Einfach zu viele Stechmücken - wegen der vielen Mücken derzeit ist in Ulm-Wiblingen ein Fußballturnier für Kinder abgesagt worden. Auch wer sonst unterwegs ist, beispielsweise auf dem Donaufest, sollte sich gegen die Tiere wappnen. (Smbolbild)

"Den Kindern nicht zumutbar"

Stechmücken verhindern Fußballturnier in Ulm-Wiblingen

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Autor/in
Christine Janke
SWR Aktuell Autorin Christine Janke

In Ulm-Wiblingen hat ein Verein ein Kinderfußballturnier abgesagt. Grund: zu viele Stechmücken. Auch sonst machen die Plagegeister den Menschen in der Region zu schaffen.

Wegen zu vieler Stechmücken hat ein Verein in Ulm-Wiblingen nun ein Kinderfußballturnier abgesagt. Die Insekten machen auch sonst vielen Menschen in der Region zu schaffen.

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Kinderfußballturnier wegen der Stechmücken "nicht zumutbar"

Die Sportanlage des TV Wiblingen befindet sich nahe der Donau - und wird derzeit von Unmengen an Stechmücken bevölkert. Am Samstag hätte dort ein Kinderfußballturnier stattfinden sollen, doch dann hat der Verein eine Nachricht an die Eltern verschickt, in der es heißt: "Wir können euch als Eltern und vor allem den Kindern das nicht zumuten". Das Turnier falle wegen der Plagegeister aus.

Ulm: Donaufest-Organisatoren raten zum Mückenschutz

Auch die Veranstalter des Internationalen Donaufestes ab kommenden Freitag in Ulm blicken mit Sorge auf die vielen Stechmücken. Eine Absage soll es wegen der Tiere nicht geben. Aber laut Donaubüro werden die Besucher schon jetzt vorgewarnt und gebeten, selbst für entsprechenden Schutz zu sorgen.

Insgesamt leiden die Menschen in der Region Donau, Iller und Ostalb unter der aktuellen Mückenplage. Viele sind ratlos und suchen trotz sommerlicher Temperaturen am Abend den Weg in geschlossene Räume, in einer SWR-Umfrage unter Passantinnen und Passanten in Ulm berichtet die Mehrheit von zu vielen Mücken derzeit.

Eine Passantin berichtet, sie werde vor allem nachts von Mücken geplagt, eine weitere spricht von Schwärmen nahe der Donau, da helfe nur schlagen und schnellstmöglich weggehen. Ein Passant sagt, er suche Schutz vor den Insekten drinnen, selbst Autan helfe nicht und gerade in der Nähe von Wasser sei es besonders schlimm.

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BUND: "Überdurchschnittlich viele Stechmücken"

Gerade in den vom Hochwasser am meisten betroffenen Gebieten entlang von Donau und Iller tummeln sich nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) Baden-Württemberg momentan überdurchschnittlich viele Stechmücken: in den Auwäldern, aber auch entlang von Feldern, auf denen das Wasser nur langsam wegtrocknen konnte. In Regionen ohne Hochwasser gebe es dagegen nicht mehr Stechmücken als sonst.

Generell raten die Naturschützer, sich selbst nicht unfreiwillig Brutplätze zu Hause zu schaffen: Um sich Mücken heranzuzüchten, reiche schon eine Pfütze oder Schale unter einer Balkonpflanze. Stehe darin Gießwasser, habe man sich innerhalb weniger Tage seine ganz private Stechmückenpopulation.

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