Viele verkleidete Menschen feiern (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / BeckerBredel | BeckerBredel)

Weil er nicht in die Mainzer Rheingoldhalle durfte

Mann wählt 50 Mal den Notruf der Polizei

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Wolfgang Seligmann

Eigentlich wollte er nur beim Fastnachtsball in der Mainzer Rheingoldhalle ein bisschen mitfeiern. Als er nicht durfte, rief er per Notruf die Polizei - und das 50 Mal.

Insgesamt berichtet die Mainzer Polizei von einem friedlichen Fastnacht-Samstagabend. Allerdings mit zwei Ausnahmen: Zum einen wollte ein stark angetrunkener Mann in der Mainzer Rheingoldhalle beim Ball der Prinzengarde mitfeiern. Als man ihm den Eintritt verweigerte, rief er die Notrufnummer 110. Die Polizei solle dafür sorgen, dass man ihn doch noch mitfeiern lässt.

Dafür wählte der Mann rund 50 Mal den Notruf. Die Beamten hätten ihm mehrmals geduldig erklärt, dass er deshalb nicht die 110 anrufen dürfe, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Als sich der Mann dennoch nicht von den Anrufen abbringen ließ, kam tatsächlich eine Streife zur Rheingoldhalle, um die Anrufe zu beenden. Der Mann reagierte allerdings so aggressiv den Beamten gegenüber, dass er für zwei Stunden in Polizeigewahrsam musste. Außerdem erhielt er eine Anzeige wegen Beleidigung.

Seitenscheibe eines Streifenwagens eingeschlagen

Den zweite größere Einsatz an diesem Fastnacht-Samstag gab es gegen 0:30 Uhr. Zeugen hatten der Polizei eine Auseinandersetzung auf der Mainzer Ludwigsstraße gemeldet, bei der angeblich auch ein Messer im Spiel gewesen sein soll. Ein Streifenwagen habe sich auf den Weg gemacht. Der Fahrer musste über den Gutenbergplatz trotz eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn in Schrittgeschwindigkeit fahren, weil der Platz noch immer voller Menschen war.

Eine große Menge Fastnachter auf der Straße (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Fredrik Von Erichsen)

Laut Polizeibericht gab es dann plötzlich einen lauten Knall und eine der hinteren Seitenscheiben des Streifenwagens sei zerborsten. Es muss, so die Polizei, einen heftigen Schlag gegen die Scheibe gegeben haben. Allerdings hätten die Beamten keine Chance gehabt, einen Tatverdächtigen zu ermitteln. Auch die Auseinandersetzung in der Ludwigsstraße konnten die Beamten nicht mehr feststellen.

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