Vogelgrippe – Wie groß ist die Gefahr für Menschen?

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Stefan Eich

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Die Sorge vor einem Überspringen der weltweiten Vogelgrippe auf Menschen wächst. Mehrere Millionen Wildvögel sind bereits am Virus H5N1 verendet; auch viele Säugetiere sind betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) informiert deshalb heute in Genf über die Gefahren durch das Vogelgrippe-Virus für Menschen.

Annika Graaf, Fachärztin für Virologie am Friedrich-Loeffler Institut für Tiergesundheit, betonte in SWR Aktuell, dass die Ansteckungsgefahr für Menschen derzeit unverändert sei: "Es handelt sich derzeit immer noch um ein Vogelvirus."

Vereinzelt Infektionen bei Säugetieren

"Es gibt zwar weltweit einige Berichte über Säuger-Infektionen, die sich meistens über tote Tiere oder den direkten Kontakt zu den Ausscheidungen der Tiere angesteckt haben", so Graaf. Dies sei jedoch nicht überraschend: "Wir finden im Moment fast weltweit hohe Virusmengen in Wildvogelpopulationen. Da kann es vereinzelt zu Infektionen an Säugetieren kommen."

Zahl angesteckter Menschen bislang sehr gering

Es seien etwa "zwei Hände voll Menschen, die sich bislang angesteckt haben. Diese hatten allerdings sehr engen Kontakt zu Geflügel." Gemessen an der Virusmenge, die in den Wildvogelpopulationen kursiert, sei dies noch eine sehr geringe Fallzahl. "Die Gefahrenlage für Menschen ist unverändert", so die Fachärztin für Virologie.

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Stefan Eich