Birgit Hahn-Fedunik, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Firma Hydra Marine Sciences GmbH, arbeitet an einem Aquarienaufbau, mit dem bioabbaubare Plastik getestet wird. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Uli Deck)

Warnsignal für Wettbewerbsfähigkeit

BW verliert für Unternehmen an Innovationskraft

Stand

Innovationen sind ein wichtiges Fundament für die Wirtschaft. Viele Unternehmen im Land sehen die Bedingungen dafür aber zunehmend kritisch.

Aus Sicht vieler baden-württembergischer Unternehmen haben sich die Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung im Land in den vergangenen Jahren spürbar verschlechtert. Das zeigt der Innovationsreport der Deutschen Industrie- und Handelskammer für Baden-Württemberg.

Demnach bewerteten die Unternehmen Standortfaktoren für Innovationen in BW im Durchschnitt mit der Note 3,1. Das sei zwar etwas besser als die Note für ganz Deutschland (3,4), sagte der Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK), Christian Erbe, am Mittwoch in Stuttgart. "Allerdings können wir als starkes Innovationsland - gerade im internationalen Vergleich - damit absolut nicht zufrieden sein."

BWIHK: Ein schlechtes Signal für die Wettbewerbsfähigkeit

Die Bewertung hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Den Angaben zufolge erhielt Baden-Württemberg als Innovationsstandort im Innovationsreport 2017 noch die Note 2,4 und 2020 die Note 2,75.

Dies zeige, dass es für Unternehmen in wenigen Jahren erkennbar schwieriger geworden sei, Ideen in neue marktgängige Produkte und Dienstleistungen umzusetzen, sagte Erbe. Beim global stetig zunehmenden Innovations- und Transformationsdruck sei das ein schlechtes Signal für die Wettbewerbsfähigkeit.

Stuttgart

Stellenabbau in der Autobranche Automobilindustrie in BW steht vor großen Herausforderungen

Die schwache Weltwirtschaft und weniger Personalbedarf belasten die Autobranche in Baden-Württemberg. Bosch und ZF wollen Stellen streichen. Die Autoindustrie ist im Wandel.

SWR Aktuell Baden-Württemberg SWR BW

Fehlendes Personal und Bürokratie schränken Betriebe ein

Als größte Innovationshemmnisse - sowohl in Baden-Württemberg als auch bundesweit - betrachten die befragten Unternehmen den Fachkräftemangel und hohe bürokratische Anforderungen. Ein Warnzeichen sieht BWIHK-Präsident Erbe im steigenden Interesse der Unternehmen, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Ausland aufzubauen: Diese Entwicklung bedrohe zunehmend den Standort BW, so Erbe.

Der BWIHK ist der Dachverband der zwölf Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg. An der Umfrage zum Innovationsreport haben sich bundesweit 2.272 Unternehmen beteiligt, davon 215 aus Baden-Württemberg.

Mehr zur Wirtschaft in BW

Tübingen

Energie zu teuer, zu wenig Mitarbeiter IHK-Präsident aus Tübingen: Die Wirtschaft muss aufholen

Exportweltmeister Deutschland - das war einmal. China liegt jetzt vorne. Der baden-württembergische IHK-Präsident Christian Erbe schlägt eine klare Strategie für die Wirtschaft vor.

SWR4 BW am Samstagmorgen SWR4 Baden-Württemberg

Kampf gegen überflüssige Regeln Allianz zum Bürokratieabbau in BW soll kommen

Unternehmen in Baden-Württemberg sehen sich mit einer Flut von Formularen und Vorgaben konfrontiert und fordern weniger Bürokratie. Nun soll es bald Entlastung geben.

Guten Morgen Baden-Württemberg SWR1 Baden-Württemberg

Stuttgart

Herbstprognose der IHK Stuttgart Konjunktur in BW schwächelt: Schlechte Stimmung bei Unternehmen

Die Wirtschaft im Land bleibt weiter angespannt. Das zeigen die aktuellen Zahlen zur Konjunktur der IHK für Baden-Württemberg.

SWR4 BW am Dienstag SWR4 Baden-Württemberg

Stuttgart

Stellenabbau in der Autobranche Automobilindustrie in BW steht vor großen Herausforderungen

Die schwache Weltwirtschaft und weniger Personalbedarf belasten die Autobranche in Baden-Württemberg. Bosch und ZF wollen Stellen streichen. Die Autoindustrie ist im Wandel.

SWR Aktuell Baden-Württemberg SWR BW

Stand
AUTOR/IN
SWR