die Einsatzkräfte eintrafen. Dichter Qualm drang aus den Fenstern des ersten Stockwerks und des Dachgeschosses. Mehrere Anrufer hatten gegen 23 Uhr die Feuerwehr alarmiert.

Ersthelfer retten mehreren Bewohnern das Leben

Ein Bewohner sei schon aus dem Fenster gesprungen, um sich vor dem Feuer zu retten, berichtete die Mainzer Berufsfeuerwehr. Der Mann habe schwer verletzt auf der Straße gelegen. Drei Nachbarn hätten schon selbst mit eigenen Leitern mehrere Menschen aus dem brennenden Haus gerettet, so der Einsatzleiter. Die Feuerwehrleute hätten dann mithilfe einer Drehleiter vier weitere Bewohner vom Dach des Hauses geholt. Sie hatten sich aus ihren verrauchten Appartements dorthin geflüchtet.

Das Feuer hatte sich auf mehrere Wohnungen ausgebreitet und drohte auf das Dach überzugreifen. Gegen 2 Uhr in der Nacht waren die Flammen gelöscht. Die Polizei korrigierte am Montagnachmittag die Zahl der Verletzten von ursprünglich zehn auf vier. Demnach wurden vier Menschen ins Krankenhaus gebracht. Sie hätten die Klinik jedoch bereits wieder verlassen können, so ein Sprecher.

Stadt Mainz bringt obdachlose Bewohner in Hotel unter

Das Gebäude ist derzeit unbewohnbar. Die Menschen wurden vorübergehend in einem Hotel untergebracht. Warum das Feuer ausgebrochen ist, versucht die Kriminalpolizei zu ermitteln. Nach Angaben der Polizei prüft ein Sachverständiger zudem, ob die Brandschutzbestimmungen in dem Gebäude eingehalten wurden.

CDU kritisierte Brandschutz schon vor Jahren

Die Ortsvorsteherin des Mainzer Stadtteils Gonsenheim, Sabine Flegel (CDU), bestätigte dem SWR, dass das Haus am 11. Mai eigentlich zwangsversteigert werden soll. Die Gründe dafür kenne sie allerdings nicht. Wie Flegel sagte, sei das Gebäude in einem schlechten Zustand. Die CDU habe bereits vor Jahren darauf hingewiesen, dass der Brandschutz des Hauses nicht ausreichend sei. So hätten beispielsweise Fluchtwege gefehlt und Brandschutztüren hätten sich teilweise nicht schließen lassen. 

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