Uraufführung der Donausymphonie am 3.11.2022 im Großen Saal des Musikvereins Wien (Foto: SWR, Kristina Priebe)

Idee des Ulmer Kunst-Mäzens Walter Feucht

Von Ulm nach Wien: Donau Symphonie feiert Weltpremiere

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Kristina Priebe
Kristina Priebe (Foto: SWR)
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Sabine Bauer

Die Donau Symphonie ist am Donnerstagabend in Wien uraufgeführt worden. Das Publikum würdigte die Premiere im Großen Saal des Musikvereins mit stehenden Ovationen.

Bei der Uraufführung der Donau Symphonie am Donnerstagabend in Wien gab es im Großen Saal des Musikvereins stehende Ovationen. Das Publikum zeigte sich begeistert von der musikalischen Liebeserklärung des weltbekannten US-Komponisten Frank Wildhorn an die Donau.

Von der Donau in Ulm zur Weltpremiere in Wien

Bei einem Donauspaziergang in Ulm mit seinem Freund und Komponisten Frank Wildhorn sei die Idee entstanden, erzählt Walter Feucht. Damals war Wildhorn, den er seit vielen Jahren kennt, auch wegen der Planungen für die Aufführung seines Musicals "Dracula" auf der Ulmer Wilhelmsburg bei ihm zu Besuch.

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Bei diesem Spaziergang sprach Feucht mit Wildhorn über seine musikalische Idee: Seit Johann Strauss habe eigentlich niemand mehr etwas Großes zur Donau geschrieben, sagte Feucht damals - "eigentlich müsste man da eine Symphonie schreiben." Bei seinem Freund Frank Wildhorn stößt Feucht damit auf offene Ohren: Seitdem er acht Jahre alt ist, träume er davon, eine Symphonie zu komponieren, erzählt ihm der weltbekannte New Yorker Komponist. Wildhorn interessiert sich auch persönlich für die Bedeutung der Donau für Ulm und für Europa - sein Vater stammt aus Rumänien, seine Mutter aus der Ukraine.

Zwei Männer spazieren an der Ulmer Donau entlang. Der schicksalhafte Musik-Spaziergang von Frank Wildhorn (links) und Walter Feucht wurde auf einem Foto festgehalten.  (Foto: Quelle: privat)
Der schicksalhafte Donau-Spaziergang von Frank Wildhorn (links) und Walter Feucht wurde auf einem Foto festgehalten. Quelle: privat

Wiener Symphoniker zeichnen Donau Symphonie auf

Und so erteilt der Kunst-Mäzen Feucht seinem Freund den Auftrag für eine Donau Symphonie. Vom Ulmer Donauufer aus reist die Idee bis an die Pazifikküste der USA: Wildhorn schreibt die knapp 60 Minuten lange Liebeserklärung an die Donau und ihre Geschichte 2020 auf Hawaii, dann geht es zurück an die Donau. Dieses Mal aber nach Wien, wo die Wiener Symphoniker die neun Sätze im vergangenen Jahr für eine CD aufzeichneten - und zwar in großer Besetzung, mit fast 100 Musikerinnen und Musikern.

Anfragen für Donau Symphonie auch aus Neuseeland und Tokio

Doch damit nicht genug: Die Wiener Symphoniker kündigten an, die Donau Symphonie auch aufführen zu wollen. Und von Wien aus könnte die Donau Symphonie in die ganze Welt gehen, meint Walter Feucht.

"Es gibt Anfragen vom Nationalorchester Neuseeland, es gibt Anfragen aus Athen, aus Tokio und Hollywood." Und nach Ulm soll sie natürlich auch kommen, wünscht sich Feucht.

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