"Niemand will sich leere Busse leisten!"

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Vanja Weingart
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Die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Katrin Eder (Grüne) war heute in Koblenz beim Deutschen Nahverkehrstag diplomatisch gefordert: Einerseits erleben Busse und Bahnen mehr Zuspruch und haben auch mehr Kundschaft, seit es das Deutschlandticket gibt. Andererseits klagt die Branche über Personalmangel und geringe Takt-Dichte im ÖPNV – besonders auf dem Land. „Die Mobilitätspolitik steht vor wichtigen Weichenstellungen“, sagt Eder im Gespräch mit SWR-Aktuell-Moderatorin Vanja Weingart

Den Ländern fehlt Geld fürs Deutschlandticket

Die Ministerin kritisiert dabei auch die Bundespolitik: Es sei nicht klar, ob es für die Zukunft auch weiterhin eine sichere Finanzierung fürs Deutschlandticket geben wird. Zwar sei das Ticket ein Erfolg, aber gerade auf dem Land sei die Nutzung deutlich geringer, und niemand wolle sich leisten, dass dort leere Busse fahren. „Der ÖPNV ist ein lernendes System“, so die Ministerin, die mit diesem Problem nicht allein ist: Ihr Kollege, Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Herrmann (Grüne), hat im Gespräch mit SWR Aktuell bereits eingeräumt, dass der ÖPNV vor allem auf dem Land weiter ausgebaut werden sollte.

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